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STEUERN FÜR REICHE RENTNER

Ab dem 1.Januar werden 1,3 Millionen Rentner steuerpflichtig. Die Steuern auf Altrenten steigen und Zusatzeinkünfte wie Lebensversicherungen werden zwangsversteuert. Ein anderes Beispiel sind Mieteinkünfte – wurden diese bisher mit der Rente zusammengerechnet, werden sie nun als Zusatzeinkommen behandelt und müssen besteuert werden. Viele Rentner werden also unwissentlich in die Steuerpflicht hineinschlittern und sich dann wundern, wenn sie Post vom Finanzamt bekommen – denn eine enge Zusammenarbeit der Finanzämter mit der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte stellt sicher, dass dem Fiskus so leicht nichts entgeht.

(Nachricht vom 23.11.2004)

(Alle Angaben ohne Gewähr)


AUFBAU OST: FINANZMITTEL WERDEN FALSCH EINGESETZT

Schon oft hat man gehört, dass die Finanzmittel, die der Bund im Osten einsetzt, in falsche Hände fließen. Bestechungen wie beim LEUNA-Skandal scheinen nicht der Einzelfall zu sein. Doch dies ist nicht die einzige Art, wie der Osten um Investitionen gebracht wird – wie Finanzminister Hans Eichel (SPD) kritisiert, werden die Mittel oft eingesetzt, um laufende Ausgaben zu decken, und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, für Infrastrukturprojekte. Verkehrsminister Manfred Stolpe, unter anderem auch zuständig für den Aufbau Ost, wies die Vorwürfe als unhaltbar zurück.

(Nachricht vom 23.11.2004)


TAUSEND LEGALE STEUERTRICKS – AUCH FÜR DIE LÄNDER

Was man so manch reicher Familie vorwirft, scheint zumindest laut dem Bund der Steuerzahler auch auf die Bundesländer zuzutreffen: was die Finanzen angeht, wird getrickst, was das Zeug hält. Da werden Bilanzen schön gerechnet, Rücklagen verschwiegen und Staatsbetriebe zum Schein privatisiert, und zwar quer über das Parteienspektrum – von Baden-Württemberg (CDU/FDP-Koalition) bis Nordrhein-Westfahlen (SPD/Grünen). Es scheint an allen Ecken und Enden zu brennen: viele Länderhaushalte sind durch die Schönrechnerei eigentlich gesetzwidrig – in Wahrheit liegt die Investitionsquote unter der Schuldenquote. Dies ist jedoch nach deutschem Bundesrecht nicht zulässig. Gemäß dem Bund der Steuerzahler würde auch die Bundesregierung solche Tricks anwenden.

(Nachricht vom 25.11.2004)


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