KALENDER-GLOSSAR
Der Ägyptische Kalender
Der Kalender der ägyptischen Antike (Beginn ca. 5.000 v. Chr.)
basierte auf den jährlichen Nil-Überschwemmungen. Die Jahreslänge
wurde mit 365 Tagen festgelegt, wodurch es zu Abweichungen kam und der
Kalender mittels Schalttagen an den julianischen Kalender angepasst
wurde. Dieser Kalender, dessen Jahresbeginn der 29. August ist, wird
auch als alexandrinischer Kalender bezeichnet.
Der Römische Kalender
Im antiken Rom wurden die Tage rückwärts, auf bestimmte
Tage, gezählt. Ein Jahr bestand aus 355 Tagen, ein Schaltjahr
aus 377 bzw. 378 Tagen. Wegen seiner komplizierten Zählweise
wurde der römische Kalender unter Julius Caesar abgeschafft und
stattdessen der julianische Kalender eingeführt.
Der Julianische Kalender
Die Zeitrechnung basierte auf dem Jahr der Stadtgründung, die
auf 753 v. Chr. datiert wurde. Das julianische Jahr hat 365 Tage,
gefolgt von einem Schaltjahr mit 366 Tagen. Die sich daraus ergebenden
Abweichungen wurden mit dem Einschub von zwei Schaltmonaten ausgeglichen.
Dadurch kam es zu Jahren mit 445 Tagen. Im 6. Jahrhundert setzte sich
die Zeitrechnung nach Christi Geburt durch.
Der Persische Kalender
Der heute im Iran und Afghanistan gebräuchliche Kalender wurde
1925 in Persien eingeführt. Die Zeitrechnung zuvor basierte auf
einem System, das ähnlich dem ägyptischen Kalender ist.
Durch die 365-Tagezählung ohne Schaltjahre kam es zeitweilig
zu Verschiebungen zwischen Zeitrechnung und Ernte. Bedingt durch die
kalenderabhängige Steuererhebung verursachte diese Unstimmigkeit
Probleme.
Der Jüdische Kalender
Die Zeitrechnung erfolgt nach der biblischen Erschaffung der
Welt, die auf 3761 v. Chr. angesetzt wurde. Die Monate werden nach
Monden gezählt, die seit dem 4. Jahrhundert rechnerisch bestimmt
werden. Zuvor wurden die Monatsanfänge durch ein Gremium ermittelt,
das monatlich auf der Grundlage von Beobachtungen den Monatsbeginn
festlegte.
Der Islamische Kalender
Die Zeitrechnung beginnt mit der Flucht Mohammeds von Mekka
nach Medina im Jahr 622. Das islamische Jahr besteht aus 12 Monaten,
die an Mondphasen gebunden sind. Der islamische Kalender ist von
den Jahreszeiten unabhängig. Ein Jahr besteht aus zwölf
Monaten, die streng an die Mondphasen gebunden sind. Der Tag beginnt
im islamischen Kalender mit dem Sonnenuntergang.
Der Kalender der Maya
Die Maya besaßen drei Kalendersysteme, einen religiösen
Kalender mit 260 Tagen und einen täglichen, an der Sonne ausgerichteten
Kalender mit 365 Tagen. Der dritte Kalender diente der Zeitrechnung.
Der Französische Revolutionskalender
Die Zeitrechnung erfolgte nach den Jahren der Republik. Das
erste Jahr der Republik begann 1792. Das Jahr war in 12 Monate aufgeteilt,
die aus je 3 Dekaden bestanden. Am Jahresende wurden fünf,
in Schaltjahren sechs Tage angehängt. Die Datumsangabe erfolgte
durch eine fortlaufende Nummerierung (9. Tag des 2. Monats des 4.
Jahres der Republik).
Das Julianische Datum
Das julianische Datum bezeichnet einen Tag in der Julianischen
Periode. Diese Periode wurde von Joseph Justus Scaliger ermittelt
und umfasst 7980 Jahre. Die Periode beginnt am 1. Januar 4713 v.
Chr. (Astronomisch: -4712). Beginnend von diesem Tag werden die
Tage durchnumeriert. Angaben im Julianischen Datum werden durch
die nachgestellten Buchstaben \"JD\" gekennzeichnet. Hauptsächliches
Anwendungsgebiet für das Julianische Datum ist die Astronomie.
Der Chinesische Kalender
Der chinesische Kalender kann bis ins 14. Jh. vor Christus zurückverfolgt
werden. Der Legende nach wurde er bereits im Jahre 2636 v. Chr. erfunden.
Er basiert auf den Positionen von Sonne und Mond. Das chinesische
Jahr besteht aus 12 Monaten, die an die Mondphase gebunden sind. Ein
Jahr besteht dann aus 353, 354 oder 355 Tagen.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
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