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Rotwein

ROTWEIN

Rotwein ist schon aus der Antike als begehrtes Getränk bekannt. Unter anderem wurde er bereits 400 v. Chr. bei Störungen des Herz-Kreislaufsystems verordnet. Seit dem 6. Jahrtausend vor Christus wurde Weinbau in Vorderasien betrieben. Über Griechenland und das Römische Reich breitete sich der Wein als alkoholisches Genussmittel in ganz Mitteleuropa aus. Da Wasser oft verschmutzt und verseucht war, zog man den Wein als Getränk vor, da bei diesem durch den Alkohol die Keime abgetötet wurden. Weitere Anzeichen stammen aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. aus dem Iran und Mesopotamien. Auch im Christentum hatte der Rotwein schon früh eine besondere Bedeutung, denn er wurde zur Abendmahlsfeier als Symbol für das „Blut Christi“ getrunken.

Rotwein wird sowohl aus roten als auch aus hellen Trauben gewonnen. Er erhält seine Farbe und seinen kräftigen Geschmack durch die Maische-Gärung (Maische beinhaltet die ganze Frucht, nicht nur den Saft). Die Maische wird vor dem Keltern in Bottichen gelagert, wo sie von selbst zu gären beginnt. Da Farbstoffe, Aromastoffe und die Gerbsäure Tannin in den Schalen enthalten sind, werden diese mit vergoren. Erst nach diesem Vorgang wird der rote Saft mehrfach gefiltert.

Die bekanntesten Rebsorten, aus denen weltweit vorzügliche Rotweine hergestellt werden, sind Cabernet Sauvignon und Merlot (z. B. für Bordeaux-Weine) sowie Pinot Noir (z. B. für Burgunder-Weine). Es gibt aber weitere Sorten, aus denen in bestimmten Weinanbaugebieten ebenfalls erstklassige Rotweine hergestellt werden können.

Die bekanntesten Anbaugebiete von Rotwein sind:
  • Bordeaux
  • Burgunder
  • Chianti
  • Rioja
  • Barolo

Der Weinlagerung wird speziell bei Rotweinen eine große Bedeutung beigemessen. Je nachdem, wie man den Wein aufbewahrt, kann ein guter Rotwein über mehrere Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte gelagert werden. Bis zu einem gewissen Punkt wird dabei die Qualität des Rotweines verbessert, was aber auch vom Jahrgang mit den entsprechenden Klimaverhältnissen abhängig ist. Diese Regel gilt aber bei weitem nicht für alle Weine. Insbesondere Massenweine erfahren keine Qualitätsverbesserung durch eine längere Lagerung. Für eine gute Lagerung sollten Temperatur und Luftfeuchtigkeit stimmen. Die ideale Temperatur beträgt 13 Grad Celsius bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit und sollte möglichst gleich bleibend gehalten werden. Diese idealen Voraussetzungen erfüllen zum Beispiel Keller, die sich unter der Erdoberfläche befinden und mit Naturboden versehen sind. Während der Lagerung verändert der Wein seinen Geschmack und seine Farbe. Eine Gefahr für Qualitätsminderung birgt der Korken, mit dem die Flaschen verschlossen sind. Gibt er seinen Geschmack an den Wein ab, spricht man davon, dass der Wein „korkt“. Bei Lagerungen über viele Jahre steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Wein zu „korken“ beginnt, stark an.

Junger Rotwein schmeckt leicht gekühlt am besten, denn sie sind meist etwas spritziger und leichter im Geschmack. Ältere und kräftigere Weine sollten bei Zimmertemperatur serviert werden. Rotwein trinkt man idealerweise aus größeren, bauchigen Gläsern, da durch das Volumen mehr Sauerstoff an den Wein gelangt und sich Bukett- und Geschmacksstoffe voll entfalten können.

TIPP:

Trockene, säurebetonte und herzhafte Rotweine passen zu Pasteten, gebratenem Fisch, zu kurz gebratenem Fleisch, Geflügel, Teigwaren, Mehlspeisen und mildem Käse.
Blumige, mild-liebliche Rotweine trinkt man zu zarterem Fleisch in hellen Saucen oder Fruchtdesserts.
Feurige, samtige Rotweine schmecken am besten zu Reh, Hirsch, Wildschwein, Lamm oder zu herzhaftem Käse.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


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