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Kultur

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Theater

GEORGE TABORI FEIERT 90. GEBURTSTAG

Montagabend nahm der Theatermacher George Tabori im Berliner Ensemble die zahlreichen Glückwünsche zu seinem 90. Geburtstag entgegen. Die Gäste waren aus Deutschland, Österreich und Ungarn gekommen, um dem großen Regisseur und Dramatiker zu gratulieren. Unter den Geburtstagsgästen waren der deutsche Bundespräsident Johannes Rau und Literaturnobelpreisträger Imre Kertész. Es lasen, spielten und sangen Wolf Biermann, Cornelia Froboess, Senta Berger, Sepp Bierbichler, Walter Schmidinger und Hilmar Thate. Ignaz Kirchner spielte den Schlomo aus «Mein Kampf», Hanna Schygulla las aus «Ich versteh\' nix Deutsch».

(Nachricht vom 25.05.2004)

(Alle Angaben ohne Gewähr)


ENDE FÜR FRANKFURTER TRADITIONSTHEATER

Das renommierte Frankfurter Theater am Turm (TAT) schließt am Wochenende endgültig seine Pforten. Grund für die Schließung des TAT ist die dramatische Finanzsituation Frankfurts. Durch die Schließung des TAT spart die Stadt etwa drei Millionen Euro im Jahr. Die umstrittene Schließung des Theaters hatte eine große öffentliche Kritik hervorgerufen. Durch die Schließung des TAT verlieren 20 Leute ihre Arbeit. Das gut zehnköpfige Schauspiel-Ensemble war bereits Ende 2002 aufgelöst worden. Nun folgen Dramaturgie, Betriebsbüro und Grafiker. Das TAT wurde 1953 als Landesbühne Rhein-Main gegründet, aus der Anfang der sechziger Jahre das „Theater am Turm“ wurde. Am Samstag (30. Mai) feiert das Haus unter dem Motto „Das letzte Hemd“ seine Abschiedsparty.

(Nachricht vom 26.05.2004)


BURGSCHAUSPIELERIN LILLY STEPANEK GESTORBEN

Lilly Stepanek, die ganz für das Theater lebte, ist am Montag im 92. Lebensjahr gestorben. Seit 1936 verkörperte sie am Burgtheater weit über 100 Rollen in den Dramen der Klassiker wie Shakespeare ebenso wie in Stücken neuer Autoren wie Tennessee Williams. Raimund, Schnitzler, Molnar und natürlich Nestroy gehörten zu ihren Favoriten. Zwischen 1938 und 1945 hatte sie als Tochter einer jüdischen Mutter Auftrittsverbot gehabt. Ab 1957 war Lilly Stepanek parallel zum Burgtheater auch an der Wiener Volksoper engagiert. Als überzeugte Sozialistin schrieb sie für die "Arbeiterzeitung". Sie verfasste den Roman "Malina", der als Vorläufer des Romans von Ingeborg Bachmann gilt, und außerdem eine Reihe von Lustspielen wie "Die geliebten Frauen".

(Nachricht vom 26.05.2004)


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