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ELEKTRONISCHES PUBLIZIEREN IN DER KRISE

Die Euphorie um digitale Inhalte ist bei den Verlagen mehr als verflogen. So gab es auf der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr kaum mehr als eine Veranstaltung des Arbeitskreises für elektronisches Publizieren (AKEP). Das diesjährige Branchenbarometer vom AKEP für alle Arten des digitalen Publizierens bestätigt die schlechte Lage. Auch für die Zukunft richtet sich der Blick der Verlage eher auf den Internet-Buchhandel, das Online-Publishing und E-Learning.

Die Buchmesse in Frankfurt hat den stiefmütterlichen Umgang der Verlage mit den vor zwei bis drei Jahren noch stark beworbenen eBooks wieder gespiegelt. Außer einer einzigen Download-Möglichkeit auf der Messewebseite war so gut wie nichts zu finden. Obwohl die Infrastruktur für eBooks existiert. Ein Portal für deutschsprachige eBooks bündelt die Angebote der wichtigsten eBook-Shops. Lese-Software gibt es für alle Plattformen und dazu viel kostenloses Material im Internet.

Doch die Verlage tun derzeit kaum etwas, um das Lesen von eBooks populärer zu machen. Das verwundert, denn der Buchmarkt steckt nach Branchenangaben nach wie vor in der Krise. Mit eBooks könnte ein durchwegs rentabler Geschäftszweig erschlossen werden, zumal die Investitionen gering wären. Dennoch entscheiden sich die Verleger gegen das elektronische Lesen. Eigentlich schade, denn eBooks sind als Ergänzung zum gedruckten Buch gerade unterwegs äußerst praktisch.

(Nachricht vom 10.10.2003)

(Alle Angaben ohne Gewähr)


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