CHINA: WELTWEIT HÖCHSTE RAUBKOPIEN-RATE
Der größte Markt für Musikpiraten ist derzeit
China, wo der Umsatz mit Audio-Raubkopien die Marke von 600 Millionen
US-Dollar erreicht hat. Russland ist die zweite große Schwachstelle
im internationalen Kampf gegen die Musikpiraterie: Hier soll der
Markt an die 330 Millionen Dollar erreicht haben. Im Vergleich
zum Vorjahr ist die Zahl der Raubkopien weltweit im Jahre 2003
um zehn Prozent gestiegen. Die Steigerungsrate ist zwar nicht
mehr so hoch wie in den Vorjahren, dennoch kann der Branchenverband
IFPI noch keine Entwarnung geben. China ist nun allerdings ein
entscheidender Schlag gegen die Musikpiraterie gelungen. In der
bisher größten landesweiten Aktion gegen illegal gebrannte
Kopien wurden über 42 Millionen digitale Datenträger
beschlagnahmt.
Sheng Guangzu, stellvertretender Leiter der Zollbehörde,
bezeichnete die Aktion als eindeutigen Beweis, dass das Land nach
dem Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO fest entschlossen
sei, den Handel mit illegalen Kopien zu zerstören.
(Nachricht vom 24.07.2004)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
KOPIERBLOCKER MIT NEUEN FUNKTIONEN
Macrovision, eines der bekanntesten Unternehmen, das Kopierblocker
herstellt, stellt neue Varianten seiner weit verbreiteten Produkte
her.
Die Weiterentwicklung des bewährten Systems CDS 300 beispielsweise
soll in der Lage sein, das Windows-Autoplay-Feature zu umgehen.
Bislang sollte CDS 300 das Abspielen der CD-Audio-Tracks auf einem
PC verhindern. Als Ersatz konnte sich der Nutzer bislang nur komprimierte
Windows-Media-Versionen der auf einer CD enthaltenen Songs anhören. Über
die Privatkopien kommerzieller Audio-CDs sollen nun die Plattenfirmen
als Copyright-Nutzer selbst entscheiden. Diese könnten alternativ
den abschaltbaren Kopierblocker ganz einsparen und dafür den
Endverkaufspreis senken, was auch den Umsatz fördern könnte.
Immerhin ist der Zusammenhang zwischen herunter geladenen oder gebrannten
CDs und realem Umsatzrückgang bis heute nicht vollends bewiesen.
(Nachricht vom 28.07.2004)
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