AUTOWÄSCHE
Natürlich wird der Deutschen liebstes Kind – das Auto - auch
regelmäßig gewaschen und sorgfältig gepflegt. Früher
konnte man samstags etliche Männer dabei beobachten, wie sie ihre
Schmuckstücke vor der Garage auf Hochglanz polierten. Heute sollte
man dies nicht mehr tun, denn das Autowaschen ist –wegen der Grundwasserverschmutzung-
nur noch in Waschanlagen oder –Straßen erlaubt.
Auf SB-Waschplätzen muss vom Fahrer mitgearbeitet werden. Zuerst
reinigt man den PKW mit Hochdrucklanze und Waschbürste selber und
wählt anschließend die gewünschten Waschfunktionen/Waschprogramme
aus. Für diese Form der Autoreinigung benötigt man zwar mehr
Zeit als beispielsweise in einer Waschstrasse, dafür ist sie aber
etwas preiswerter. Wichtig ist es, dort die Beschaffenheit und Sauberkeit
der Bürste zu beachten, damit Steinchen und Schmutzteilchen vom
Vorgänger nicht den eigenen Lack beschädigen können.
Im Allgemeinen kann man auf SB-Waschplätzen seinen Wagen sehr gründlich
reinigen, da man mit der Bürste auch schwer zugängliche Stellen
am Wagen erreichen kann. Außerdem können dort auch Cabrios,
Motorräder, Wohnmobile, Boote oder landwirtschaftliche Fahrzeuge
gewaschen werden.
Portalanlagen sind hauptsächlich an Tankstellen zu finden. Nachdem
das Auto in die Anlage gefahren wurde, steigt der Fahrer wieder aus.
Beim Reinigen kreisen die Bürsten um das stehende Auto. Um ein
optimales Säuberungsergebnis zu erzielen, muss bei der Einfahrthinweise
darauf geachtet werden, dass das Auto in die richtige Waschposition
gebracht wird. Nur so können die Räder und der Wagen von den
Sensoren richtig erkannt werden.
Bei Waschstraßen wird der PKW auf eine Förderkette durch
die Anlage befördert. Die rotierenden Bürsten und das Auto
bewegen sich aneinander vorbei. In Waschstrassen kann es zu Unfällen
kommen, wenn ein Autofahrer sein Fahrzeug unaufgefordert abbremst und
das Auto dahinter nachrückt.
Während der Autowäsche ist es unbedingt erforderlich, sich
peinlich genau an alle vom Personal oder von irgendwelchen Hinweisschildern
erteilten Anweisungen zu halten. Weichen Sie davon ab (indem Sie beispielsweise
in einer Waschanlage mit Kettenvorschub bremsen oder indem Sie die Handbremse
anziehen), sind Sie für daraus entstehende Schäden selbst
voll verantwortlich. In den meisten Waschanlagen ist es am ratsamsten,
ganz einfach nichts zu tun und zu warten, bis der Waschvorgang beendet
wird.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
DIE GESCHICHTE DES AUTOMOBILS
Deutschland zählt seit jeher zu den Autoländern. Nicht umsonst
existiert das Sprichwort: „Das Auto ist des Deutschen liebstes
Kind.“ Auf 1,6 Bundesbürger kommt ein Auto, was bei 80 Millionen
Bundesbürgern eine beachtliche Zahl ergibt. Vielleicht ist die
Liebe der Deutschen zum Auto damit zu erklären, dass das Auto in
Deutschland erfunden wurde.
Der erste Mensch, dem es wirklich gelang, einen eigenen funktionsfähigen
Motor zu entwickeln, war der Kölner Kaufmannsgehilfe Nicolaus August
Otto (1832 - 1891). Er wollte den 1860 entwickelten Gasmotor von Lenoir
leistungsfähiger machen. Mit dem gleichaltrigen Eugen Langen gründete
er die Firma DEUTZ AG, die als erster Fabrikationsbetrieb der Welt ausschließlich
Verbrennungsmotoren herstellte. Die Firma war bald so erfolgreich, dass
man für ein Tochterunternehmen einen geeigneten Direktor suchte.
Dazu ernannte man dann Gottlieb Daimler (1834 - 1900), der damals Werkstättenvorstand
der Karlsruher Maschinenbaugesellschaft war. Daimler brachte einen Chefkonstrukteur
mit, den damals 26jährigen Wilhelm Maybach (1846 - 1929). Gemeinsam
schufen Langen, Otto, Daimler und Maybach im Jahre 1876 die erste Viertaktmaschine
- den berühmten Otto-Motor.
Der damals entstandene Otto-Motor war allerdings zu groß, um ihn
in Fahrzeuge (damals Kutschen) einbauen zu können. Außerdem
suchte man nach einer anderen Energiequelle, denn der bisherige Motor
lief mit Gas - zu dieser Zeit kein weit verbreiteter Rohstoff und nur
in Großstädten erhältlich. Im Jahr 1885 gelang es Gottlieb
Daimler schließlich, einen Motor zu konstruieren, der klein genug
war, um ihn in ein Fahrzeug einzubauen und der außerdem mit dem
viel billigeren Energielieferanten Petroleum lief.
Nachdem Gottlieb Daimler 1900 gestorben war, begann Wilhelm Maybach,
im Auftrag des reichen Unternehmers Emil Jellinek, mit der Konstruktion
des Mercedes. Dieses Fahrzeug prägte den Weltruf der Firma Daimler,
als es 1901 erstmals in der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. 1903
wurde der Vornamen von Jellineks Tochter, Mercedes, der Motoren-Gesellschaft
hinzugefügt.
Zur gleichen Zeit versuchte Carl Benz (1844 - 1929) in Mannheim
ein Fahrzeug zu entwickeln, das ebenfalls von einem Benzinmotor angetrieben
werden konnte. Auch Benz war ein begabter und zäher Erfinder. In
seiner Werkstatt machte auch er aus dem von Otto entwickelten Explosionsmotor
einen brauchbaren Automotor. In manchem war sein Motor Daimlers Motor überlegen.
Gleichzeitig konstruierte er die anderen Teile, ohne die ein Auto nicht
fahren kann: die Zündung des Benzins durch einen starken elektrischen
Funken, die Kühlung des Motors durch Wasser, die Kupplung, die
Lenkung und anderes.
1886 war seine Konstruktion fertig. Es war eine Kutsche auf drei
Rädern, die 1 Pferdestärke vorzuweisen hatte und viel Lärm
und Gestank verbreitete. Diese mobile Kutsche ist die Urform des Autos.
Bald folgten Modelle mit vier Rädern. Zum ersten Mal war ein Auto
entstanden, das sich ohne Schwierigkeiten fortbewegte. Seine Grundbausteine
werden heute noch in allen Autos der Welt verwendet.
1926 schlossen sich die beiden Fabriken von Daimler und Benz zu „Mercedes-Benz“ in
Stuttgart zusammen. Von dort aus wurden qualitativ hochwertige Autos
in die ganze Welt befördert. Nach dem Zusammenschluss mit dem amerikanischen
Konzern Chrysler erscheint der Namen Benz nicht mehr. Die neue Firma
heißt jetzt „Daimler-Chrysler“.
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