DER TRESOR - EINE PSYCHOLOGISCHE ENTSPANNUNGSÜBUNG
Unter dem Namen Tresor ist auch eine interessante Entspannungsübung
in der Psychologie bekannt. Das Ziel der Übung besteht darin, belastende
Dinge, bis hin zu Traumata, bei vollem Bewusstsein zu verdrängen.
Die einfache Übung soll dabei helfen, eine Überflut von schweren
Gedanken wegzustecken. Was mit Absicht gerade vermieden wird, ist, über
die Probleme zu reden. Stattdessen werden mit einer so genannten dissoziativen
Technik die Schwierigkeiten übermalt. Dazu ist es notwendig, sich
zunächst zu entspannen. Der Patient stellt sich jetzt im Geiste
einen Tresor oder einen Safe vor. Er öffnet die Türe des Tresors
und gibt alles, was ihn momentan belastet, in den Tresor. Die Türe
wird verschlossen und der Schlüssel oder die Zahlenkombination
wird an einem anderen Ort hinterlegt. Die Übung ist jetzt abgeschlossen.
Es kommt vor, dass ein Tresor nicht genügt, der Tresor als zu klein
empfunden wird oder als nicht sicher genug. Vielleicht kommt das belastende
Material auch wieder heraus. In solchen Fällen ist es notwendig,
sich weitere Sicherungen vorzustellen. Zum Beispiel kann der Tresor
fest in der Wand oder am Boden verankert sein. Es kann auch helfen,
die aufwühlenden Gedanken vorher noch einmal extra in eine Kiste
zu verpacken.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
SICHERHEITSSTUFEN BEI TRESOREN
Kommt ein neuer Tresor auf den Markt, wird dieser von unabhängigen
Instituten auf seine Sicherheit vor Einbruch und Einwirkungen durch
Feuer geprüft. Entsprechend seiner Widerstandsfähigkeit wird
der Tresor einer bestimmten Sicherheitsstufe zugewiesen. Zum einen gibt
es die VDMA-Norm. Benannt ist sie nach dem ‚Verband deutscher
Maschinen- und Anlagenbau’. Zum anderen gibt es die Euro / VDS
Norm des Verbands der Sachversicherer in Köln. Nach diesen Sicherheitsstufen
richten sich dann die Versicherungen bei der Bewertung der Höchstversicherungssumme.
Als Beispiel wird hier die Liste der Euro / VDS Norm vorgestellt.
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Wertschutzschränke, Einmauerschränke und Duplexschränke
gehören zur Sicherheitsstufe 1. Sie müssen 30 bis
50 Widerstandseinheiten aushalten. Die Versicherungseinstufung
liegt gewerblich bei bis zu 20.000 Euro und privat bei bis zu
62.500 Euro.
Wertschutzschränke gehören zur Klasse 2 und 3.
Sie müssen 50 bis 80 in der Klasse 2 bzw. 80 bis 120 Widerstandseinheiten
in der Klasse 3 aushalten. Die Versicherungsdeckung liegt in
der Klasse 2 gewerblich bei 50.000 Euro und privat bei 100.000
Euro. In der Klasse 3 liegen die Summen bei 100.000 Euro und
150.000 Euro.
Auch Panzergeldschränke sind in zwei Klassen eingeteilt.
Die Klasse 4 hält 120 bis 180, die Klasse 5 180 bis 270
Widerstandseinheiten stand. Die Versicherungseinstufung in der
Klasse 4 beträgt 150.000 Euro bei gewerblichen Zwecken
und 250.000 Euro bei privatem Gebrauch des Tresors. In der Klasse
5 liegen die Grenzen bei 250.000 Euro im gewerblichen und bei
375.000 Euro im privaten Bereich.
TRESOR KAUFEN LEICHT GEMACHT
Es ist gar nicht so leicht, den richtigen Tresor für sich zu finden.
Im Folgenden werden einige Hinweise gegeben, die die Auswahl erleichtern.
Die Größe des Tresors:
Die erste Frage beim Kauf eines Tresors ist, wie groß er
sein soll. Dafür sollte vorher genau überlegt werden,
welche Gegenstände einmal in den Tresor wandern. Sinnvoll
ist es auch, die genauen Maße von dem Platz zu nehmen,
an dem der Tresor später stehen wird. Es sollte ein Ort
sein, der nicht allzu leicht auffindbar ist. Bei der Größe
sollte immer etwas zusätzlicher Raum im Tresor eingeplant
werden. Meist wandern mehr Sachen in den Tresor als gedacht,
so dass dieser schnell zu klein wird.
Gesetzliche Bestimmungen für einen Tresor:
Vor dem Kauf sollten die gesetzlichen Bestimmungen überprüft
werden. Für viele, vor allem gefährliche Gegenstände
gibt es spezielle Vorschriften zur sicheren Aufbewahrung. So
sind zum Beispiel Waffen in einem besonderen Waffentresor zu
verwahren, der fest in Wand oder Boden verankert sein muss.
Bei Arzneien "und Giften gelten ähnliche Verfügungen.
Das Tresorschloss:
Das wichtigste Detail an einem Tresor ist sein Schloss. Grundsätzlich
kann ein Tresor entweder mit Zahlenschloss oder mit einem normalen
Schlüssel gewählt werden. Ein Zahlenschloss bietet
meist den Vorteil, dass die Nummernkombination veränderbar
ist. Die richtige Nummer sollte aber zur Sicherheit auch außerhalb
des Gedächtnisses hinterlegt sein. Es sollten keine zu
einfachen Kombinationen gewählt werden. Nummernfolgen wie
1-2-3-4 sind tabu. Bei einem Tresor mit einem Schlüsselschloss
gibt es diese Probleme nicht. Allerdings müssen Schlüssel
und Zweitschlüssel an einem sicheren Ort, getrennt voneinander,
aufbewahrt werden.
Versicherungen bei Tresoren:
Bei besonders wertvollen Gegenständen sollte vor dem Kauf
eines Tresors Kontakt mit der Versicherung aufgenommen werden.
Wichtig ist es, zu klären, welche Anforderungen an den
Tresor gestellt werden, damit der Inhalt mit einer bestimmten
Versicherungssumme gedeckt ist.
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