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Kategorie Baby & Kind > Kinderwagen
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Baby & Kind

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Kinderwagen

KRITERIEN FÜR DEN KINDERWAGEN

Einen Kinderwagen brauchen alle Kinder in den ersten Jahren, denn die Eltern können den Nachwuchs unmöglich ständig umhertragen, noch kann das Kind sich anfangs selbst fortbewegen. Anfangs wird der Kinderwagen auch oft als Bettchen genutzt, denn Neugeborene schlafen im ersten halben Jahr bis zu 16 Stunden. Dafür sollte der Kinderwagen allerdings immer groß genug sein und eine gerade Unterlage bieten, sonst kann es beim Baby zu Verwachsungen kommen. Tragekörbe und Buggys sind definitiv als Schlafplätze ungeeignet und sollten nur in Ausnahmefällen zu diesem Zweck dienen.

Es ist sehr praktisch, wenn man den Schalenaufsatz für Babys auch als Tragetasche verwenden kann. So ist man unterwegs nicht gezwungen, das Baby zum Schlafen nach Hause zu bringen, denn man kann den Aufsatz überall hin mitnehmen. Ein ganzer Kinderwagen ist da wesentlich unpraktischer. Die meisten Babywagen kann man später zum Sportwagen für das ältere Kind umbauen. Nach dem Umbau sollte der Wagen allerdings einen Gurt haben. Wenn nicht, muss ein „Kindergeschirr“ dazugekauft und angebracht werden, um das Herausklettern oder –fallen des Babys zu verhindern. Wenn Kinder erst einmal laufen können, ist es oft schwierig, sie im Wagen zu halten. Mit einem Gurt muss man nicht befürchten, dass sie sich plötzlich selbständig machen könnten.

Die Bremsen sollten regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Am praktischsten sind Bügelbremsen, bei denen man mit dem Fuß gleich zwei Räder blockieren kann. Es gibt auch Bremsen, die jeweils nur einzelne Räder blockieren, was nicht so gut ist, da der Wagen so leichter ausbrechen kann.

Viele Babys, die gar nicht schlafen wollen, legt man einfach in den Kinderwagen, schiebt sie ein wenig umher - und schon schlafen sie. Das Geheimnis dieses Erfolges ist meist die Federung des Kinderwagens. Sie erhöht nicht nur den „Fahrkomfort“ für das Kind, sondern eignet sich hervorragend, um das Baby in den Schlaf zu schaukeln. Am besten eignet sich hierfür eine Breitriemen-Federung.

Wer einen gebrauchten Wagen kauft, sollte darauf achten, dass der Wagen auch sicher ist: breite Räder, Kippsicherheit, gut erreichbare Bremse und feststellbarer Klappmechanismus. Und: Alle beweglichen Teile in Reichweite des Kindes müssen so verdeckt sein, dass das Kind sich nicht einklemmen kann. Bei Buggys zusätzlich wichtig: windfeste Bespannung und hohe Rückenlehne. Buggys werden sehr beansprucht, beim Kauf eines gebrauchten deshalb besonders kritisch sein und den Wagen Probe fahren.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


KINDERWAGEN IM HAUSFLUR

Wer in der Stadt wohnt und dazu im vierten oder fünften Stock eines Mehrfamilienhauses ohne Lift, weiß wie schwierig es ist, schwere Gegenstände in die Wohnung zu transportieren. Wer auch noch Mutter ist, und neben einem Kind und einer Einkaufstüte auch noch den Kinderwagen rauf und runter transportieren soll, weiß, dass dies unmöglich ist.

Viele Vermieter oder Hausbewohner stören sich daran, wenn unten im Hausflur dauerhaft ein Kinderwagen geparkt wird. Es wird damit argumentiert, dass das Abstellen von Gegenständen im Hausflur untersagt ist und der Weg für den Fall eines Brandes frei gehalten werden müsse.

Das Gegenargument der Mütter ist die Unzumutbarkeit, den Kinderwagen ständig in die oberen Stockwerke zu schleppen. In mehreren Fällen ging solch ein Streit schon bis vor Gericht.

Rechtlich und amtlich beschlossen wurde dort, es wäre für eine Mutter eine unzumutbare Belastung, unentwegt den Kinderwagen über die Treppe hinauf und herunter tragen zu müssen. Die Gesellschaft sei verpflichtet, Müttern das Leben nicht schwerer zu machen als unbedingt nötig. Kinderfreundlichkeit dürfe nicht nur „in feierlichen Reden eingefordert“, sondern müsse auch im Alltag umgesetzt werden.

Das Interesse der Mutter überwiege in diesem Interessenkonflikt das Interesse des Vermieters bei weitem, zumal dessen Beeinträchtigung durch den Kinderwagen gering sei.


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