COMPUTER – DESKTOP ODER LAPTOP?
Ratgeber über Computer gibt es momentan fast überall zu kaufen.
Egal ob für Computer Festplatten, Computer Software, Grafikkarten,
Soundkarten oder ähnliches, egal ob Compaq, Hewlett Packard, Lexmark,
Epson, Intel oder Gericom – für alle Marken gibt es Ratings,
Vergleiche und Hinweise, wie z. B. in der beliebten ComputerBild. Eine
Entscheidung, bei der einem weniger geholfen werden kann, ist die Art
des Computers: Laptop oder PC? Im Endeffekt kann man dies nur individuell
entscheiden, da es sehr darauf ankommt, für was der Computer verwendet
werden soll. Laptops oder Notebooks, wie sie auch genannt werden, sind
momentan der letzte Schrei, doch durch ihren Preis stellt sich vielen
Nutzern die Frage: brauch ich das wirklich oder genügt mir ein
PC?
Beide haben ihre Vor-und Nachteile, die abgewägt werden müssen.
Grundsätzlich hat das Notebook gegenüber dem PC aufgeholt,
in Bezug auf Preis, Speicherkapazität, aber auch Prozessorgeschwindigkeit.
Bei dem letzten Punkt können übrigens PCs und Laptops
nicht eins zu eins verglichen werden: ein 1 Gigabyte Prozessor
beim Personal Computer entspricht nicht einem 1 GB Prozessor
beim Notebook. Oder anders ausgedrückt: ein Laptop mit
einem 800MB Prozessor kann die gleiche Rechenkapazität
aufzeigen wie ein PC mit einem 1 GB Prozessor. Hier ist also
eine gute Beratung angezeigt, bevor Sie die Möglichkeit
eines Laptops aus diesem Grunde ausschließen.
Der große Vorteil eines Notebooks ist natürlich,
dass er tragbar ist. Egal, ob Sie zu Hause oder im Zug, im Park
oder in der Bibliothek arbeiten wollen, durch ihr leichtes Gewicht
(zwischen einem und drei Kilogramm) sind sie leicht transportierbar
und durch den Akku sind Sie (je nach Stärke der Batterie
und der Arbeiten, die Sie am Laptop durchführen) unabhängig
von Steckdosen und Kabeln. Die Kehrseite der Medaille ist, dass
nicht nur Sie, sondern auch jeder Andere sich Ihren Computer
unter den Arm klemmen und mitsamt Ihren wertvollen Daten davon
spazieren kann. Man sollte also ein waches Auge haben.
Ein zweiter Nachteil des Notebooks ist, dass Reparaturen in
der Regel nur vom Hersteller durchgeführt werden können.
Ist Ihre Garantie einmal abgelaufen, fallen hier teils nicht
unerhebliche Kosten an. Deshalb bieten einige Laptophersteller
eine erweiterte Garantie an, die gegen einen Aufpreis die Garantiedauer
auf einige Jahre ausdehnt. Bei einem PC können Sie ohne
diese Zusatzkosten bei entsprechenden Kenntnissen entweder selber
die defekten Teile austauschen oder aber bei Ihrem Computerladen
um die Ecke eine weitaus kostengünstigere Reparatur vornehmen
lassen. Besonders erschwerend kommt dieser Umstand beim Kauf
eines gebrauchten Computers zum Tragen. Bei einem Laptop lassen
sich Mängel nicht sofort erkennen, während ein geschulter
Blick in das Innere eines gebrauchten PCs einiges über
den Zustand des Geräts aussagt.
Im Endeffekt kommt es wirklich darauf an, wie und wo Sie Ihren
Computer verwenden. Benutzen Sie viele Peripheriegeräte,
also zusätzlich angeschlossenes Zubehör wie Drucker,
Scanner, externe Festplatten, einen großen Bildschirm
und Digitalkameras? Dann empfiehlt sich für Sie vielleicht
ein PC, weil das dauernde Ein- und Ausstecken der vielen Kabel
zeitraubend ist und beim PC auch leichter zusätzliche Steckplätze
installiert werden können. Sind Sie jedoch viel unterwegs,
ist ein Notebook sicher unschlagbar – abgesehen vom Diebstahlrisiko,
den man aber mit Schlössern und Passwörtern einen
Riegel vorschieben kann.
Falls Sie viel von zu Hause aus arbeiten, müssen Sie sich
auch hier überlegen, wie Sie arbeiten: sind Sie immer am
selben Arbeitsplatz oder arbeiten Sie gerne auch mal auf dem
Balkon oder im Wohnzimmer? Wiederum schlägt der Laptop
hier den PC durch seine Tragbarkeit, falls Sie sich auch im
Sonnenschein gut konzentrieren können, steht der Verbindung
aus Arbeit und Vergnügung nichts im Wege.
Trinken Sie gerne bei der Arbeit? Im letzteren Fall müssen
Sie sich darüber im Klaren sein, dass eine umgekippte Kaffeetasse
nicht nur Ihren Schreibtisch überschwemmt, sondern bei
einem Laptop unter Umständen das gesamte System lahm legen
kann. Bei einem PC tauschen Sie lediglich die Tastatur aus – falls überhaupt.
Laptoptastaturen lassen sich zwar ebenfalls reinigen, dadurch
aber, dass sie in den Rechner integriert sind, lässt sich
nicht ausschließen, dass die Flüssigkeit auch in
das System eindringt.
Auch die Art der Arbeit sollte bei der Entscheidung einen hohen
Stellenwert einnehmen: falls Sie viel mit Grafiken zu tun haben,
kann der Bildschirm des Laptops einfach zu klein sein. Zwar
gibt es mittlerweile Widescreen-Monitore, mit denen auch bei
den tragbaren Computern sehr gute Ergebnisse erzielt werden,
doch schlägt sich hier der Preis merklich zu Buche. Bevor
Sie sich einen externen Monitor zulegen, den Sie dann an den
Laptop anschließen, sollten Sie sich nach Preisen erkundigen – Sie
könnten mit einem Standard-PC und einem oder sogar zwei
20-Zoll-Monitor günstiger wegkommen als mit einem Laptop.
Im Endeffekt können all diese Vor- und Nachteile nur eine
Orientierungshilfe sein. Geschultes Fachpersonal kann Sie durch
den Technikdschungel und das Preisgefüge leiten, doch nur
Sie alleine wissen, wofür Sie Ihren Computer nützen
wollen. Und die effiziente Nutzbarkeit Ihres Computers ist die
wichtigste Eigenschaft Ihres Computers – er soll schließlich
für Sie arbeiten und nicht Sie für ihn!
(Alle Angaben ohne Gewähr)
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