VOR AKTIENERWERB SOLLTEN ANLEGER SICH INFORMIEREN
Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) empfiehlt Privatanlegern, die den Kauf einer
neuen Aktie erwägen, erst einmal zu prüfen, ob der Wert einer Aktie
mit den Gewinnprognosen des Unternehmens übereinstimmt. Bei der Gewinnanalyse
sollten Verbraucher sich jedoch nicht nur an unternehmenseigenen Informationen
und Prognosen orientieren, sondern hauptsächlich die Bewertungen unabhängiger
Analysten heranziehen. Auf diese Weise können Sie als Verbraucher das Risiko
eines schnellen Werteeinbruchs minimieren. In diesem Zusammenhang gibt es eine
(nahezu) allgemeingültige Faustregel: nur wenn Unternehmensgewinne entsprechend
wachsen, können Aktien steigen.
(Angaben ohne Gewähr)
TRENDS 2004
Auch wenn deutsche Aktienwerte in 2003 durchaus erfolgreich waren,
sollte man in diesem Jahr eher mit Vorsicht an den Aktienhandel gehen.
Unbestritten empfehlen sich Wertpapieranleihen noch immer, doch sollte
man einen gut ausgewogenen Mix aus verschiedenen Geldanlage-Modellen
erwägen. Im Zusammenhang mit Aktien sehen Analysten ein viel
versprechendes Potenzial in Regionen, die außerhalb Europas
und der USA liegen. Besonders China sticht hier heraus. So konnte
sich beispielsweise der chinesische Versicherungskonzern China Life
nach seinem Aktien-Launch Ende 2003 bis dato durch Stabilität
und steigende Wachstumszahlen behaupten. Wie vorher jedoch bereits
erwähnt, kommt es auf die Mischung aus rentablen Anlagemodellen
an.
AKTIE: OPTIMALE GELDANLAGE
Deutsche Standardaktien aus dem Leitindex DAX waren 2003 die optimale
Geldanlage. Somit scheint die über drei Jahre lang anhaltende
Talfahrt der Aktien beendet zu sein. Der Bundesverband Deutscher Banken
in Berlin verkündete, dass deutsche Standardwerte in 2003 bei
einer Anlagedauer von einem Jahr einen durchschnittlichen Wertzuwachs
von nahezu 30 Prozent verzeichneten. Im Vergleich dazu boten festverzinsliche
Anlagen in 2003 nur geringe Renditechancen.
TELEKOM-AKTIEN GEWINNEN WIEDER AN ATTRAKTIVITÄT
Europaweit lässt sich ein allgemeiner Aufschwung der Telekomaktien
beobachten. So verzeichnete die deutsche Telekom-Aktie im Januar 2004
erstmals seit zwei Jahren einen Wert, der über dem des Emissionspreises
von 1996 lag. Ähnliche Entwicklungen lassen sich auf anderen europäischen
Aktienmärkten beobachten. Analysten von Goldman Sachs prognostizieren
den europäischen Telekomwerten in diesem Jahr eine durch und durch
positive Entwicklung. Ob die deutsche Telekomaktie noch einmal an den
Spitzenwert von 105 Euro herankommt, ist zwar fraglich, doch rechnen
die Experten mit einem deutlichen Wertzuwachs. Der Aufschwung der Telekomaktien
hat verschiedene Ursachen. Zum einen bewegen sich an der Börse
notierte Telekommunikationsunternehmen durch massive Einsparungsmaßnahmen
wieder auf dem Weg raus aus der Roten-Zahlen-Zone. Anleger honorieren
diese Entwicklung und bauen wieder Vertrauen zu den Telecoms auf, was
sich in steigender Aktiennachfrage äußert. Zum anderen verwenden
Telekommunikationsunternehmen mittlerweile wieder ihre Mittelzuflüsse,
um Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe tätigen zu
können. Der Hauptgrund liegt laut der Analysten von Goldman Sachs
jedoch in der positiven Wachstumschance der Telekommunikations-Branche.
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