ABGEHÄRTETE BABYS SIND WIDERSTANDSFÄHIGER
Den natürlichen Schutz, den das Immunsystem der Mutter ihrem Baby
durch die Nabelschnur mitgibt, schützt es in den ersten Monaten
vor den meisten Infektionen. Weitere Abwehrstoffe bekommt es durch die
Muttermilch. Aber hundertprozentig funktioniert dieser Schutz nicht.
Sie können die Abwehrkräfte Ihres Kindes stärken, wenn
Sie täglich mit ihm an die frische Luft gehen, so lange das Wetter
mitspielt. Bei Sturm, Nebel, extremer Kälte oder Hitze bleiben
Sie besser zu Hause. Wenn es mit dem Spaziergang mal nicht klappt, können
Sie Ihr Baby trotzdem Frischluft schnappen lassen. Stellen Sie sein
Bett in die Nähe eines offenen Fensters oder legen Sie das Baby
im Kinderwagen auf dem Balkon schlafen. Dehnen Sie die Aufenthalte an
der frischen Luft allmählich bis zu einer Stunde aus. Zugluft und
direkte Sonne sollten Sie aber vermeiden. In der kalten Jahreszeit eine
Wärmflasche in den Kinderwagen oder das Bett legen.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
SCHWANGERSCHAFT MIT ÜBER 40
Ab dem 35. Lebensjahr wird im Mutterpass grundsätzlich von einer
so genannten Risikoschwangerschaft gesprochen. Das betrifft zum einen
die Gesundheit der Mutter, bedeutet aber auch ein erhöhtes Risiko
für das Kind. Dazu kommt, dass ältere Mütter häufiger
mit Kaiserschnitt gebären, was aber mehr eine Vorsichtsmaßnahme
der Ärzte ist, die bei älteren Müttern kein hohes Risiko
eingehen. Aber auch die Rate von Frühgeburten steigt mit dem Alter
der werdenden Mutter. Folgende Schwierigkeiten können bei so genannten
Risikoschwangerschaften eintreten:
Schwangerschaftsdiabetes
Besonders übergewichtige Frauen über 35 sind häufiger
von Schwangerschaftsdiabetes betroffen. Vorwiegend stammen diese Frauen
allerdings aus Familien, in denen Diabetes häufiger vorkommt.
In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft tritt bei den Betroffenen
ein erhöhter Zuckerspiegel auf, der meist nach der Schwangerschaft
verschwindet. Mit kleinen Veränderungen auf dem Speiseplan kann
der erhöhte Zuckerwert jedoch in den meisten Fällen reguliert
werden. Ist dies nicht der Fall, muss Insulin verabreicht werden.
Frauen, die während der Schwangerschaft an dieser Form der Diabetes
erkranken, haben ein erhöhtes Risiko, anschließend Diabetes
vom Typ 2 zu bekommen. Nicht behandelte Diabetes kann aber auch die
Gesundheit des Kindes beeinträchtigen.
Plazentainsuffizienz
Plazentainsuffizienz ist eine verringerte Stoffwechselleistung
der Plazenta (Mutterkuchen), die zu einer Unterversorgung des Babys
mit Nährstoffen führen kann. Der Mutterkuchen altert während
der Schwangerschaft und bildet Verkalkungen. Bei einigen Frauen
tritt dies schon relativ früh auf, die Durchblutung wird dann
im Mutterkuchen schlechter, und das Kind erhält nur eine Mangelversorgung.
Betroffen sind davon Frauen mit Mehrlingsschwangerschaften oder
Diabetes. Faktoren dafür können ebenso Übergewicht,
Rauchen, schlechte Ernährung, vorausgegangene Fruchtbarkeitsstörungen,
fieberhafte Infektionen, Blutungen oder Frühgeburtsneigungen
während der Schwangerschaft und bei Übertragung des Kindes
sein.
Bluthochdruck
Bluthochdruck ist für ältere Schwangere oft ein Problem.
Wirklich gefährlich ist der erhöhte Bluthochdruck allerdings
nur für Frauen, die mit 40 ihr erstes Kind erwarten. Erste Anzeichen
auf erhöhten Blutdruck sollten unbedingt ernst genommen werden. Ältere
Frauen, die bereits ein oder mehr Kinder bekommen haben, müssen
sich keine Gedanken machen.
Schwangerschaftsvergiftung
Sie wird auch Schwangerschaftsgestose oder Präklampsie genannt
und macht sich als Wasseransammlung im Gewebe, Bluthochdruck oder
einer gestörten Nierenfunktion bemerkbar. Ausgelöst werden
kann sie durch eine nicht richtig funktionierende Plazenta. Es gibt
keine besonderen Ursachen für diese Erkrankung. Erfahrungen haben
gezeigt, dass eine gute, ausgewogene Ernährung mit eiweißreicher,
kalorienreicher und keineswegs salzarmer Kost das Auftreten einer
Gestose in vielen Fällen verhindern oder lindern kann. Selbst
bei schon bestehenden Beschwerden, vor allem Ödemen, können
diese erheblich gemindert werden. Entwässerungsmittel dürfen
schon seit 1986 nicht mehr eingesetzt werden, auch pflanzliche Entwässerungsmittel
wie zum Beispiel Brennnesseltee usw. sollten nicht benutzt werden,
denn diese könnten dem ungeborenen Kind schaden.
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