NEUER TREND: ZIGARREN- UND KAFFEE-DESTILLATE
Viele Gourmets schätzen seit langem die harmonische Kombination
von Zigarren mit einem guten Schluck Cognac, Whisky, Rum, Brandy
oder Port. Noch relativ neu für den passionierten Zigarrenliebhaber
sind hingegen perfekte Zigarrenschnäpse – und seit Kurzem
gewinnen auch spezielle Kaffee-Destillate immer mehr Anhänger.
Was unterscheidet diese speziellen Zigarren- oder Kaffee-Destillate
von einem herkömmlichen Brand? Diesen Zusatztitel für
die Begleitung feiner Zigarren oder als Bereicherung einer Tasse
Kaffee dürfen längst nicht alle Destillate ihr eigen nennen.
Grundsätzlich geht es um die Auswahl der richtigen Obstsorten
beziehungsweise Basiskomponenten.
Die Auswahl bei Zigarren-Destillaten reicht vom duftigen Orangenblüten-Muskateller über
die klassische Zwetschge oder charaktervollen Cuvées aus alten
Apfelsorten bis hin zum Getreide- oder Bockbierbrand. Bei Kaffee-Destillaten
sind es vor allem Brände aus Steinobstsorten, Traube und Wein,
die in Geschmack und Aroma harmonieren. Ersichtlich wird, wie unterschiedlich
diese neuartigen Destillate von der Idee und Konzeption sein können,
dabei aber alle wichtigen Erwartungen wie Reife, Dichte, Komplexität
und Charakter erfüllen, die Kenner an die Spirituose stellen.
Der besondere Reiz dieser Edelbrand-Spezialitäten ist das Zusammenspiel
aus Frucht und Holz mit einer feinen Süße, die ohne Zuckerzugabe
bei der Destillation zustande kommt. Damit werden die Aromen des Tabaks
oder eben des Kaffees bestens unterstützt. Diese Harmonie entwickelt
sich vor allem durch die Reifung in 225-Liter-Eichenfässern,
den so genannten Barriques, bis sich die Sekundäraromen voll
entfaltet haben. Gelten bei Zigarren-Destillaten rund 48 %Vol. als
passender Gehalt, so werden bei Kaffee-Destillaten etwas weniger,
rund 42 %Vol bevorzugt.
(Nachricht vom 10.11.2003)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
SINKENDE NACHFRAGE FÜR KAVIAR UND CHAMPAGNER
Laut dem Statistischen Bundesamt sind Kaviar und Champagner
in Deutschland offenbar kein „Muss“ mehr für
das Weihnachtsfest oder die Silvesterparty. In den drei letzten
Monaten des Jahres 2002 entfielen gut 42 Prozent der Kaviar-Einfuhr
und 39 Prozent des Champagner-Imports. So entwickelte sich der
Import beider Produkte rückläufig um 5,4 bzw. 3,9
Prozent.
Die Importsituation im neuen Jahrtausend hat sich insgesamt stark
verändert. Die Nachfrage nach Kaviar und Champagner ist heute
erheblich geringer als in den 90er-Jahren. So wurden 1993 noch fast
100.000 Kilo Kaviar nach Deutschland importiert. Im Vergleich dazu
stehen 17.400 Kilogramm Kaviar im Jahre 2002. Der Störrogen stammte überwiegend
aus dem Iran (77 Prozent), aus Russland (16 Prozent) und Rumänien
(5 Prozent). Die Einfuhr von Champagner aus Frankreich erreichte 1997
mit 13,6 Millionen Litern ihren Höchststand und liegt 2002 bei
nur noch 8,5 Millionen Liter.
(Nachricht vom 31.12.2003)
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