CHAMPAGNER-COCKTAILS
Wer gerne einmal Champagner anders genießen möchte, sollte
einen leckeren Champagner-Cocktail versuchen. Besonders bekannt ist
der Bellini:
1 Pfirsich (weiß) bzw. Pfirsichmark, Champagner zum Auffüllen.
Den Pfirsich mit etwas Wasser/Zuckersirup pürieren. In eine Karaffe
gießen und den kalten Champagner dazugeben (im Verhältnis
1/4 Pfirsichsaft zu 3/4 Champagner). Mit etwas Zitronensaft abschmecken.
In kalten Gläsern servieren.
Prost!
(Alle Angaben ohne Gewähr)
WISSENSWERTES ÜBER CHAMPAGNER
Bei besonderen Anlässen trinkt man gerne einmal ein Gläschen
Champagner, denn der edle Tropfen steht für Festlichkeit und Einzigartigkeit.
Seinen Namen verdankt der begehrte Schaumwein einem nordfranzösischen
Landstrich, der Champagne. Die Champagne ist das nördlichste Weinbaugebiet
Frankreichs. Nur Schaumwein aus Trauben, die in der Région délimitée
de la Champagne viticole gewachsen sind, darf sich Champagner nennen.
Dort wurde bereits im 4. Jahrhundert Wein angebaut, den schon Louis
XIV. zu seinem Lieblingswein kürte. Bis etwa 1650 handelte es sich
in der Regel stets um stille Weine.
Benediktinermönche wie Dom Pérignon und Frère Jean
Oudart verfeinerten die Methoden der Champagnerherstellung und verliehen
dem Wein schließlich auch die prickelnden Perlen. Die feinen und
ursprünglich unerwünschten Bläschen waren das Ergebnis
frühzeitiger Abfüllung der Weine. Nachdem die Trauben oft
spät im Jahr gepflückt wurden, blieb den in den gepressten
Trauben enthaltenen Hefen nicht genug Zeit, den vorhandenen Zucker vollständig
in Alkohol umzuwandeln. Die kühlen Wintertemperaturen legten den
Fermentationsvorgang für einige Wochen lahm. Erst mit den wärmeren
Temperaturen des Frühlings kam dann die Gärung in der Flasche
ein zweites Mal in Gang. Das bei diesem Prozess entstandene Kohlendioxid
sammelte sich in der fest verschlossenen Flasche und sorgte für
das entscheidende Kribbeln. Die versehentlich erzeugten Perlen wurden
von da an immer weiter entwickelt und verfeinert und gehören zum
unverkennbaren Geschmack des Champagners dazu.
Für die schnelle Verbreitung des Champagners war ein königlicher
Erlass von 1728 entscheidend, der die Vermarktung von Flaschenweinen
und den Transport von Körben mit jeweils 50 bzw. 100 Flaschen erlaubte.
1729 gründete Nicolas Ruinart, ursprünglich ein Tuchhändler,
das älteste Handelshaus für Champagner. Weitere folgten, darunter
die Häuser Moet (1743), Clicquot (1772) und Heidsieck & Cie
(1776). Da sich die Erzeugung des Champagners zu dieser Zeit noch nicht
richtig planen ließ, galt der Handel mit Champagner eher als Glücksspiel
und die Handelshäuser wickelten daneben Geschäfte mit Wolle
und Stoffen, aber auch Bankgeschäfte, ab.
Erst zu Beginn des 19. Jahrhundert wurde die Erzeugung durch
technische Neuerungen, wie der ersten Flaschenabfüllmaschine
(1825), einer automatischen Verkorkung, Flaschenwaschanlagen
sowie der ersten Maschine zur Verdrahtung der Korken stabilisiert.
Es wurden weitere große Handelshäuser gegründet,
z.B. Henriot (1808), Bollinger (1829) und Mercier (1858) und
neue Absatzgebiete, wie z.B. Russland und die USA, erschlossen.
Champagner ist normalerweise eine Mischung aus jungen und älteren
Weinen. Jahrgangschampagner werden nur in außergewöhnlich
guten Jahren produziert. Die Cuvée setzt sich dann ausschließlich
aus Weinen des gleichen Jahrgangs zusammen. Dieser Champagner
wird dann „Champagne millésimé“ genannt.
Champagner muss mindestens ein Jahr lagern. Das Flaschenetikett
muss die Bezeichnung „Champagner“, die Erzeuger-Nummer
und Herstellerangaben (Haus, Winzer, Winzergenossenschaft und
Nebenmarke bei Sonderabfüllungen) tragen. Zudem muss die
Geschmacksrichtung und bei Jahrgangs-Champagner das Weinjahr
angegeben werden. Verkorkt dürfen die Flaschen nur mit
einem Naturkorken werden. Dieser trägt auf der Unterseite
den Aufdruck „Champagne“.
Überall auf der Welt wurde bereits versucht, champagnergleiche
Produkte zu erzeugen. Teilweise erstaunlich gute Schaumweine
sind somit z.B. in Deutschland, Italien, Frankreich und den
USA entstanden, welche jedoch die Klasse des Champagners nicht
erreichen.
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