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VERMUTLICH ÄLTESTER MONDKALENDER ENTDECKT

Der deutsche Forscher Michael Rappenglück von der Universität München entdeckte möglicherweise den ältesten, je von Menschenhand geschaffenen Mondkalender. Er fand ihn in den 15.000 Jahre alten Höhlenmalereien von Lascaux in Frankreich. Rappenglück vermutet, dass die Gruppen von Punkten und Quadraten, die zwischen Darstellungen von Stieren, Antilopen und Pferden gemalt wurden, die 29 Tage des Mondzyklus darstellen. Rappenglück hat bereits zuvor mit diesen in Verbindung stehende Muster mit bekannten Sternenkonstellationen in Zusammenhang gebracht.

Um das Geheimnis dieser Höhlen zu verstehen, muss man die Menschen verstehen, die die Höhlen bemalt haben, meint Rappenglück. \"Sie malten den Himmel, aber nicht alles, sondern nur die Teile, die wichtig für sie waren.\" Cromagnon Menschen waren es, die vor 15.000 Jahren die Tiere und Symbole an die Höhlenwand malten. Sie lebten in einem klimatisch gemäßigten Tal der Dordogne, während der Rest Europas von der Eiszeit beherrscht wurde.

(Nachricht vom 19.04.2004)

(Alle Angaben ohne Gewähr)


ARCHÄOLOGISCHER FUND IN KAIRO ÜBER KALENDERREFORM

Deutsche Archäologen fanden 90 Kilometer nordöstlich von Kairo eine zweisprachige Stele des Königs Ptolemaios III von 238 v. Chr., die Fragmente des so genannten Kanopus-Dekrets enthält. In ihm wird die Einführung eines Kalenders mit Jahren von 365 Tagen und regelmäßigen Schaltjahren verfügt. Der Inhalt des Dekrets war bisher nur aus Abschriften bekannt und wurde jetzt im Original gefunden. Das Fragment ist einen Meter hoch, das entspricht der Hälfte der zirka zwei Meter hohen Stele.

Inhaltlich weicht der untereinander angeordnete, dreisprachige Text kaum von den bekannten Abschriften ab. Neben der Einführung des neuen Kalenders wird in dem Dekret auch eine Tochter des Königs posthum vergöttlicht und eine fünfte, dem Pharao und seiner Frau geweihte Priesterklasse eingeführt. Auch die Linderung einer Hungersnot wird geschildert.

(Nachricht vom 19.04.2004)


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