BERLINER SENAT SOLL MARODEM KLINIKBETRIEB HELFEN
Dem Klinikbetrieb Vivantes, der im Berliner Einzugsgebiet neun
Krankenhäuser betreibt, droht die Insolvenz. Nach Angaben
von Vivantes-Chef Wolfgang Schäfer wird im Mai 2004 das
derzeitig gewährte Darlehen von 217 Millionen Euro überschritten
worden sein. Aus diesem Grunde appelliert der Ärztekammerpräsident
Günther Jonitz an den Berliner Senat, dem maroden landeseigenen
Klinikbetreiber unter die Arme zu greifen. Die Berliner Landesregierung
solle die Kreditlinie von Vivantes erhöhen, um den Fortbestand
der Krankenhäuser zu sichern.
(Nachricht vom 15.01.2004)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
NEUVERSCHULDUNG GERINGER ALS ERWARTET
Das Bundesfinanzministerium ließ in einer Pressemitteilung
verlauten, dass entgegen einer Prognose vom November die Nettokreditaufnahme
im Jahr 2003 anstatt 43,4 Milliarden nur 38,6 Milliarden Euro
betrug. Gerade in Regierungskreisen ist man über diesen Wert
erfreut, liegt er doch deutlich unter der Höchstmarke von
40 Milliarden Euro aus dem Jahr 1996, als die SPD noch auf der
Oppositionsseite stand. Grund für die geringere Neuverschuldung
sind geringere Ausgaben für den Arbeitsmarkt, höhere
Steuereinnahmen und Haushaltsentlastungen bei Verzinsung und Gewährleistungen.
(Nachricht vom 15.01.2004)
KREDITGERÜCHTE BEI HERTHA
Nach einer enttäuschenden ersten Saisonhälfte mit derben
Rückschlägen überlegt der Berliner Fußballverein
Hertha BSC nun, wie er an eine kräftige Finanzspritze kommen
kann. Unter anderem käme die Aufnahme eines Kredits in Frage,
der durch Zuschauereinnahmen zurückgezahlt werden kann. Als
Vorbild dient in diesem Fall Schalke 04. Nach einer ersten Kalkulation
durch den Finanz-Experten Stephen Schechter würden 12.000 Hertha-Fans
als Sicherheit ausreichen, um einen 50 Millionen Kredit gewährt
zu bekommen. Mit einer Entscheidung ist jedoch nicht vor Mitte 2004
zu rechnen.
(Nachricht vom 15.01.2004)
|