DIE SONNE ALS LUPE FÜR DIE VENUS
Die Sonne hilft, einen Teil der Verbindungen der Venusatmosphäre
zu dechiffrieren. Die Sonnenstrahlen dienen dabei als Lupe. Der
amerikanische Wissenschaftler Timothy Brown vom National Center
for Atmospheric Research im US-Bundesstaat Colorado wartet gespannt
auf das Vorbeiziehen der Venus an der Sonne. Mit Hilfe eines deutschen
Forschungsteleskops auf Teneriffa will er die Atmosphäre
der Venus unter die Lupe nehmen.
Das infrarote Strahlenspektrum der Sonne benutzt er dabei,
um die Venus unter Augenschein zu nehmen. Mit dieser Methode
konnte die Venus noch nie zuvor beobachtet werden. Wenn sich
seine Erwartungen nicht erfüllen, hätte er in acht
Jahren eine erneute Chance, die Venus zu untersuchen, wenn diese
noch einmal an der Sonne vorbeizieht.
(Nachricht vom 08.06.2004)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
PREIS FÜR ZUKUNFTSNAHE ATOMLUPE
Für seine Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Entwicklung
des Präzisions-Atominterferometers hat der Physiker Prof. Mark
A. Kasevich den Carl Zeiss Forschungspreis 2004 des Ernst-Abbe-Fonds
erhalten. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert, wird seit 1990
vergeben und gilt als einer der herausragenden Auszeichnungen auf
dem Feld der Optik.
Die Interferometrie stellt ein Phänomen da, das vor allem aus
der Optik bekannt ist. Der Begriff umschreibt die Überlagerung
von Wellenbergen und Wellentälern. Dieser Effekt lässt sich
nutzen, um Messungen und optische Untersuchungen durchzuführen.
Allerdings stößt die klassische Optik mit dem Laser an
ihre Grenzen. Große Hoffnungen werden daher in die Entwicklungen
von Geräten gesetzt, die diesen Effekt auch auf der Ebene von
Atomen anwendbar machen. Eines Tages könnte sogar eine Atomlupe
Wirklichkeit werden: Mit einer solchen Lupe auf Atombasis könnte
unter anderem in das Innere von Erdölfeldern geblickt werden.
(Nachricht vom 08.06.2004)
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