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NEUES BETRIEBSSYSTEM ENTWICKELT

PC-Anwender können auf ihrem Rechner fast jede Software emulieren, die vom Computermarkt an Hardware hergestellt wurden. Auf Apples Mac OS X mit der schicken Aqua-Oberfläche mussten sie aber bisher verzichten.
Der PowerPC–Architecture-Emulator PearPC (englisch pear: deutsch Birne) soll dies nun verändern. Die Hauptentwickler der ersten Version des PearPC auf SourceForge zum Downloaden sind Sebastian Biallas und Stefan Weyergraf. Neben Mac OS X soll dieser Emulator auch Mandrake Linux 9.1 for PPC und den aqualosen Systemkern von Mac OS X namens Darwin an den Start bringen. Die PowerPC-Version von OpenBSD oder NetBSD lässt derzeit den PearPC noch abstürzen. Der Emulator läuft auf Linux und Windows. Der PearPC verlangt auch keine Macintosh–ROM- Datei zum Starten älterer Mac-OS-Versionen für 68K-CPUs, wie sie der Emulator Basilisk benötigt, da PowerPC-Macs nur noch ein in Forth geschriebenes BIOS namens OpenFirmware besitzen. Dieses wird jedoch von PearPC bereits nachbildet.

Entwicklerangaben zufolge bildet PearPC eine Art G3-CPU (PPC 750) nach. Dieser stehen diverse Software-Chips, eine rudimentäre PCI-Bridge, ein Netzwerk-Controller oder eine IDE-Schnittstelle zur Seite. Der USB-Hub des Emulators ist noch nicht funktionsfähig, kann aber dem Gast-Betriebssystem immerhin schon mitteilen, dass USB-Ports vorhanden sind.

(Nachricht vom 11.05.2004)

(Alle Angaben ohne Gewähr)


MEHR TEMPO FÜR ATHLON – 64 - SYSTEME

Der Athlon-64-Chipsatz K8T800 Pro wurde nun vom Chiphersteller VIA angekündigt. Dieser weist zu den herausgestellten Overclocking- Eigenschaften eine beschleunigte Hypertransport-Anbindung an den Prozessor und eine schnellere Southbridge-Kopplung auf.

Bei allen Athlon-64-Varianten (Athlon 64, 64-FX und Opteron) läuft derzeit die Hypertransport-Anbindung zwischen Prozessor und Chipsatz mit 800 MHz (HT800), doch im Datenblatt zum K8T800 Pro taucht eine Frequenzangabe von 1 GHz auf. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass AMD bei den für 1. Juni erwarteten Sockel–939-Prozessoren den Hypertransport beschleunigen will. Auch der Chipsatzhersteller SiS hatte schon Ende 2003 den SiS755FX mit HT1000 angekündigt.

Die zweite Verbesserung betrifft die Anbindung der Southbridge, was bei VIA mittels proprietärem V-Link geschieht. Der K8T800 Pro unterstützt eine Transferrate von 1066 MByte/s, was derzeit keine Southbridge von VIA ausnutzt. Das Topmodell VT8237 könnte diese Geschwindigkeit zudem nicht ausnutzen, da es intern mit einem gerade mal 266 MByte/s schnellen 66-MHz–PCI- Bus arbeitet, wie Tests im c\'t-Labor bestätigten. Möglicherweise schafft VIA hier schon Kapazitäten für die zukünftige Southbridge VT8251, die zwei PCI-Express-Ports haben soll. Eine Athlon-64-Northbridge mit PCI-Express hat VIA als K8T890 auf der diesjährigen CeBIT als Prototypen gezeigt, die Massenproduktion soll frühestens im dritten Quartal beginnen.

(Nachricht vom 15.05.2004)


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