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MOTORRADSCHUTZKLEIDUNG

Aber nicht nur der Helm kann das Leben eines Motorradfahrers bei einem Unfall schützen. Auch die restliche Schutzkleidung ist von großer Bedeutung für die Sicherheit.

Um vor Knochensplitterungen und Brüchen zu schützen, darf die Motorradkleidung bei einem Sturz oder Unfall nur möglichst wenig Aufprallenergie auf den Körper übertragen. Deshalb werden „Energie absorbierende Elemente“, so genannte Protektoren, eingesetzt. Wenn die Kleidung zu groß ist und beim Sturz verrutschen kann, nützen die Protektoren nichts. Die Kleidung sollte deshalb relativ eng am Körper anliegen - aber nicht kneifen. Protektoren sollten angenäht, verklebt oder mit starkem Klettband befestigt sein, da die reißfesten Nähte unglaublichen Belastungen standhalten müssen.

Für gute Motorradhandschuhe sind feste Materialien und Nähte sowie Verstärkungen an den Handballen entscheidend. Beim Sturz dürfen sie jedoch keine allzu stoppende Wirkung haben, da man sich sonst leicht den Unterarm brechen kann. Spezielle Beschichtungen oder Nieten im Ballenbereich ermöglichen das Gleiten auf der Straße. Nahtwülste dürfen nicht drücken oder Schmerzen verursachen. Deshalb arbeiten die Handschuhhersteller spezielle Steppnähte, rund geschnittene Fingerteile und vorgezogene Zwickel ein.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


DER RICHTIGE MOTORRADHELM KANN LEBEN RETTEN

Ein Motorradhelm sollte mit Sorgfalt ausgesucht werden, denn er kann bei Unfällen Leben retten. Man sollte sich hinsichtlich des passenden Helms auf jeden Fall gründlich von einer Fachkraft beraten lassen und den Motorradhelm spätestens alle fünf bis sechs Jahre gegen ein neues Exemplar ersetzen, da in regelmäßigen Abständen verbesserte und sicherere Modelle auf den Markt gebracht werden. Zudem verliert ein Helm mit der Zeit einen Teil seiner Schutzwirkung, weil Helmschalen aus den thermoplastischen Kunststoffen Polycarbonat und Polyamid altern und damit weniger haltbar sind. Auch die innere Polsterung bietet nach häufigem Tragen keinen optimalen Schutz mehr.

Beim Kauf eines Motorradhelmes sollten optimalerweise Integralhelme (Vollvisierhelme) ausgewählt werden, da sie durch den kompletten Kinn- und Gesichtsschutz einen Rundumschutz gewährleisten können. Gerade Kopfverletzungen können bei Motorradunfällen lebensbedrohlich sein. Das Design des Helmes sollte in jedem Fall nebensächlich sein. Die aktuelle Norm, die durch die im Helm eingenähte Nummer ECE R 22.05 zu erkennen ist, garantiert das Mindestmaß an Schutz.

Ein neuer Helm sollte vor dem Kauf mindestens 15 Minuten auf dem Kopf gesessen haben und nicht übereilt ausgewählt werden. Erst nach längerem Probetragen kann nämlich festgestellt werden, ob Druckstellen vorhanden sind und ob das Innenfutter sich gut an die Kopfform anpasst.

Ein weiteres Kriterium für die Entscheidung ist das Gewicht des Helmes. Neueste Modelle wiegen inzwischen nur noch um die 1,2 Kilogramm. Ältere Modelle sind etwa ein halbes Kilogramm schwerer. Auch wenn sich die Unterschiede minimal anhören, kann dieses halbe Kilogramm bei einem Unfall von enormer Wichtigkeit sein - mehr Gewicht bedeutet mehr Belastung, was im schlimmsten Fall zu Verletzungen der Halswirbelsäule führen kann. Der Nachteil der Leichtbauweise ist die Empfindlichkeit: Wetter und Lösungsmittel greifen das Material an. Selbst Aufkleber und Lacke können die Sicherheit beeinträchtigen, ohne dass Schäden an der Oberfläche erkennbar sind. Reinigen Sie deshalb die leichten Modelle nur mit warmem Wasser und Seife.

Die wenigsten machen mit dem Helm ihrer Wahl vor dem Kauf eine Probefahrt, obwohl man nur während der Fahrt den vom Helm verursachten Geräuschpegel testen kann. Was viele nicht wissen: ein zu „lauter“ Motorradhelm kann bei jahrelangem Gebrauch sogar einen Gehörschaden verursachen. Auf der anderen Seite darf der Fahrer aber nicht komplett von den Außengeräuschen abgekapselt sein, um zum Beispiel eine Sirene oder Hupe rechtzeitig hören zu können. Daneben zeigt die Probefahrt auch noch, wie der Helm im Zusammenhang mit der eigenen Körpergröße mit den Strömungsverhältnissen auf dem jeweils gefahrenen Zweirad harmoniert.

Auch wenn der Helm einen Unfall scheinbar schadlos überstanden hat, sollte man ihn danach unbedingt gegen einen neuen ersetzen, oder ihn vor weiterem Benutzen vom Hersteller auf Schäden testen lassen. Nur der Hersteller kann feststellen, ob der Helm noch sicher ist. Dazu muss er komplett auseinander genommen werden. Entscheidend für die Lebensdauer eines Helmes ist stets, wie oft und bei welchen Wetterbedingungen ein Helm genutzt wird. Thermoplasthelme haben eine durchschnittliche Lebensdauer von drei bis sechs Jahren. Helme aus GFK oder Kohlefaser halten länger. Doch auch ihr Innenleben verliert mit der Zeit an Dämpfungsqualität.


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