aalloo
Verzeichnis
Auto & Motorrad Dating Foto & Video Mode Sport & Freizeit
Baby & Kind Elektrogeräte Haus & Garten Musik Telekommunikation
Bücher Essen & Trinken Immobilien Reisen TV, DVD & HiFi
Büro Filme Kosmetik Software Sonstiges
Computer Finanzen Kultur Spielzeug
Kategorie Finanzen > Kredite
Sie befinden sich im Bereich: Home >

Finanzen

 > 

Kredite

HANDY ALS SCHULDENFALLE

Mit der weltweiten rasanten Verbreitung von Mobilfunktelefonen gegen Ende der Neunziger Jahre wurde eine neue Generation von Schuldenträgern erzeugt: Jugendliche. Meist noch nicht einmal volljährig, wollte jeder ein Handy mit dazugehörigem Vertrag sein Eigen nennen, um in diesem Maße noch nie vorhandene Freiheiten zu genießen. Leider dachte man vor ein paar Jahren noch nicht wirklich an die damit verbundenen Kosten. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen noch keinen eigenen Vertrag abschließen. Daher fungierten an dieser Stelle meist Eltern oder volljährige Freunde als Vertragsnehmer. Und in vielen Fällen kam auf den Fuße folgend die böse Überraschung: Handyrechnungen von mehr als 1000 Euro monatlich, in Extremfällen sogar über 2000 Euro. Es ist daher nicht mehr verwunderlich, warum die Anzahl von verschuldeten Jugendlichen mit teilweise mehr als 4000 Euro Handyschulden nie höher war als heute. Dies erklärt auch den explosionsartigen Anstieg der Summe aller in Deutschland aufgenommenen Privatkredite. Belief sich 1975 die Summe aller in Deutschland aufgenommenen Kredite von Privathaushalten auf 15 Milliarden Euro, so sehen wir uns heute mit einer Gesamtsumme von über 220 Milliarden Euro konfrontiert.

Vor allem die ständige technische Weiterentwicklung von Mobilfunktelefonen, die aufgrund der Produktattraktivität ein steigendes Kaufinteresse seitens der vornehmlich jungen Verbraucher mit sich bringt, lässt keinen Trend nach Einsparung des Mobiltelefonierverhaltens erkennen. MMS-Handys mit neuartigen Multimedia-Funktionen, das Verschicken von Bildmitteilungen, das bei einer MMS zwischen 50 Cent und 1,40 Euro liegt und der allgemeine Wunsch nach ständiger Erreichbarkeit können vor allem junge Menschen schnell in die Schuldenfalle treiben.

Was aber kann man tun, um die Handykosten bei Jugendlichen in Grenzen zu halten oder sogar zu senken? Generell ist es bei Kindern ratsam, unter dem Gesichtspunkt der Kostenkontrolle vom Abschluss eines Handyvertrages mit einem Netzbetreiber abzusehen. Denn nur bei Prepaid-Karten haben Eltern die Chance, die durch das Kind verursachten Handykosten einzugrenzen. Wenn die Prepaid-Karte leer telefoniert ist, kann der Handyhalter nach wie vor SMS und eingehende Anrufe erhalten und entgegennehmen. Darüber hinaus besteht zwischen Prepaid- und Vertragstarifen im Vergleich zu früher kein frappanter Unterschied mehr. Eine weitere Möglichkeit, das Telefonierverhalten Ihres Kindes zu steuern, ist die Anrufsperre für bestimmte Nummern (z.B. 0190). Praktisch könnte dies folgendermaßen aussehen: Ihr Kind kann von seinem Handy aus nur Ihre Festnetznummer, Ihre Handy- und Büronummer und die seiner besten Freunde anwählen, andere zuvor nicht von Ihnen genehmigte Telefonnummern werden nicht durchgestellt. Noch ein kleiner Tipp: achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Ihr Kind die Möglichkeit hat, SMS zu verschicken. Oftmals ist dies die günstigere Alternative zum Anruf. Mittlerweile gibt es bestimmte SMS-Service-Nummern, mit denen man weitaus günstiger Kurznachrichten verschicken kann als mit den vom jeweiligen Netzbetreiber empfohlenen Service-Nummern.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


KREDIT-LEXIKON

Agrarkredit
Kredit, der in der Landwirtschaft einzelnen Betrieben zur Kapitalerhöhung dient. Hauptnutzungsgrund für die Inanspruchnahme eines Agrarkredits ist der finanzielle Ausgleich für Intensivierungsmaßnahmen und Kapitalabfluss. Agrarkredite sind in der Regel langfristig ausgelegt und bieten diverse Möglichkeiten zur Tilgung.

Bildungskredit
Kredit, der der Finanzierung von außergewöhnlichen Aufwendungen innerhalb eines Studiums dienen soll, die nicht durch das BAföG erfasst sind. Die Kreditsumme innerhalb eines Studiums ist auf maximal 7200 Euro begrenzt.

Dispositionskredit (Überziehungskredit)
Vom jeweiligen Kreditinstitut geduldete Kontoüberziehung mit festen Zinsen, die sich in Soll- und Überziehungszinsen aufteilen. Die Höhe des Dispositionskredits richtet sich in der Regel nach den monatlichen Einkünften und muss von der Bank genehmigt werden.

Grundkredit (Bodenkredit)
Langfristiger Kredit auf bebaute und unbebaute Grundstücke, der in der Regel durch Hypotheken abgesichert ist.

Ultimogeld (Monatsgeld)
Geldmarktkredit, der meistens auf einen Monat befristet ist.


Impressum / Haftungsausschluss