MÜSLI VERSTÄRKT DIE WIRKUNG VON VITAMIN E
In verschiedenen Nahrungsmitteln absorbiert der Körper das Vitamin
unterschiedlich gut: Wer trotz fettarmer Ernährung ausreichend
Vitamin E zu sich zu nehmen möchte, sollte am besten zu angereicherten
Getreideprodukten wie Cornflakes und Müsli greifen. Über diese
zusätzlich mit Vitaminen versetzten Frühstücksflocken
wird Vitamin E vom Körper sehr gut aufgenommen. Durch Pillen mit
Vitamin E zur Nahrungsergänzung ist dies dagegen nicht garantiert – selbst
wenn sie gemeinsam mit Getreideflocken verzehrt werden. Ist das Vitamin
direkt einem Lebensmittel zugesetzt, das ein wenig Fett enthält,
kann der Körper es besser aufnehmen.
Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidans, das bei der Vorbeugung gegen
Herzkrankheiten, Krebs und Alzheimer eine große Rolle spielt.
Das fettlösliche Vitamin ist beispielsweise in Nüssen, Fisch,
bestimmten Gemüsesorten und Ölen wie Distel- oder Olivenöl
enthalten. In modernen Ernährungsweisen, bei denen verstärkt
auf fettarme Ernährung geachtet wird, kommt es jedoch häufig
nur geringfügig vor, weshalb eine Ergänzung mit Vitamin
E sinnvoll sein kann.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
VITAMIN D KANN HERZINFARKTRISIKO SENKEN
Für ältere Frauen ist die Gefahr eines Herzinfarkts offenbar
geringer, wenn sie regelmäßig Vitamin D zu sich nehmen. Forscher
gehen davon aus, dass die tägliche Vitamin-D-Einnahme das Risiko
etwa um ein Drittel senkt. Das Vitamin verbessert die Kalzium-Aufnahme
der Knochen und senkt gleichzeitig den Kalziumgehalt im Blut. Da Kalzium
sich zusammen mit Fetten an den Wänden von Blutgefäßen
ablagern kann, haben Ärzte schon länger vermutet, dass Vitamin
D den Kreislauf entlastet. Vitamin D kann der Körper indes auch
selbst mit Hilfe von Sonnenlicht herstellen. Außerdem enthalten
Seefische, Eier und Pilze das Vitamin.
VITAMIN GLOSSAR
Vitamin A (Retinol)
Fettlösliches Vitamin, das für den Sehvorgang, Wachstum, Fortpflanzung
und die Schleimhäute von Bedeutung ist. Wichtige Anzeichen von
Vitamin-A-Mangel sind Nachtblindheit sowie Austrocknung und Schuppung
der Haut und Schleimhäute. Eine stark überhöhte Zufuhr
von Vitamin A führt zu schweren gesundheitlichen Schäden.
Der Vitamin-A-Bedarf wird direkt durch Lebensmittel tierischer Herkunft
und durch das Provitamin A der pflanzlichen Lebensmittel gedeckt. Vitamin
A findet man in Lebertran und Leber, Provitamin A insbesondere in Karotten.
Vitamin D (Calciferol)
Fettlösliches Vitamin, das die Aufnahme von Calcium und Phosphat
aus dem Darm fördert. Außerdem ist Vitamin D an der Mineralisierung
des Knochens beteiligt. Mangel an Vitamin D führt zu mangelnder
Mineralisierung der Knochen. Bei Kindern führt dies zu Rachitis
und im Erwachsenenalter zu Osteomalazie. In hoher Konzentration kommt
Vitamin D nur in Leberfett von Meeresfischen vor. Es darf aber verschiedenen
Lebensmitteln (z.B. Margarine) bei der Herstellung zugegeben werden.
Der Körper bildet auch selbst durch Einwirkung von UV-Licht in
der Haut Vitamin D. Eine stark überhöhte Vitamin-D-Zufuhr
kann zu Knochenverformungen führen.
Vitamin E (Tocopherol)
Fettlösliches Vitamin, dessen Funktion noch nicht vollständig
geklärt ist. Es schützt den Organismus unter anderem vor
schädlichen Oxidationen und stabilisiert die Zellmembranen. Bei
gesunden Menschen tritt praktisch kein Vitamin-E-Mangel auf. Hohe
Vitamin-E-Gehalte befinden sich in Weizenkeimöl, Maisöl,
Sonnenblumenkernen und -öl, Mandeln und Sojaöl.
Siehe auch: Antioxidantien
Vitamin K
Fettlösliches Vitamin, das vor allem an der Bildung der Blutgerinnungsfaktoren
beteiligt ist. Entsprechend führt ein Mangel an Vitamin K zu
einer erhöhten Blutungsneigung. Die Bakterien der Darmflora sind
in der Lage, große Mengen an Vitamin K zu bilden. Dies scheint
zumindest teilweise zur Bedarfsdeckung beizutragen. Vitamin K ist
außerdem reichlich in Blattgemüse und Leber enthalten.
Ein Vitamin-K-Mangel ist praktisch unbekannt. Verschiedene Substanzen,
die die Blutgerinnung hemmen (z.B. Markumar), wirken als Gegenspieler
des Vitamin K.
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Wasserlösliches Vitamin, das insbesondere für die Bildung
von Bindegewebe und Knorpel von Bedeutung ist, die Wundheilung fördert
und die Resorption von Eisen begünstigt. Es ist nach wie vor
umstritten, ob Vitamin C die Abwehrkräfte des Körpers gegen
Infekte stärkt. Massiver Vitamin-C-Mangel führt zu Skorbut,
der heute sehr selten ist. Besonders reich an Vitamin C sind Sanddorn,
Johannisbeeren, Kiwi, Tomaten, Paprika und Zitrusfrüchte. Kartoffeln
sind, da sie in relativ großen Mengen und regelmäßig
verzehrt werden, ebenfalls sehr wichtige Vitamin-C-Lieferanten.
B-Vitamine (B-Komplex)
Zusammenfassende Bezeichnung für verschiedene Vitamine:
Vitamin B1 , Vitamin B2 , Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6
, Biotin, Folsäure und B12. Diese Vitamine sind alle wasserlöslich
und werden in jeder Körperzelle benötigt. Sie können
fast alle nur in geringem Umfang im Organismus gespeichert werden
und müssen daher sehr regelmäßig mit der Nahrung zugeführt
werden. Wichtige Lebensmittel zur Versorgung des Körpers mit
B-Vitaminen sind z.B. Vollkornmehl, Hefe, Innereien, Milch- und Sauermilchprodukte,
Hülsenfrüchte, Kohl und Salat.
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