DER MIKROWELLENHERD - EINE ZUFÄLLIGE ENTDECKUNG
Seit der Jahrhundertwende hat Elektrifizierung auch nicht vor
Omas Gas- und Kohleherd Halt gemacht. 1893 wurde auf der Weltausstellung
in Chicago der erste Elektroherd vorgestellt. Seit 1947 gibt
es Mikrowellenherde zu kaufen. In kürzester Zeit haben sie
eine enorme Verbreitung gefunden: In jedem dritten deutschen
Haushalt steht ein solches Gerät, benutzt wird es aber fast
nur zum Aufwärmen von kalten oder tiefgekühlten Speisen.
Der amerikanische Tüftler Percy Daron Spencer erfand den
Mikrowellenherd nahezu „so ganz nebenbei“, als er
nämlich mit elektromagnetischen Wellen im Kurzwellenbereich
herumexperimentierte. Ihm fiel auf, dass diese Strahlung Bonbons
in seinem Laborkittel zum Schmelzen gebracht hatte. Statt in
Panik zu verfallen, entwickelte er für die Firma Raytheon
daraus einen Küchenherd.
(Nachricht vom 03.08.2004)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
ERFURT RICHTET «OLYMPIADE DER KÖCHE» AUS
Für Leipzig hat es mit der Kandidatur für die Olympischen
Spiele leider nicht geklappt, dafür ist Erfurt jetzt Olympiastadt
geworden. Die thüringische Landeshauptstadt richtet in diesem
Herbst die „Olympiade der Köche“ aus. Über
1.100 Mitglieder der weißen Zunft aus rund 35 Ländern
werden von 17. bis 20. Oktober an den Herden um Gold-, Silber-
und Bronzemedaillen kämpfen.
Der Präsident des Verbandes der Köche Deutschlands (VKD),
Reinhold Metz, sprach sogar von einem „medialen Weltereignis“.
Aus Japan, Australien und den Vereinigten Staaten würden
nationale Fernsehteams anreisen, um über das Ereignis zu
berichten, das im Ausland offenbar viel bekannter sei als in Deutschland.
Die Olympiade der Köche fand das erste Mal vor 104 Jahren
in Frankfurt am Main statt. Mit Ausnahme der beiden Weltkriege
trafen sich die weltbesten Köche seitdem alle vier Jahre
zum Wettkampf. Der Weltbund der Kochverbände sieht derzeit
fünf Veranstaltungen weltweit als bedeutend an. Die Krönung
dabei ist die „Olympiade der Köche“.
(Nachricht vom 03.08.2004)
BACKMASCHINE MIT SUPERHIRN
„Stell dir vor, es gibt Apfeltorte, und dein Ofen macht alles
allein“. Mit einigen neuen Herden und Backöfen – zum
Beispiel von Miele - bleibt das keine Wunschvorstellung mehr. Ist
der Teig erst einmal in der Backform, wird die Apfeltorte tatsächlich
vollautomatisch gebacken, auf Wunsch „normal“ oder „dunkler
gebräunt“. Für das automatische Backen sind ein
Sensor und die Navitronic-Steuerung zuständig. Jener Sensor
misst den Sauerstoffgehalt der Backwaren. Während des Backvorgangs
zeigt das Gerät im Display sogar das voraussichtliche Ende
der Backzeit an. Beim Backen mit Automatikprogrammen herrscht stets
das optimale Klima im Backraum. Dafür sorgt die genannte Garraumklima-Steuerung.
Diese passt die Luftfeuchtigkeit im Backraum dem jeweiligen Rezept
an. Ein Beispiel: Damit die Apfeltorte perfekt gelingt, ist eine
höhere Luftfeuchtigkeit ideal, Sandkuchen oder Pizza mögen
es lieber trocken.
(Nachricht vom 03.08.2004)
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