PFLEGE FÜR ANTIKE MÖBEL
Staub und täglicher Gebrauch hinterlassen bei allen Holzmöbeln
Spuren, besonders bei sehr alten. Antike Möbel benötigen deshalb
eine besondere Pflege. Möbelsprays oder Reinigungsmittel sind bei
Antiquitäten nicht geeignet, da sie die alten Oberflächen
angreifen und beschädigen können.
Lackierte oder polierte Oberflächen sollten am besten nur mit
einem trockenen Microfasertuch vom Staub befreit werden. Gegen Fettflecken
oder sonstige Verschmutzungen können Sie ein paar Tropfen Möbelpflege
zur Hilfe nehmen. Für schellackversiegelte Oberflächen sollten
Sie nur Pflegemittel ohne Alkohol verwenden, da andere Mittel den
Lack lösen können.
Bei gewachsten antiken Möbeln bedarf es etwas mehr Pflege, denn
sie müssen zusätzlich zum regelmäßigen Abstauben
von Zeit zu Zeit nachgewachst werden (1-2-mal im Jahr). Besonders
pflegend sind spezielle Antik-Wachse, die es in allen Farbabstufungen
zu kaufen gibt. Wachs nährt das Holz und lässt es atmen.
Nach dem Auftragen des Wachses sollten Sie die Flächen mit einem
weichen Tuch noch nachpolieren, denn so zieht das Wachs besser ins
Holz ein und lässt es atmen.
Auch trockene Luft kann alten Möbeln schaden, denn Holz lebt
und arbeitet. Dadurch können Risse im Holz entstehen oder Türen
und Schubladen fangen an, sich zu verziehen. Damit dies nicht passiert,
können Sie Luftbefeuchter im Raum mit den Möbeln deponieren.
Ideal ist eine gleich bleibende Luftfeuchtigkeit von 45 bis 65 Prozent
und Temperaturen von etwa 20 Grad.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
SCHUTZ VON ANTIQUITÄTEN UND WERTSACHEN
Wenn Sie selbst Antiquitäten und Kunstgegenstände zu Hause
aufbewahren, können Sie diese durch einige Vorsichtsmaßnahmen
vor Diebstahl schützen:
- Notieren Sie sich nach dem Kauf sofort Registrierungsnummern
oder sonstige Bezeichnungen.
- Am besten ist es, wertvolle Gegenstände zu fotografieren,
denn im Nachhinein kann man immer nur ungenaue Beschreibungen abgeben.
- Kennzeichnen Sie die Antiquitäten oder Kunstgegenstände
mit Gravuren oder Spezialtinte, damit sie unverkennbar sind.
- Kleinere Wertgegenstände sollten bei Verlassen des Hauses
oder bei Nacht im Idealfall im Tresor aufbewahrt werden.
- Für besonders wertvolle Möbelstücke gibt es
sogar Möbeltresore.
WAS BEIM KAUF VON ANTIQUITÄTEN ZU BEACHTEN IST
Wer Antiquitäten und Kunstgegenstände nicht beim Händler,
sondern auf Flohmärkten kauft, läuft möglicherweise Gefahr,
gestohlene Ware zu erwerben. Gerade auf Antik- und Flohmärkten
findet nämlich antikes Diebesgut leicht unwissende Abnehmer. Antiquitäten
und wertvolle Kunstgegenstände werden aus Privatwohnungen, Geschäftsräumen
und sogar aus Kirchen gestohlen und auf Märkten zu Billigpreisen
verhökert. Fast 90 Prozent dieser Hehlerware wird von gutgläubigen
Sammlern gekauft.
Um zu vermeiden, solche Hehlerware zu kaufen, sollten Sie immer vorsichtig
sein, wenn Ihnen auf Antik- oder Trödelmärkten Kunstgegenstände
oder Antiquitäten zu Niedrigpreisen angeboten werden. Bei Rückverfolgung
des Diebstahls müssen die Käufer das Objekt an den rechtmäßigen
Eigentümer zurückgeben, ohne für ihre Ausgaben entschädigt
zu werden. Die Strafverfolgungsbehörden können sogar gegen
den Käufer wegen des Verdachts der Hehlerei ermitteln. Untersuchen
Sie die Ware eventuell auf Gravuren oder andere Kennzeichnungen. Falls
der Verkäufer diese nicht dokumentieren kann, sollten Sie besser
vom Erwerb des Gegenstandes absehen.
Wenn irgendwie möglich, sollten Sie vom Verkäufer einen
Eigentumsnachweis des Möbelstückes oder des Kunstgegenstandes
erfragen. Schreiben Sie sich notfalls die Firma oder Personalien auf.
Wenn sich der vermeintliche Händler weigert und sich auch sonst
verdächtig verhält, sollten Sie den Vorfall umgehend bei
der Polizei melden.
Wer sich vor dem Kauf informieren will, ob ein Kunstobjekt
eventuell zu bereits registrierter Hehlerware gehört,
kann sich an das Art-Loss-Register in Düsseldorf wenden.
Dort sind um die 100.000 gestohlene Kunstgegenstände
und Antiquitäten registriert und detailliert beschrieben.
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