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PKV

WESTERWELLE FORDERT VOLLSTÄNDIGE PRIVATISIERUNG DER KRANKENVERSICHERUNG

FDP-Parteichef Guido Westerwelle forderte auf dem Dreikönigstreffen 2004 der Liberalen unter anderem die vollständige Privatisierung der Krankenversicherung. Somit möchten Westerwelle und seine Partei gewährleisten, dass grundlegende Reformen in Deutschland die Basis für eine deutliche und ganzheitliche Sanierung der Staatskasse bieten und langfristig die Menschen in Deutschland wieder entlastet werden. Andere Reformpunkte, die Westerwelle auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart forderte, beinhalten zudem die Ersetzung der gesetzlichen Pflegeversicherung durch eine private und kapitalgedeckte Versicherung.

(Nachricht vom 08.01.2004)

(Alle Angaben ohne Gewähr)


GESETZLICHE KRANKENKASSEN ERWEITERN IHR ANGEBOTS-PORTFOLIO

Auch die Barmer plant eine entsprechende Erweiterung ihres Leistungskataloges, um Kunden zusätzliche Versicherungspakete, wie beispielsweise Chefarztbehandlung oder Ein-Bett-Zimmer-Wahl in Aussicht stellen zu können. Mit dieser Gesundheitsreform, die ab 01.Januar 2004 in Kraft treten soll, erfolgt zum ersten Mal eine Kooperation von gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Jedoch werden hinsichtlich privater Zusatzleistungen die gesetzlichen Krankenversicherer lediglich als Vermittler dienen.

Experten rechnen hinsichtlich der Vermischung von gesetzlichen und privaten Leistungen mit einer Erschwerung des Tarifvergleichs unter den gesetzlichen Krankenkassen, da künftig nicht nur die Beitragssätze, sondern auch entsprechende Bonus- und Selbstbehaltungsmodelle miteinander verglichen werden müssen, um den günstigsten gesetzlichen Krankenversicherungsanbieter zu ermitteln.

(Nachricht vom 09.12.2003)


PRIVATE KRANKENVERSICHERUNGEN MÜSSEN BEIM THEMA KASSENWECHSEL KOOPERIEREN

Einer der Gründe, warum die 50 Versicherungsunternehmen in Zukunft kooperieren müssen, ist das Problem des Kassenwechsels innerhalb der Privaten. Nach wie vor werden in diesem Punkt ältere Menschen benachteiligt. Lediglich junge und gesunde Menschen können ohne finanzielle Nachteile die private Kasse wechseln. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries spricht hier eindeutig von einer „eklatanten Wettbewerbsbeschränkung“. Das Problem liegt in der Schwierigkeit, die Alterungsrückstellung, eine von den privaten Krankenversicherungsnehmern angesparte Rücklage zur Beitragsentlastung im Alter, bei einem eventuellen Kassenwechsel innerhalb der Privaten mitzunehmen oder angerechnet zu bekommen.

Von politischer Seite her erwartet man nun entsprechende Eigeninitiative des PKV hinsichtlich eigens einzubringender Lösungsvorschläge. Der PKV-Kommission sollte es daher bis spätestens Ende 2004, zum Beginn des Gesetzgebungsverfahrens, gelingen, Lösungsmodelle zum einfacheren Wechsel unter den Privaten Krankenkassen vorzulegen. Gegenüber dem Handelsblatt äußerte sich PKV-Verbandspräsident Reinhold Schulte hinsichtlich des nachteilslosen Kassenwechsels zuversichtlich: „Die Ergebnisse unserer Kommission sollen im zweiten Quartal 2004 vorliegen.“

(Nachricht vom 09.12.2003)


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