ÜBERSICHT VERSCHIEDENER LEUCHTENTYPEN
Glühlampen/Glühbirnen
Glühlampen enthalten einen Leuchtdraht, den so genannten „Wolframdraht“,
der durch elektrischen Strom zum Glühen gebracht wird und somit
Licht aussendet. Bei der klassischen Glühbirne ist dieser Draht
durch den birnenförmigen Gaskolben vor dem Verglühen an
der Luft geschützt. Die Birnenform dieses Gaskolbens verleiht
der Glühlampe auch ihren umgangssprachlichen Namen „Glühbirne“.
Das so genannte „Abdampfen“ des Glühdrahtes, der
an der freien Luft sofort verbrennen würde, wird so durch ein
spezielles Schutzgas, das in diesem Gaskolben enthalten ist, verhindert.
Handelsübliche Glühbirnen enthalten zur Verringerung dieser „Sublimationsrate“ die
Gase Stickstoff oder Argon.
Früher enthielten solche Lampen Glühdrähte aus Kohle,
heute verwendet man dafür Drahtwendeln aus einer Legierung aus
Wolfram und Osmium. Um Wärmeverlust – und damit auch Energieverlust – zu
vermeiden, werden die Drähte in Spiralenform, so genannten Wendeln,
angeordnet.
Der Wirkungsgrad von Glühleuchten lässt sich entscheidend
verbessern, indem die Temperatur der Glühwendel erhöht wird.
Bei normalen, preiswerten Glühlampen ist dies schwer möglich,
da sich mit einer Erhöhung der Temperatur auch die Sublimation
des Wolframdrahtes erhöht. Gelöst wird dieses Problem beispielsweise
bei Halogenlampen.
Halogenlampen
Bei Halogenlampen wird das Abdampfen des Glühdrahtes durch das
Gasgemisch Halogen vermindert. Genau dadurch lassen sich die Temperatur
der Glühwendel und somit auch der Wirkungsgrad, wie oben beschrieben,
um ca. 25% erhöhen.
Die vom Wolframdraht durch die hohen Temperaturen abgedampften Atome
reagieren dabei mit dem Halogen. Die Folge ist eine Stabilisierung
einer „wolframhaltigen Atmosphäre“ in der Lampe,
wodurch die Lebensdauer und die Wirkung der Lampe erhöht werden.
Es gibt allerdings Lichtquellen mit noch besserem Wirkungsgrad. Dazu
zählen u.a. Metalldampflampen und Leuchtstoffröhren.
Metalldampflampen
Metalldampflampen kommen beispielsweise in der Straßenbeleuchtung
als Natriumdampflampen zum Einsatz. Sie erzeugen ein Licht mit definierten
Spektrallinien durch das Erhitzen und Abdampfen von Metallen. Durch
die definierten Spektrallinien können beispielsweise bei Videobeamern
besonders leistungsstarke Helligkeitswerte erzielt werden, wodurch
auch der Einsatz in hellen Räumen möglich wird. Auch normale
Leuchtstoffröhren sind genau genommen zu den Metalldampflampen
zu zählen. Hier wird allerdings Quecksilberdampf als primäre
Lichtquelle verwendet.
Leuchtstoffröhren
Leuchtstoffröhren sind mit fluoreszierenden Leuchtstoffen beschichtet
und enthalten Quecksilberdampf. Leuchtstoffröhren haben einen
niedrigeren Energiebedarf und eine höhere Lebensdauer als normale
Glühlampen.
Auch Energiesparlampen zählt man zu den Leuchtstofflampen. Um
das Licht zu verbessern und es dem der Glühlampe ähnlich
zu machen, werden hier oft Edelgase beigemischt, die das Lichtempfinden
für das menschliche Auge angenehmer machen.
Leuchtstoffröhren unterscheidet man allgemein in Heißkathodenröhren
und Kaltkathodenröhren. Ähnlich wie Leuchtstoffröhren
funktionieren auch Gasentladungslampen. Ihr Licht ist dem Tageslicht
sehr ähnlich, weshalb sie bevorzugt in Sportstadien oder Autoscheinwerfern
zum Einsatz kommen. Ihre Leuchtkraft gewinnen Gasentladungslampen
aus Glimmentladungen zwischen einander gegenüber liegenden Elektroden.
Durch eine erhöhte Spannung werden bei Gasentladungslampen so
genannte Bogenentladungen verursacht, in denen die Elektroden Temperaturen
von mehreren 1000°C erreichen. Quecksilber-Hochdruck-Bogenlampen
erzeugen ein Licht, das dem Tageslicht sehr ähnlich ist. Sie
kommen beispielsweise bei Flutlichtanlagen in Sportstadien, in Kinoprojektoren
oder als XENON-Bogenlampen in neueren Autos zum Einsatz.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
DER WIRKUNGSGRAD
Für unterschiedliche Zwecke kommen unterschiedliche Leuchten und
Lampen zum Einsatz. Dabei ist ein Faktor entscheidend: Die Effektivität
verschiedener Leuchten wird durch ihren Wirkungsgrad bestimmt. Unter
dem Wirkungsgrad versteht man allgemein das Verhältnis zwischen
Aufwand und Nutzen. Hier ist damit das Verhältnis zwischen aufgebrachter
elektrischer Energie und dem erhaltenen sichtbaren Licht gemeint. Bei
den meisten Leuchten und insbesondere bei der klassischen Glühlampe
wird dieser besonders durch Wärmeabstrahlungen verringert. Der
theoretische maximale Wirkungsgrad liegt bei 100 Prozent oder 1,00.
In diesem Falle könnte die gesamte aufgebrachte elektrische Energie
als Licht genützt werden. Tatsächlich liegt der Wirkungsgrad
bei der Lichtgewinnung aber deutlich darunter. So haben herkömmliche
Glühlampen einen Wirkungsgrad von 2% oder 0,02. Bei Halogenlampen
beispielsweise liegt er um 25% höher, da hier höhere Temperaturen
am Glühdraht erreicht werden können. Bei verschiedenen Lampen
werden unterschiedliche Techniken angewandt, um für ihre jeweiligen
Einsatzgebiete das optimale Licht zu gewinnen.
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