KLEINES ESPRESSO GLOSSAR
Espresso.
In Italien nur kurz caffè genannt.
Doppio.
Ein doppelter Espresso.
Ristretto oder auch Corto (regional unterschiedlich)
Ein \"kurzer\" Espresso mit weniger Wasser. Dadurch
wird er noch konzentrierter. Oder das Sieb wird stärker
gestopft, um eine höhere Konzentration zu bekommen.
Doppio ristretto
Bei dieser Bestellung wird man meist schräg angeschaut.
Das ist die ganz harte Nummer: Ein konzentrierter Espresso
in doppelter Ausführung.
Lungo
Ein Espresso, der mit Wasser verlängert ist. Im Gegensatz
zum Caffè Americano, der nachträglich mit Wasser
aufgeschüttet wird, lässt man beim Lungo einfach
mehr Wasser durch die Maschine laufen.
Caffè macchiato.
Ein Espresso mit einer Haube geschäumter Milch. Wird
auch in einer Espresso-Tasse serviert. Fast ein kleiner Cappuccino.
Aber auch nur fast. Der Cappuccino wird außer mit Schaum
auch noch mit heißer Milch aufgegossen.
Latte macchiato.
Ein großes Glas aufgeschäumte Milch, auf das vorsichtig
ein Espresso gegossen wird, so dass sich die beiden nicht
vermischen und sich drei Schichten im Glas bilden: unten heiße
Milch, in der Mitte Espresso und oben Milchschaum.
Bicerin.
Eine heiße, gezuckerte Schokolade (aus echtem, herben
Kakaopulver) wird mit einem Espresso aufgefüllt. Obenauf
wird etwas geschüttelte flüssige Sahne geträufelt.
Corretto.
\"
Korrigierter\" Espresso con Grappa, Vecchia Romagna, Cognac
oder auch Sambuca. Berühmteste Variante ist der Grappesco.
Mann ahnt es schon, ein Espresso mit einem Schuss Grappa.
Caffè freddo.
Eisgekühlt und gesüßt. Wird in hohen Gläsern
serviert und oft mit einer Serviette abgedeckt.
Caffè latte.
Espresso mit heißer Milch aufgegossen. Für den
Cappuccino wird im Unterschied dazu geschäumte Milch
benutzt.
Cappuccino.
Espresso, der mit heißer, geschäumter Milch aufgegossen
wird. Ein Teil Espresso, ein Teil Milch, obendrauf der Milchschaum.
Cappuccino scuro.
Cappuccino mit weniger Milch.
Cappuccino chiaro.
Cappuccino mit mehr Milch.
Cappuccino freddo.
Cappuccino auf Eis.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
10 GOLDENE REGELN FÜR DIE ESPRESSOZUBEREITUNG:
1.) Eine für Espresso geeignete Bohnenmischung (Arabica / Robusta)
verwenden
2) Cafe mit einer geeigneten Mühle frisch mahlen
3.) Maschine ca. 10 Minuten vor der ersten Füllung anschalten,
4.) Etwas heißes Wasser durch den noch leeren Filter laufen
lassen.
5.) Den 1-Tassen-Filter mit ca. 7g Kaffee füllen (ca. 3 Teelöffel).
6.) Kaffeemehl mit passendem Stampfer gleichmäßig anpressen.
7.) Konische Tassen mit engem Boden sorgen für lang anhaltende
Crema.
8.) Maximal 30 Sekunden bei 90-94°C mit 9-13 bar Druck brühen
9) Filter immer sofort nach Gebrauch reinigen.
10) Nicht vergessen: Übung macht den Meister!
LA MACHINA – DIE GESCHICHTE DER ESPRESSOMASCHINE:
Moderne Espressomaschinen erleichtern dem Barista (Barmann) zu Hause
wie in der Bar um die Ecke das Leben. Das war nicht immer so. Der Cafè,
der aus dem arabischen Raum nach Italien und Europa gekommen war, wurde
am Anfang in kleinen Mokkakännchen gekocht. Auch heute noch ist
die „machinetta“, das Maschinchen, in vielen Haushalten
die einfache, aber beliebte Espressomaschine. 1855 wurde auf der Weltausstellung
in Paris zum ersten Mal eine echte Espressomaschine vorgestellt. Bis
zur industriellen Fertigung dauerte es aber noch bis 1901. Und auch
dann waren die ersten Espressomaschinen teuer und äußerst
kompliziert in Aufbau und Bedienung. Dennoch, der neue „schnelle“ Cafè,
der Espresso, war eine Sensation und wurde weltweit zum Inbegriff einer
italienischen Cafè-Spezialität. 1935 konstruierte Francesco
Illy das Modell „Illetta“. Mit einer automatischen Wasserdosierung
war es die erste automatische Espressomaschine. Der Druck wurde nicht
mehr durch Dampf, sondern durch Druckluft erzeugt. Somit konnte man
verhindern, dass der Kaffee durch zu hohe Temperaturen verbrennt. 1938
erfindet Cremonesi ein weiteres Prinzip: Eine große Feder, die
durch einen Hebel zusammengedrückt wird, schiebt einen Kolben,
der so das Wasser komprimiert. Der 2. Weltkrieg verhindert vorläufig
die weitere Entwicklung. 1946 beginnt Gaggia die Produktion des Kolbenmodells.
Zum ersten Mal hat der Kaffee eine Schaumschicht, die \"Crema\".
Ernesto Valente tauschte 1961 die Feder wiederum durch eine elektronisch
betriebene Rotationspumpe aus. Nun wurde das Wasser kalt komprimiert,
bis es in den Wärmetauscher des Kessels der Maschine gelangte.
Auf diesem Prinzip basieren so gut wie alle aktuellen Maschinen, sowohl
in der Gastronomie, als auch im Hausgebrauch. Vereinzelt sind auch noch
das hydraulische und das Hebelmodell im Betrieb. Eine Garantie für
einen guten Espresso sind selbst die modernen vollautomatischen Espressomaschinen
aber nicht. Weitere Einflussfaktoren sind zu beachten. Der Mahlgrad
muss der Temperatur und Luftfeuchtigkeit angepasst werden, die Wasserhärte
ist bedeutsam und natürlich die Bohnen selbst, deren Mischung und
pflegliche Behandlung, der Pumpendruck der Maschine usw. Aber spätestens,
wenn sich verschiedene Aromastoffe zu einem anregenden Feuerwerk auf
der Zunge versammeln und der selbstgebraute Espresso ebenso schmeckt
wie der von ihrem Lieblingsitaliener, dann hat sich die Mühe gelohnt.
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