NOTRUF ABSETZEN - ABER RICHTIG!
1.) Wo ist etwas passiert?
2.) Was ist passiert?
3.) Wie viele Verletzte gibt es?
4.) Wer meldet den Notfall?
5.) Warten Sie auf mögliche Rückfragen
(Alle Angaben ohne Gewähr)
RICHTIGES VERHALTEN IM BRANDFALL
Es gibt Regeln im Leben, die sollte man beherrschen. Dazu
gehören die Regeln für das Verhalten im Brandfall.
Ein Feuer kommt nicht mit Vorankündigung. Er kommt unerwartet,
vielleicht sogar nachts. Auch Kindern sollten die Regeln schon
beigebracht werden.
- Versuchen Sie, ruhig zu bleiben! Durch Aufregung wird nichts besser,
im Gegenteil, jetzt ist überlegtes Handeln gefragt.
- Brennende Räume verlassen und über evtl. ausgeschilderte
Fluchtwege oder Notausgangstüren flüchten. Dafür sind
sie da!
- Türen schließen, jedoch nicht abschließen! Die
Feuerwehr müsste Türen sonst unter Umständen aufbrechen,
um den Brand bekämpfen zu können.
- Grundsätzlich die Feuerwehr, Notruf 112, rufen! Der Notruf
muss auch dann abgesetzt werden, wenn man glaubt, den Brand noch selbst
löschen zu können. Unter Umständen gelingt das nicht
mehr- und dann wären wertvolle Minuten verloren. Die Feuerwehr
ist zwar schnell, dennoch hat auch sie ein paar Minuten Fahrzeit.
- Mitbewohner im Gebäude verständigen (evtl. Feueralarm
auslösen, falls vorhanden) und älteren, kranken oder behinderten
Mitbewohnern helfen.
- Wenn möglich, sollten Sie versuchen, den Brand zu löschen.
Dabei sollte man sich aber keinen unnötigen Gefahren aussetzen.
Verqualmte Räume dürfen nicht mehr betreten werden, das
Risiko einer Vergiftung ist zu groß! Und nicht vergessen: Fettbrände
dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden.
- Niemals den Fahrstuhl benutzen! Er könnte durch eine Stromunterbrechung
stecken bleiben, so dass man im Qualm, der auch durch Aufzugschächte
zieht, erstickt!
- Vor dem Haus auf die Feuerwehr warten und durch deutliche Zeichen
bemerkbar machen. Die Feuerwehr benötigt Informationen vor Ort
zur Brandbekämpfung.
DIE RICHTIGE MONTAGE VON RAUCHMELDERN
Rauchmelder sind leicht zu montieren. Für einen Mindestschutz
gilt als Faustregel: ein Rauchmelder im Flur pro Etage sowie in
den Schlafzimmern. Ganz nach der Wohnsituation kann mit mehreren
Geräten ein optimal erweiterter Schutz erreicht werden.
Darauf sollte man bei der Befestigung achten:
-
immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt
-
an der Decke in der Raummitte, bzw. mindestens 50 cm von Wänden
entfernt
-
nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker
Zugluft.
-
nicht in der Dachspitze
-
nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub
oder Rauch entsteht (Bad, Wirtschaftsgebäude).
STICHWORT RAUCHMELDER
Der Tod kommt lautlos, und er überwältigt seine Opfer
im Schlaf. Beim Wohnungsbrand sind nicht die Flammen die größte
Gefahr, sondern hochgiftige Rauchgase, die schon bei kleinen Schwelbränden
freigesetzt werden. Und Brände entstehen meistens nachts. Denn
tagsüber kann ein Feuer meist schnell entdeckt und gelöscht
werden, nachts dagegen schläft auch der Geruchssinn, so dass
die Opfer im Schlaf überrascht werden, ohne die gefährlichen
Brandgase zu bemerken. Wer nicht rechtzeitig aufwacht, hat kaum
eine Überlebenschance. Rauchmelder könnten hier viele
Leben retten.
Immer wieder müssen Experten feststellen, dass Brandgefahren
unterschätzt werden: Die vertraute häusliche Umgebung wiegt
die meisten Menschen offenbar in einer trügerischen Sicherheit.
Die Wirklichkeit sieht anders aus. Jährlich verzeichnet die Feuerwehr über
200.000 Brände in privaten Haushalten mit 600 Toten und 6.000
Schwerverletzten. Dabei sterben 95% der Brandtoten an den Folgen einer
Rauchvergiftung. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind nicht
Fahrlässigkeiten die Hauptursache für Brände, sondern
technische Defekte, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder
zur Katastrophe führen.
Selbst der kleinste Brand ist existenzbedrohlich. Denn das dabei
entstehende Kohlenmonoxid führt bereits nach wenigen Atemzügen
zum Tod. Im Ernstfall geht es also um Sekunden, um die mit Rauch gefüllte
Wohnung zu verlassen. Mit Rauchmeldern, die frühzeitig Alarm
schlagen, erhöht sich die Überlebenschance deutlich.
Die lebensrettenden Rauchmelder sind nicht größer als
eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall
im Fachhandel erhältlich. Hochwertige Rauchmelder mit VdS-Zeichen
funktionieren nach einem optischen Prinzip, das eine zuverlässige
Raucherkennung und entsprechende Alarmmeldung ermöglicht. Rauchmelder
sollten batteriebetrieben sein, um auch bei Stromausfall zu funktionieren.
Bevor die Batterie ausgetauscht werden muss, ertönen bei diesen
Geräten rechtzeitig Warnsignale.
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