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Bohrmaschinen

DIE SCHLAGBOHRMASCHINE

Schlagbohrmaschinen sind besonders zur Bearbeitung von sehr harten Stoffen, wie Beton oder Stein, geeignet. Schlagbohrmaschinen haben zusätzlich ein eingebautes Rasterschlagwerk, das eine axiale, schlagende Bewegung entlang des Bohrers hin zum Bohrkern verursacht. Dieses Schlagen ist dem Rotieren der Antriebswelle übergelagert und erfolgt zeitgleich mit dem eigentlichen Bohrvorgang, wie er oben beschrieben wurde. Die Energie der Schläge wird durch die Andrückkraft bestimmt, also: Je stärker man die Schlagbohrmaschine beim Bohren gegen das zu bearbeitende Material drückt, desto stärker wirken die axialen Schläge auf den Bohrkern. Bis zu 800 Einzelschläge pro Sekunde kann eine Schlagbohrmaschine dabei leisten.

Die meisten Schlagbohrmaschinen besitzen ein separat zuschaltbares Schlagwerk und sind damit auch für normale Bohrungen, beispielsweise in Holz, geeignet.

Wie alle Bohrmaschinen sind auch Schlagbohrer mit einem Rechtslauf und verschiedenen, individuell zuschaltbaren Geschwindigkeitsstufen ausgestattet. In der Regel empfiehl es sich, bei harten Werkstoffen niedrigere Drehzahlen zu wählen, da so ein Durchdrehen und Überhitzen des Bohrers vermieden werden kann. Die meisten handelsüblichen Bohrmaschinen sind mit einer solchen elektronischen Drehzahlbeeinflussung und einer Umschalteinrichtung auf Linksdrehung ausgestattet. Dadurch können sie auch als Schrauber verwendet werden. Bei Schlagbohrmaschinen sollte das Schlagwerk hierbei allerdings selbstverständlich abgestellt werden.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


DIE BOHRER

Die Bohrer, die in die Bohrmaschinen eingespannt werden, besitzen in der Regel von ihrer Spitze ausgehend zwei Schneiden. Diese beiden Schneiden tragen von dem zu bearbeitenden Material jeweils einen Span ab. Je nach zu bohrendem Material unterscheidet man Holz-, Metall-, Beton-, sowie Zentrierbohrer.

Zentrierbohrer sind dünne, zwei bis vier Millimeter dicke Bohrer, die für Markierungsbohrungen zum Vorbohren verwendet werden. Zentrierbohrer haben einen dicken Schaft, um ein Verlaufen zu verhindern und so eine möglichst hohe Präzision zu gewährleisten. Sie kommen insbesondere vor Bohrungen im Metall zum Einsatz, da Metallbohrer sehr oft verlaufen.
Bei Betonbohrern, auch „Widia-Bohrer“ genannt, ist an der Spitze ein Plättchen aus dem Hartmetall „Widia“ eingearbeitet. Dieses Metall wird nicht so schnell stumpf und erlaubt auch das Bohren in massiven Betonwänden.

Metallbohrer sind in der Regel mit einer Schneide in Kegelform ausgestattet. Sie verlaufen eher als andere Bohrer, weshalb Vorbohrungen mit einem Zentrierbohrer meist ratsam sind. Holzbohrer haben vorne in der Mitte stets eine dünne Spitze, die eine optimale Zentrierung ermöglicht. Drückt man diese Spitze vor dem Bohren in das Holz, so ist ein Verlaufen nahezu ausgeschlossen. Holzbohrer bestehen aus einer Chrom-Vanadium-Legierung und sollten stets geschärft sein, um ein Zersplittern des Holzes beim Bohren zu vermeiden.


FUNKTIONSWEISE UND ARTEN VON BOHRMASCHINEN

Bohrmaschinen wenden zum Bohren in verschiedenen Materialien, wie Holz, Metall oder Kunststoff, die Technik der „Zerspanung“ an. Dabei werden im Bohrvorgang von dem entsprechenden Material einzelne Späne abgetragen, wodurch dann das Loch entsteht. Angetrieben werden Bohrmaschinen durch Elektromotoren.

Allgemein lassen sich neben der handelsüblichen Pistolen-Bohrmaschine, die in der Hand geführt wird, verschiedene Varianten der Bohrmaschine unterscheiden:

Ständerbohrmaschinen sind feste Konstruktionen, in denen die Bohrmaschine eingebaut ist und in die das zu bearbeitende Material eingespannt wird. Über die entsprechenden Hebel kann der Bohrer dann punktgenau und präzise am zu bearbeitenden Material angesetzt werden.
Schlagbohrmaschinen sind Bohrmaschinen, bei denen eine spezielle Vorrichtung eingebaut ist, die den Bohrkopf so bewegt, dass dieser beim Bohren gleichzeitig Schläge auf das Material ausübt. Die Bohrkraft wird dadurch zulasten der Präzision erhöht. Schlagbohrmaschinen sind besonders zur Bearbeitung von Stein und Beton geeignet.

Von den Schlagbohrmaschinen sind wiederum die so genannten „Bohrhämmer“ zu unterscheiden. Diese funktionieren zwar ähnlich wie Schlagbohrmaschinen, üben aber eine deutlich geringere Schlagfrequenz auf das zu bearbeitende Material aus. Bohrhämmer sind daher besonders für Meißelarbeiten und Bohrungen im Stein geeignet.

Bohrmaschinen werden durch Elektromotoren zu einer Rechtsdrehung angetrieben. Elektromotoren wandeln elektrische Arbeit mit Hilfe von Magnetfeldern in mechanische Arbeit um. Dadurch können Kraft und Bewegung erzeugt werden. Die Elektromotoren in Bohrmaschinen gehören zu den so genannten Kommutatormaschinen und sind Allstrommaschinen.


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