VITAMINPRÄPARATE SCHÜTZEN VOR HERZINFARKT
Wer regelmäßig oder gelegentlich dem Tagesbedarf entsprechend
dosierte Multivitaminpräparate einnimmt, vermindert möglicherweise
die Gefährdung für einen Herzinfarkt, und zwar unabhängig
davon, wie gesund er sonst lebt. Dies ist das Resultat einer schwedischen
Studie mit über 3.000 Testpersonen aus der Normalbevölkerung
zwischen 45 und 70 Jahren. Nachgewiesen werden konnte der positive
Effekt einer solchen Nahrungsergänzung. Das erstaunliche:
weder durch gesunde Ernährung noch durch körperliche
Aktivität wurde der Effekt der Nahrungsergänzung beeinflusst.
Selbst die Rauchgewohnheiten hatten dabei keine Bedeutung, zumindest
nicht bei Männern. Nur Frauen, die rauchten, nützten
die Vitamine mehr als Nichtraucherinnen. In 80 Prozent der Fälle
nahmen die Testpersonen Multivitamin-Multimineralpräparate
als Nahrungsergänzung zu sich.
(Nachricht vom 03.02.2004)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
REDUZIERTES ARTERIOSKLEROSE-RISIKO
Bei Männern mit hohem Cholesterinspiegel reduziert sich das
Risiko einer Arteriosklerose durch regelmäßige Bewegung,
kombiniert mit der Einnahme von Vitamin C und E sowie der Aminosäure
L-Arginin besonders deutlich. Das berichten jetzt Forscher der Universität
von Kalifornien in Los Angeles.
Die Ursache des positiven Effektes sehen die Wissenschaftler in einer
erhöhten Konzentration des Herz und Kreislauf schützenden
Moleküls Stickstoffmonoxid (NO) im Körper der Tiere. Dieses
werde bei regelmäßigem gemäßigtem Training vermehrt
aus der zusätzlich eingenommenen Aminosäure Arginin produziert.
Aufgrund der zugleich höheren Blut-Konzentrationen der ebenfalls
antioxidierenden Vitamine C und E bleibe NO zudem länger wirksam,
erklärt der Studienleiter Louis Ignarro, der für die Aufklärung
von Wirkmechanismen des NO im Jahr 1998 den Nobelpreis erhalten hatte.
Auch die Einnahme der Nahrungsergänzungen allein sowie regelmäßiges
Training reduzierte arteriosklerotische Gefäßschädigungen
in Versuchstieren bereits um 35-40 Prozent. Kombiniert verstärkten
sich die Effekte allerdings gegenseitig deutlich. Ähnlich positive
Auswirkungen seien auch bei Menschen wahrscheinlich, vermutet Ignarro.
(Nachricht vom 26.05.2004)
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