ROSEN
Erste Hinweise auf Rosen wurden auf einer Tontafel von 2350
v. Christus gefunden. Darauf befand sich ein Rezept für
Rosenwasser. Ein erstes Handbuch zur Rosenzucht wurde um 300
vor Christus von einem Schüler Platons verfasst. Mit der
Völkerwanderung verlor sich dann die Spur zur Rosenzucht,
allerdings tauchten im 16. Jahrhundert Schriften über neuartige
Rosensorten auf. Rosen wurden nur nördlich des Äquators
gezüchtet.
Rosenpflege: Rosen lieben luftige und sonnige Plätze. Allerdings
dürfen die Plätze nicht zugig oder heiß sein. Zu heiße
Standorte können Blattverbrennungen zur Folge haben. Außerdem
lieben Schädlinge wie die Spinnmilben Lufttrockenheit und können
durch vermehrtes Auftreten die Rosen schädigen. Rosen brauchen
tiefgründigen sandig-lehmigen Boden mit ausreichenden Humus-
und Nährstoffanteilen. Eine unverdichtete Mischung aus Humus,
Lehm und Sand ist ideal.
Der Boden sollte genügend Tiefe besitzen, denn die Wurzeln der
Rosen werden schnell bis zu einem Meter lang. Wenn die Wurzelspitzen
auf Beton oder einen anderen harten Untergrund stoßen, könnte
es zu Verkümmerungen an der Pflanze kommen. Weiterhin sind unkrautfreie
Pflanzflächen von Bedeutung, denn Rosen mögen keine Konkurrenz
in ihrem Wurzelbereich. Wurzelunkräuter aus dem Rosenbeet entfernen
zu müssen, ist eine mühsame, unangenehme Arbeit.
Rosen haben einen hohen Nährstoffbedarf. Pflanzen, die nicht
genügend Nährstoffe erhalten, werden anfällig für
Pilzerkrankungen, blühen nicht mehr reichlich und bilden nur
noch kümmerliche Neutriebe. Allerdings sollten Sie auch nicht
zuviel düngen und den Dünger nie über Blätter
und Blüten streuen. Erkundigen Sie sich bei einem Landschaftsgärtner über
die nötigen Mengen und Produkte, denn das variiert von Boden
zu Boden.
Am falschen Standort wird jede Rose krank. Je enger Rosen zusammenstehen,
desto anfälliger werden sie. Der Befall mit Pilzkrankheiten variiert
von Jahr zu Jahr. In verregneten Sommern tritt Sternrußtau unter
Umständen verstärkt auf, in schwül-warmen Sommern zeigt
sich Mehltau. Auch Rosen, die als robust eingestuft wurden, können
sich nach Jahrzehnten gegen neue Erregerstämme nicht mehr zur
Wehr setzen. Wer ökologisch handeln will, sollte die Rosen vorbeugend
stärken.
Sternrußtau:
Diese Krankheit führt zu vorzeitiger, oft vollständiger
Entlaubung (die Blätter fallen bei der kleinsten Berührung
ab) und starker Schwächung der Pflanzen. Vergilbung und dunkelbraune
bis schwarze Flecken auf den Blättern sind Symptome der Krankheit.
Charakteristisch ist dabei, dass die Flecken im Randbereich oft fein
verästelt erscheinen. Vom Sternrußtau sind vor allem Buschrosen
betroffen. Der Pilz überwintert auf abgestorbenen Pflanzenteilen
im Boden. Der Befall tritt vor allem bei nassen Jahren verstärkt
auf und kann bis zum totalen Laubfall führen.
Gegen Sternrusstaubefall hilft der Ackerschachtelhalm. Das
Kraut wächst auf Wiesen, Äckern und an feuchten Gräben und
kann von Juni bis August gesammelt werden. Die Wedel werden bodentief
abgeschnitten. 1,5 kg frisches Kraut müssen in 10 Liter Wasser
24 Stunden lang einweichen. Dann eine Stunde kochen und zugedeckt
abkühlen lassen, vor Gebrauch durchseihen. Die Anwendung soll
1:5 bis 1:10 verdünnt werden und an drei Tagen hintereinander
gespritzt werden. Um den Befall gänzlich loszuwerden, sollten
Sie die Behandlung öfter wiederholen.
Mehltau:
Auf den Blättern, Früchten, Knospen und Stängeln bilden
sich aus kleinen Punkten auf der Oberseite oft auch beidseitig weißgraue
Beläge. Befallene Blätter verfärben sich braun, vertrocknen
und sterben ab. Die Sporen werden durch Wind und Insekten verbreitet
und überwintern in kleinen Sporengehäusen an der Pflanze.
Trockenes Wetter begünstigt die Verbreitung (Schönwetterpilz),
ebenso schwül-warme Witterung und der krasse Temperaturunterschied
zwischen Tag und Nacht im Herbst. Eine Luftfeuchte von 70% reicht
den Sporen vollkommen, um nicht einzugehen, da sie von Haus aus mit
Nährstoffen und Wasser versorgt sind.
Um den Mehltau zu bekämpfen, gibt es ein einfaches Mittel, das
Sie sich selbst zusammen mischen können. Alles was Sie dazu benötigen,
ist Backpulver und Öl. Für eine 5-Liter-Spritzbrühe
braucht man drei Päckchen Backpulver, 50 Milliliter Speiseöl,
am besten Rapsöl und – damit es sich nach dem Vermischen
nicht sofort wieder trennt – einen Emulgator, zum Beispiel einige
Spritzer Spülmittel. Gefährdete Pflanzen werden damit, am
besten vorbeugend, alle 10 bis 14 Tage abends eingesprüht. Der
mehlige Belag verschwindet fast völlig. Was nach einigen Tagen
dann noch krank und geschädigt aussieht, wird am besten herausgeschnitten.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
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