STRUWWELPETER GOES TSCHECHIEN
Struwwelpeter, Zappelphilipp und Hans-Guck-in-die-Luft begleiten
die Deutschen schon seit 160 Jahren und sind längst auch
in den alltäglichen Sprachgebrauch übergegangen. Jetzt
wurde die Geschichte des Struwwelpeters in die tschechische
und damit zum ersten Mal in eine slawische Sprache übersetzt,
und zwar vom Leiter des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds
Tomáš Kafka. Dabei ist diese Art der Erziehung in
Deutschland schon lange aus der Mode. Drohungen und strengste
Autorität gibt es in der Form kaum mehr. „Man sollte
dieses Buch sicher nicht unkommentiert im Ausland vorstellen,
sonst könnte ein seltsamer Stereotyp des Deutschen entstehen“,
glaubt Sozialwissenschaftler Professor Winfred Kaminski, der
sich in seiner Forschung intensiv auch mit dem Struwwelpeter
befasst hat.
(Nachricht vom 26.05.2004)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
STURZ AUS DEM 6.STOCK
Den schlimmsten Tag in ihrem Leben musste gestern eine Frau aus
Hilden ertragen. Sie suchte in ihrer Wohnung verzweifelt ihren
20 Monate alten Sohn, entdeckte aber nur ein offenes Fenster über
dem Kinderbett. Als sie aus dem Fenster auf den Hof des Hauses
blickte, sah sie dort ihr Kind reglos liegen. Weinend und schreiend
rannte sie hinunter, in der Hoffnung, er würde noch leben.
Ein Nachbar, der das Unglück beobachtet hatte, hatte bereits
den Notarzt gerufen. Dieser war zwar in kürzester Zeit am
Unfallort, konnte dem Kleinen aber nicht mehr helfen.
(Nachricht vom 04.05.2004)
SCHLANGE AM KINDERBETT
Als gestern Morgen ein Mann in Greifswald das Kinderzimmer seines
Enkels betrat, entdeckte er eine Schlange auf dem Fensterbrett,
gleich neben dem Kinderbett. Der Mann dachte zunächst, dass
es sich um ein Stofftier seines Enkels handeln würde. Plötzlich
bewegte sich die Schlange aber. Schockiert rief der Mann die Polizei.
Die Beamten brachten einen Schlangenexperten mit, der feststellte,
dass es sich um eine Bullnatter handelte. Diese Gattung der Schlangen
gehört zwar nicht zu den Giftschlangen, dafür aber zu
den Würgeschlangen, die bei einer Länge von bis zu 120
cm durchaus lebensgefährlich sein können. Das Tier hat
nun eine vorübergehende Bleibe im Terrarium des Tierparks
bekommen. Woher die Schlange kam, ist bisher ungeklärt
(Nachricht vom 04.05.2004)
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