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Camcorder

DIE OBERKLASSE: DREICHIPKAMERAS

Jedes Videobild besteht aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau.
Herkömmliche Videokameras der mittleren und unteren Preisklasse haben einen Bildwandler, der das durch das Objektiv einfallende Licht umwandelt. Dreichipkameras (Preise ab ca. 1400-1500 Euro) haben für jede Grundfarbe einen eigenen Computerchip, so genannte CCDs (Charge Coupled Devices), die das Bild für jede Farbe getrennt einsammeln.
Die Camcorder geben Farben dadurch viel präziser wieder und bestechen außerdem durch ihre hervorragende Auflösung.

Ein weiterer großer Vorteil der Dreichipkameras sind die besseren manuellen Funktionen, die es dem engagierten Heimfilmer erlauben, seine eigenen Einstellungen vorzunehmen und damit den Camcorder optimal an die jeweiligen Verhältnisse anzupassen. Mittlerweile werden die Dreichipcamcorder immer günstiger und damit auch für den Normalverbraucher attraktiv.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


DIGITAL 8 – IDEAL FÜR EIN- UND UMSTEIGER

Das untere Ende der nach oben hin fast offenen Preisskala bei Camcordern bildet das von Sony entwickelte Format Digital 8, das Bild und Ton genauso wie die Mini DV Camcorder aufzeichnet und daher auch die gleiche Qualität hat. Digital 8–Kameras sind zwar in der Regel aufgrund der größeren Kassetten nicht so handlich wie die Mini DV Camcorder; einen entscheidenden Vorteil haben sie jedoch für Neueinsteiger in die digitale Videowelt: In einigen Digital 8 Camcordern können neben den Standardkassetten auch die alten analogen Formate Video 8 und Hi8 abgespielt und sogar digitalisiert werden. So können auch die alten Heimvideos problemlos auf dem PC geschnitten und auf CD gespeichert werden. Für Ein- und Umsteiger ist Digital 8 also eine Option, die sich mittlerweile durchgesetzt hat.


DAS OBJEKTIV: DAS AUGE DES CAMCORDERS

Wie der Name schon sagt, besteht ein Camcorder aus einer Kamera und einem Videorecorder. Für die Qualität der Aufnahmen ist neben der Aufzeichnungstechnik (analog oder digital) das Objektiv der Kamera besonders wichtig. Die meisten Camcorder warten mit beeindruckenden Features auf, die allerdings nicht immer halten, was sie versprechen.
Ein wichtiges Thema ist der Zoom. In der Regel haben handelsübliche Camcorder einem 10-20 fachen optischen Zoom. Optisch bedeutet hier, dass das Objektiv des Camcorders, genau wie das einer Fotokamera, die Brennweite verstellen kann.

Die meisten Camcorder-Anbieter werben darüber hinaus mit großen Digitalzooms, die nicht selten die 100er–Marke überschreiten. Das Problem solcher Digitalzooms ist allerdings, dass nicht mehr das Objektiv selbst zoomt, sondern dass lediglich ein Bildausschnitt auf dem Computerchip digital vergrößert wird. Darunter leidet die Bildqualität. Das Bild wird grobkörnig und nicht selten unscharf. Problematisch sind solche hohen Brennweiten auch aus einem weiteren Grund: Ohne Stativ verwackeln die Bilder selbst bei der kleinsten Bewegung sehr stark.
Mindestens genauso wichtig wie die Teleeinstellung des Objektivs ist die Weitwinkeleinstellung, also die kürzeste Brennweite. Will man mobil filmen und auch schöne, große Einstellungen in engen Räumen aufnehmen, muss hierauf besonders geachtet werden. Die Standard-Weitwinkel sind 35 oder 28mm.


MINI DV-CAMCORDER

Analoge Camcorder, wie Hi8 und S-VHS, sind noch nicht ganz ausgestorben und in den letzten Jahren mit dem Aufstieg der digitalen Camcorder auch immer günstiger geworden. Zu empfehlen ist ein Kauf der preisgünstigen Oldies allerdings nicht mehr. Digitale Camcorder der unteren Preisklasse kosten mittlerweile auch nicht mehr viel mehr und wer einmal digital gefilmt hat, will sich wahrscheinlich nie mehr mit der schlechten Bildqualität analoger Videokameras herumärgern.

Eine Revolution auf dem Camcordermarkt war die Einführung des Mini DV Formats. Mittlerweile ist Mini DV der Standard des ambitionierten Heimfilmers. Mini DV steht dabei ganz simpel für „Digital Video“ im Kleinformat. Im Gegensatz zu den im Broadcast-Bereich eingesetzten großen DV-Formaten, wie beispielsweise DVC Pro, ist Mini DV die ideale Lösung für den Heimgebrauch, da durch die kleinen Kassetten letztendlich auch die Größe des Camcorders geschrumpft ist. Mini DV Camcorder sind mit einer digitalen Schnittstelle ausgestattet, I-Link, IEE 1394 oder Firewire genannt, über die Bild- und Toninformationen schnell, digital und ohne nennenswerten Bild- und Tonverlust auf den PC überspielt werden können, wo dann – vorausgesetzt man hat die geeignete Schnittsoftware – das Heimvideo entstehen kann.


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