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Feinkost

SPARGEL- DAS ELFENBEIN IN DER KÜCHE

Pünktlich zum Sommerbeginn erfreuen sich Feinschmecker am unvergleichlichen Geschmack des Spargels. Über mehrere Wochen sieht man überall auf Märkten und an Ständen das edle Gemüse liegen. Nicht umsonst wird Spargel als „weisses Gold“ oder „essbares Elfenbein“ bezeichnet, denn das Gemüse kann nur für einige Wochen im Jahr gestochen werden und gilt somit als Delikatesse.

Archäologen behaupten, das Gemüse bereits auf Fresken der alten Ägypter entdeckt zu haben, mit Beschriftungen, die auf eine potenzanregende Wirkung schließen lassen. Da der Spargel zum Wachsen ein anderes Klima benötigt, halten Wissenschaftler diese These jedoch für eher unwahrscheinlich.

Heute noch werden in Griechenland die Sprossen von Aspáragus acutifólius (Dornenspargel) gesammelt, der etwas kräftiger als der uns geläufige Spargel schmeckt. Allerdings gibt es keine Belege dafür, dass die Griechen das Gemüse als erstes kultiviert haben. Griechische Niederschriften von 400 v. Chr. berichten allerdings schon von harntreibender und entwässernder Wirkung des wohlschmeckenden Gemüses.

Zum Verzehr kultiviert haben wohl die Römer den Spargel, denn man fand Anleitungen, die den Spargelanbau im Garten beschrieben. Allerdings war der damalige Anbau vollkommen abweichend von den uns heute bekannten Vorgehensweisen. Die Beschreibungen, die man ungefähr auf 200 v. Chr. datieren kann, lassen darauf schließen, dass Spargel bei den Römern eine beliebte Speise war.

Über den Spargelanbau in Deutschland ist kaum etwas überliefert. Man vermutet, dass die Römer ihn, wie auch Werkzeuge, Kräuter und andere Dinge, mit sich brachten. Es wird berichtet, dass zurückkehrende Kreuzfahrer in der Mitte des 13. Jahrhunderts Spargelsamen nach Deutschland einführten. Spargel wurde hierzulande allerdings zunächst vornehmlich als Arzneimittel und weniger als Gemüse angebaut.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war Spargel auch bei uns schon allgemein bekannt. Ungefähr zu dieser Zeit wurden auch heute noch bekannte Spargelregionen erschlossen. Spargel wurde zunächst als Grünspargel kultiviert. Aus Schriften um 1900 geht hervor, dass grüner Spargel sich innerhalb Europas allgemeiner Beliebtheit erfreute und lediglich in Norddeutschland weißer Bleichspargel bevorzugt wurde. Erst später setzte sich in ganz Deutschland der weiße Spargel durch.

Bis in die heutige Zeit schätzt man Spargel nicht nur wegen seines Wohlgeschmacks, sondern auch wegen seiner angeblichen Heilwirkung und der vielen Nährstoffe, die das Gemüse enthält.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


DELIKATESSE FISCH

Frischer Fisch ist nicht nur sehr eiweißhaltig und leicht bekömmlich, sondern richtig zubereitet auch eine wahre Delikatesse. Neben dem bereits erwähnten Proteingehalt ist Fisch wichtig für die Versorgung des Menschen mit Jod, verschiedenen Vitaminen und Spurenelementen. Der Fettgehalt besteht zum größten Teil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren und wird daher als gesund und kalorienarm eingestuft. Wenn Sie ein Mahl mit frischem Fisch zubereiten möchten, sollten Sie beim Kauf von Frischfisch einige Punkte berücksichtigen:

Älteren Fisch erkennen Sie an einer blassen Farbe, einer trüben Schleimschicht, dunkelrot bis bräunlich gefärbten Kiemen, trüben, eingefallenen Augen und dem charakteristischen Fischgeruch.

Bewahren Sie Frischfisch nicht länger als 1 Tag im Kühlschrank auf. Legen Sie ihn am besten auf einer umgestülpten Untertasse in eine Metall-, Porzellan oder Glasschüssel mit Klarsichtfolie abgedeckt, dann liegt er „trocken“, denn alle austretenden Flüssigkeiten können an den abgeschrägten Rändern abfließen.

Bereiten Sie Fisch immer nach der „3-S-Regel“ zu: Säubern, Säuern, Salzen: Waschen Sie den Fisch unter fließendem Wasser, trocknen Sie ihn ab, beträufeln Sie ihn mit Zitronensaft oder Essig und salzen Sie erst unmittelbar vor der Zubereitung.


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