GESUND SCHLAFEN
Da wir ein Drittel unserer Zeit mit Schlafen verbringen, sollten
wir stets darauf achten, gut und ausreichend zu schlafen. Wer zu wenig
Schlaf bekommt, ist am nächsten Tag unkonzentriert, reizbar und
kann nicht die volle Arbeitsleistung erbringen. Da ein Drittel aller
Deutschen an Schlafstörungen leiden, sollen ein paar Tipps Ihnen
helfen, richtig zu schlafen. Wer ständig an Schlafstörungen
leidet, kann auf Dauer ernste gesundheitliche Folgen davontragen,
denn der Mensch muss seine Energiereserven im Schlaf aufladen.
Schlafrhythmus
Wer sicher gehen will, leicht einzuschlafen, vor allem aber
auch gut zu schlafen, der sollte sich einen regelmäßigen
Rhythmus angewöhnen. Versuchen Sie, immer ungefähr zur
selben Zeit schlafen zu gehen und aufzustehen. Das ist für
Ihren Körper am gesündesten und wird es Ihnen erleichtern,
nachts schnell einzuschlafen und morgens leichter aufzustehen. Gerade
am Wochenende bringt man seinen Rhythmus oft durch langes Aufbleiben
und langes Schlafen total durcheinander. Das lange Schlafen ist
noch nicht einmal so schlimm, aber das längere Wachbleiben
bringt den Organismus völlig aus dem Konzept. Oft bekommt man
das dann auch am Montag zu spüren. Der Gang zur Arbeit fällt
besonders schwer, weil man am Wochenende seinen Rhythmus gestört
hat. Grundsätzlich gilt, dass guter Schlaf mehr bringt als
langes Schlafen. Wer also fünf Stunden tief und fest schlafen
kann, ist wesentlich ausgeruhter als jemand, der acht Stunden unruhigen
Schlaf hatte. Wenn Sie schlecht einschlafen können, nachts
häufig wach liegen und morgens wie gerädert aufwachen
und das Gefühl haben, dass Sie sich im Grunde sofort wieder
ins Bett legen müssten, ist Ihr Schlaf nicht so erholsam, wie
er es sein sollte. Falls Sie nachts weniger als vier oder mehr als
14 Stunden Schlaf haben, Ihr Schlaf mehr als vier Wochen gestört
ist oder Sie weit länger als 30 Minuten wach liegen, bevor
Sie einschlafen, haben Sie ernsthafte Schlafstörungen. Einige
Tipps sollen Ihnen helfen, diese Schlafstörungen zu beseitigen.
Schlafbedingungen
Versuchen Sie, die Schlafbedingungen so ideal wie möglich zu
gestalten. Am besten, Sie schlafen in einem abgedunkelten Raum, mit
leicht geöffnetem Fenster, so dass Sie frische Luft einatmen
können. Die Matratze sollte Ihren persönlichen Bedürfnissen
angepasst sein. So brauchen manche Menschen eine härtere Unterlage,
für andere muss sie weicher sein. Allerdings sollten Sie beim
Kauf einer Matratze Wert auf Qualität legen und eine Matratze
nicht deshalb auswählen, weil Sie besonders preiswert ist. Die
Wahl sollte wirklich von Ihren körperlichen Bedürfnissen
abhängig gemacht werden. Empfehlenswert ist ein hochwertiger
und verstellbarer Lattenrost. Als nächstes sollten Sie überdenken,
was alles Ihren Schlaf stören könnte. Diese Störfaktoren
könnten zum Beispiel Lärm, Gerüche, Licht, Gewohnheiten
des Partners usw. sein. Versuchen Sie, diese Störfaktoren so
gut wie möglich zu beseitigen. Wenn Sie z.B. immer wieder durch
die Bewegungen Ihres Partners geweckt werden, ist es sinnvoll, über
ein größeres Bett oder getrennte Matratzen nachzudenken.
Auch eine gemeinsame Bettdecke kann den Schlaf erheblich stören.
Ein weiterer Tipp gegen Störungen ist das Verwenden von Ohrenstöpseln.
Auch wenn es scheinbar gar nicht so laut bei Ihnen ist, kann es dennoch
sein, dass Sie, ohne es bewusst zu merken, durch Straßenlärm
oder andere Geräusche geweckt werden. Viele Menschen haben einen
leichten Schlaf und werden z.B. durch die Toilettenspülung in
der Wohnung darüber oder durch die Katze, die nachts im Katzenklo
scharrt, aufgeweckt. Dem können Sie mit Ohrenstöpseln vorbeugen.
Ihr Körper wird sicherlich eine Weile brauchen, bis er sich an
die Fremdkörper gewöhnt hat, aber nach einer Weile werden
Sie sich darauf eingestellt haben.
Abendliche Mahlzeiten
Was ein weiterer Grund für Schlafstörungen sein kann, sind
zu große und schwere Mahlzeiten am Abend. Der Körper ist
durch das Essen belastet und kommt nicht zur Ruhe. Essen Sie ein paar
Stunden vor dem Schlafen- gehen oder nehmen Sie leichtes und schnell
verdauliches Essen zu sich. Auch Kaffee, Cola oder andere aufputschende
Getränke sollten vor dem Schlafengehen vermieden werden. Alkohol
hilft vielleicht beim Einschlafen, stört aber meist den vollständigen
Schlaf, da man leichter und früher aufwacht als gewohnt. Sportliche
Anstrengungen zu später Stunde können das Einschlafen auch
erschweren. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre sportlichen Aktivitäten
nicht gerade kurz vor das Schlafengehen legen.
Grübeleien und negative Gedanken
Schlechte Nachrichten, Sorgen und Ängste sind bei vielen Menschen
die Hauptgründe für Schlafstörungen. Um dies zu vermeiden,
versuchen Sie, vor dem Einschlafen ein gutes Buch zu lesen, ein nettes
Gespräch zu führen oder etwas Nettes im Fernsehen zu schauen.
Sie können sich vor dem Einschlafen auch noch einmal vor Augen
führen, was alles Schönes an dem Tag vorgefallen ist, worüber
Sie sich gefreut und was Sie erreicht haben. Schlafen Sie dann mit
diesen Bildern ein.
Einschlafhilfen
Nehmen Sie vor dem Schlafengehen ein warmes Bad oder trinken
Sie eine warme Milch mit Honig. Versuchen Sie, auch dann erst zu
Bett zu gehen, wenn Sie müde sind, damit Sie nichts erzwingen
müssen. Falls Sie dann immer noch nicht schlafen können,
sollten Sie sich nicht verzweifelt im Bett umher wälzen, sondern
lieber noch ein bisschen lesen oder meditieren.
Schlafmittel
Von Schlafmitteln ist grundsätzlich abzuraten. Der Körper
gewöhnt sich schnell an sie und gerät in Abhängigkeit,
so dass Sie dann ohne Schlafmittel gar nicht mehr schlafen können.
Entscheidend ist aber immer, die Ursache für Ihre Schlafstörungen
zu finden und anzugehen und nicht das Symptom künstlich zu unterdrücken.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
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