DER WEIHNACHTSSTERN
Die meisten Menschen bringen den Stern von Bethlehem in Verbindung
mit einem Kometen. Chinesische Aufzeichnungen belegen das Erscheinen
eines Kometen im Jahr 5 v. Chr., der auch im Vorderen Orient zu sehen
gewesen ist. Gegen einen Kometen als Stern von Bethlehem spricht allerdings,
dass Kometen in der Astrologie des Altertums als Unheilsbringer angesehen
wurden. Das Erscheinen eines "schmutzigen Schneeballs" wurde
damals immer in Verbindung gebracht mit Hungersnöten, Erdbeben
oder Dürren - auf keinen Fall mit der Geburt eines Königs.
Die These über die dreifache Planetenkonjunktion von Jupiter
und Saturn gehört wissenschaftlich zu den bekanntesten Theorien über
den "Stern von Bethlehem". Im Jahr 7 v. Chr. kam es zu einer
außerordentlichen Begegnung von Jupiter und Saturn am Himmel:
die beiden Planeten kamen sich sehr nahe (Konjunktion) und das innerhalb
eines Jahres sogar dreimal. Dreifachkonjunktionen von Planeten sind
selten.
Entscheidend für die Theorie einer Planetenkonjunktion
ist nicht nur seine Beobachtung, sondern seine astrologische
Deutung. Alles, was sich am Himmel abspielte, entsprach für
die "Weisen" aus Mesopotamien Ereignissen auf der
Erde. Die Konjunktion von Saturn und Jupiter konnte infolge
der astrologischen Deutung nur einen Höhepunkt "im
Himmel wie auf Erden" bedeuten: ein neuer König musste
in Palästina geboren worden sein. Gegen die Theorie der
Planetenkonjunktion im Jahr 7 v. Chr. spricht allerdings, dass
wir es hier mit zwei Planeten zu tun haben. Zu keinem Zeitpunkt
haben aber Jupiter und Saturn so nahe beieinander gestanden,
dass sie wie ein einziger heller Stern leuchteten. Das Matthäus-Evangelium
erwähnt aber einen hellen Stern. Fazit: Bis heute gibt
es keine abschließende Antwort auf das Phänomen des
Sterns von Bethlehem. Vielleicht hat es ihn als astronomisches
Ereignis nie gegeben und die Antwort liegt in der symbolischen
Kraft des Lichts: Wo ein Stern in der Dunkelheit hell leuchtet,
ist Hoffnung.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
DER CHRISTBAUM
Der Baum symbolisiert in allen Kulturen und Religionen das Leben.
Bäume spielen auch in der Bibel eine große Rolle, wie zum
Beispiel der Baum im Paradies. Der Christbaum hat seinen Ursprung
im mittelalterlichen Krippenspiel in der Kirche. Vor dem eigentlichen
Krippenspiel fand das Paradiesspiel statt, in dem gezeigt wurde, wie
durch Adam und Eva die Sünde in die Welt kam. Zu diesem Spiel
gehörte ein immergrüner Baum - der Paradiesbaum - von dem
die „Frucht” gepflückt wurde. Diese Frucht war nach
damaligem Denken ein roter Apfel. Mit den Jahren wurde der Paradiesbaum
immer aufwendiger mit Nüssen, Festgebäck und Süßigkeiten
geschmückt. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde der Paradiesbaum
auch unabhängig vom Krippenspiel aufgestellt und etablierte sich
als eigenständiges Symbol der Advents- und Weihnachtszeit. Der
erste Chrisbaum als Gabenbaum ist 1605 in Straßburg belegt,
der aber ohne Kerzen hergerichtet war. Erst im Laufe des 18. und 19.
Jahrhunderts standen die Christbäume dann auch in den Wohnzimmern
gläubiger Familien. Durch den deutschen Prinzgemahl der britischen
Königin Victoria, Albert, fand der Weihnachtsbaum auch nach England.
DIE WEIHNACHTSFARBEN GRÜN UND ROT
Die Farbe grün steht allgemein für das noch Wachsende. Im
Sprachgebrauch findet sich dies auch in Redewendungen wieder, wie zum
Beispiel „noch grün hinter den Ohren sein“. Im Mittelalter
wird Grün in der Form winterlichen Immergrüns zum Kennzeichen
wieder erwachenden Lebens. Grün symbolisiert nicht nur die Hoffnung
auf Lebenserhalt im dunklen Winter, sondern auch die Treue. Deshalb
werden auch die symbolischen immergrünen Gewächse verwendet:
Fichte, Tanne, Kiefer, Eibe, Buchsbaum, Ilex (= Stechpalme), Mistel,
Stechginster, Wacholder, Efeu, Kronsbeere und Rosmarin.
Rot erinnert an das Blut Christi, das er am Kreuz vergossen hat,
damit die Welt erlöst werde. Die Farbkombination von Grün
und Rot versinnbildlicht Christen also die übernatürliche
Hoffnung. Die Farben schmücken oft den Christbaum, Weihnachtspost
und Verpackungsmaterial der Geschenke.
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