FEILSCHEN IST ERLAUBT
Ein Tipp zum Schluss: Immobilien unterliegen keiner Preisbindung.
Daher lohnt es sich immer, über den veranschlagten Kaufpreis
zu verhandeln. Gerade wenn Sie kleinere Mängel entdeckt
haben, ist es üblich, von dem Veräußerer ein
kleines „Entgegenkommen“ zu verlangen.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
WAS IST VOR DEM ERWERB EINES OBJEKTS ZU BEACHTEN?
Bevor Sie sich für den Kauf einer Immobilie entscheiden,
gilt es, ein paar Fragen im vorab zu klären. Nur so können
Sie sichergehen, dass Ihre Investition in eine Eigentumswohnung
oder eine andere Immobilie die richtige Entscheidung ist. Folgende
Checkliste sollten Sie demnach beachten.
Voraussetzung für eine genauere Begutachtung einer zu
erwerbenden Immobilie ist ein günstiger Finanzierungsplan.
In diesem Punkt sollten Sie einen Notar und Finanzberater
hinzuziehen, der das Angebot prüft. Wichtig ist, unabhängig
davon, ob Sie das Objekt je wieder veräußern möchten,
dass mit einer Wertsteigerung in den kommenden Jahren zu rechnen
ist.
Ist das Umfeld Ihrer Immobilie für Sie geeignet? Ist
die Infrastruktur günstig geplant? Wie weit ist die Entfernung
zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Ihrem Arbeitsplatz und
zu Schulen? Gibt es Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe?
Handelt es sich bei der von Ihnen ausgewählten Immobilie
um ein bereits bestehendes Objekt, ist es essentiell zu prüfen,
in welchem Zustand es sich befindet. Welche Baustoffe wurden
verwandt? Sind Schlüsselstellen wie Dach und Keller ausreichend
gedämmt und isoliert? In welchem Zustand sind Rohre und
Leitungen? Sind Sanitärinstallationen auf dem aktuellen
Stand? Gab es in der Vergangenheit Wasserschäden? Wenn
ja, wurde nicht nur der Schaden, sondern auch die Ursache
behoben?
WO KANN MAN SICH NACH OBJEKTEN UMSEHEN?
Neben den üblichen Wegen wie Kleinanzeigen, Maklerbüros
und Wohnbaugesellschaften gibt es noch andere Möglichkeiten,
um an Immobilienangebote zu kommen. Empfehlenswert sind in diesem
Zusammenhang Immobilienbörsen, die Objekte zur Zwangsversteigerung
anbieten. Auf diese Weise kann man an eine Immobilie gelangen,
die teilweise für die Hälfte des geschätzten
Wertes an den Mann gebracht wird. Fragen Sie auch Ihre Hausbank
nach solchen Angeboten.
TIPPS ZUM MIETERSCHUTZ
Da Sie als Mieter einer Wohnung oder eines Hauses auch an Rechte
und Pflichten gebunden sind und es in seltenen Fällen zu Streitigkeiten
mit Ihrem Vermieter kommen kann, empfehlen wir Ihnen, auf jeden Fall dem
jeweiligen Mieterschutzverein einer Gemeinde beizutreten. Gegen eine geringe
Jahresgebühr können Sie auf rechtlichen Beistand bei Mietstreitigkeiten
zurückgreifen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde nach einer entsprechenden
Vereinigung.
TIPPS ZUM MIETVERTRAG
Haben Sie Ihre Wunschräumlichkeiten gefunden und es kommt zum
Abschluss eines Mietvertrags, sollten Sie sich die Zeit nehmen, den
Vertrag genau zu studieren. Folgende Punkte müssen im Vorfeld
geklärt werden. Gegebenenfalls können vor Unterzeichnung
noch einzelne Vertragsinhalte abgeändert werden. In welchem Zustand übernehmen
Sie die Wohnung? „Besenrein“ bedeutet lediglich, dass
sie gereinigt übergeben, aber nicht frisch gestrichen wird. Im
Gegenzug dazu sind Sie angehalten, sich zu informieren, ob Sie die
Wohnung bei einem möglichen Auszug streichen oder nur besenrein übergeben
müssen. Wichtig ist ebenfalls die Art des Mietvertrags. Unterschreiben
Sie einen Staffelmietvertrag, wird in regelmäßigen Abständen
(1-3 Jahre) die Miete um einen bestimmten Prozentsatz erhöht.
Ein anderes Modell ist der befristete Mietvertrag. Bei einem solchen
Vertrag wird die Inanspruchnahme der von Ihnen angemieteten Wohnung
auf eine bestimmte Dauer befristet (z.B. 5 Jahre). Eine Vertragsverlängerung
ist in der Regel möglich, wenn kein Eigenbedarf seitens des Vermieters
angemeldet worden ist. Möchten Sie allerdings vorzeitig Ihre
Wohnung kündigen, ist es üblich, dass Sie drei Nachmieter
stellen, aus denen dann ein geeigneter ausgewählt wird. Noch
ein Wort zur Kündigung: bedenken Sie, dass wie bei den meisten
Verträgen auch bei einem Mietobjekt eine entsprechende Kündigungsfrist
vertraglich festgehalten wird, die normalerweise drei Monate beträgt.
TIPPS FÜR DIE WOHNUNGSSUCHE
Es gibt unterschiedliche Methoden, die richtige Wohnung zu finden.
Die gängigen Wege, über ein Zeitungsinserat an die eigenen
vier Wände zu gelangen oder einen Makler aufzusuchen, haben sich
in der Vergangenheit bewährt, jedoch zahlen Sie als potentielle
Mieter dabei weitaus mehr als nötig. Wenn Sie auf direktem Wege
ein Maklerbüro kontaktieren, zahlen Sie auf jeden Fall die für
Vermittlung von Wohn- oder Gewerberaum obligatorische Provision. Und
auch Mietangebote in der Tagespresse sind zu 80 Prozent an Maklercourtagen
gekoppelt. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, Wohnbaugesellschaften
und Versicherungen bzw. Banken aufzusuchen, die eigene Wohnungen und
Häuser besitzen und diese an Mieter vermitteln. Auf diese Weise
spart man sich Vermittlungsgebühren und diese Objekte sind noch
enger an die jeweiligen Städte-Mietspiegel gebunden als Wohnungen
von Einzelobjekt-Eigentümern.
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