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Plakate

WERBEKUNST IN BERLIN

Im Frühjahr und Sommer 2004 zeigt das Deutsche Historische Museum auf über 560 Quadratmetern eine umfangreiche Ausstellung zu den Strategien der Werbekunst von 1850 bis 1933. Die Ausstellung folgt der Entwicklungsgeschichte der Produkte und ihren Vermarktungsstrategien seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Leitlinie dieses kulturhistorischen Rückblicks bildet dabei die Frage nach den unterschiedlichen Konzepten massenwirksamer Produktwerbung.

Ergänzt wird diese Auswahl durch Leihgaben aus Archiven bedeutender Unternehmen der Konsumgüterindustrie, unterschiedlicher Museen sowie Privatsammlungen. Ausgehend von bedeutenden Vorbildern des europäischen Auslands, spannt sich der stilgeschichtliche Bogen in chronologisch geordneten Kapiteln von Historismus über Orientalismus und Jugendstil bis zu Konstruktivismus, Neuer Sachlichkeit und Art déco der ausgehenden 1920er Jahre. Einflüsse des Bauhauses beschließen den Rundgang und eröffnen zugleich die Perspektive auf Analogien späterer Werbeformen. Die Ausstellung des Deutschen Historischen Museums, Pei-Bau, findet vom 22. April bis 29. August 2004 statt.

http://www.dhm.de/ausstellungen/strategien-der-werbekunst/index.html

(Nachricht vom 22.04.2004)

(Alle Angaben ohne Gewähr)


KUNSTDRUCK VERKLEIDET WIENER STAATSOPER

Wegen Renovierungs- und Reinigungsarbeiten muss die Fassade der Wiener Staatsoper für mehrere Monate eingerüstet werden.
In dieser Zeit schützt eine Plane Passanten und Fließverkehr vor Staub und Schmutz. Bei ähnlichen Projekten an historischen Gebäuden in Berlin und Venedig (Markusdom) wurde bereits versucht, die Planen optisch aufzuwerten und so die Gebäude in der meist langen Bauphase attraktiver zu machen. Dort wurde erstmals die Idee geboren, die echte Fassade auf der Plane nachzubilden. Da diese Fassadenspiegelung sehr kostspielig ist, wurden Sponsoren gesucht, die im Gegenzug berechtigt waren, dezente Logos anzubringen.

Der Aushang an der Wiener Staatsoper wird am 26. und 27. April montiert und ist bis 8. August (15 Wochen) zu sehen.

(Nachricht vom 30.04.2004)


SONDERBEILAGE PLAKAT

\"Das Plakat als ein Stück Stadt\" heißt die Sonderbeilage der kommenden Ausgabe der Architekturzeitschrift Hochparterre, die am 7. Mai 2004 erscheint. Es berichtet über die Erfahrungen, Methoden und Einsichten, die Hans Ulrich Imesch im Zeitraum von 25 Jahren gesammelt oder entwickelt hat.

Architekt und Tiefenpsychologe Hans Ulrich Imesch, auch bekannt als \"Stadtästhet\", hat vor zwölf Jahren in Zürich damit begonnen, \"öffentlichen Raum, Plakatierungsfreude und Geld unter einen Hut zu bringen\", wie es in der Einleitung von Köbi Gantenbein heisst.

Unter der Ägide der damaligen Stadträtin Ursula Koch entwickelte Imesch mit seinem IGGZ (Institut für Ganzheitliche Gestaltung) ein Regelwerk, dass das Plakat als Teil des Städtebaus verstanden wissen will. Von Zürich aus zog und zieht Imeschs Konzept durch die Schweiz und prägt mittlerweile die Verträge von über 120 Gemeinden mit Plakatgesellschaften. Die Texte zur 24seitigen, reich illustrierten Sonderbeilage schrieben Köbi Gantenbein, Inge Beckel, Adalbert Locher. Als Gestalterin wirkte Antje Reineck

(Nachricht vom 30.04.2004)


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