SCHUTZKLEIDUNG
Was ist Schutzkleidung
Schutzkleidung sind Mittel und Vorrichtungen, die zur Minderung
und Abwehr von Gefahren für Gesundheit und Sicherheit einer
Person bestimmt sind und von dieser am Körper oder an Körperteilen
getragen oder gehalten werden.
Wann muss Schutzkleidung getragen werden
Persönliche Schutzkleidung darf nur getragen werden, wenn sie
bestimmten Richtlinien und Bestimmungen entspricht. Die Schutzkleidung
muss Schutz vor entsprechenden Arbeitsplatz-Risiken bieten und darf
die Gefahr nicht noch vergrößern. Ebenso muss die Schutzkleidung
für die am Arbeitsplatz gegebenen Bedingungen geeignet sein und
den ergonomischen Anforderungen sowie den gesundheitlichen Erfordernissen
des Arbeitnehmers Rechnung tragen und genau passend für den Träger
sein. Hersteller von Schutzkleidung müssen sich an EG-Richtlinien
halten.
Schutzkleidung für den Kopf
Der Arbeitsschutzhelm besteht aus Helmschale und Innenausstattung.
Bei speziellen Arbeiten ist auch ein Helm erforderlich, der das
ganze Gesicht, Nacken und Hals vollständig schützt. Solche
Helme schützen vor herumfliegenden Partikeln sowie Gasen und
Dämpfen, z.B. beim Sandstrahlen und Metallflammspritzen. Lose
hängende Haare oder Zöpfe müssen bei der Arbeit mit
Maschinen zurückgebunden oder unter einem Haarnetz getragen
werden. Die Augen können durch Schutzbrillen oder Vorstecker
auf Brillen geschützt werden. Das ganze Gesicht kann mit Schutzschildern
oder -hauben vor Verletzungen bewahrt werden. Augen können
verletzt werden durch mechanische Einwirkungen, wie Staub, Späne
oder Splitter, die in das Auge eindringen oder aber durch Stoß-
und Schlagverletzungen. Optische Einwirkungen, wie Licht- und Strahlverletzungen
verursachen einen großen Anteil von Augenschädigungen.
Beim Arbeiten mit Chemikalien können Spritzer ätzender
Flüssigkeiten oder gefährliche Gase die Hornhaut des Auges
schädigen und zur Beeinträchtigung der Sehfähigkeit
führen.
Körperschutzkleidung
Unter Körperschutzkleidung versteht man die den Rumpf bedeckende
Kleidung sowie Schutzjacken, -hosen, -mäntel, -schürzen
und –anzüge. Jede Schutzkleidung muss bestimmte Angaben
enthalten. Sie muss über den Hersteller Auskunft geben (Name,
Anschrift), die Produktbezeichnung, die europäische Norm, Leistungsstufen
der Kleidung und eine Gebrauchsanweisung enthalten. So muss beispielsweise
genau zu entnehmen sein, ob die Kleidung wasser- oder feuerfest oder
dazu geeignet ist, mit bestimmten chemischen Mitteln zu arbeiten usw.
Weitere Schutzkleidung gibt es auch für Hände oder Füße.
Wenn Sie in einem Beruf arbeiten, indem ihre Gesundheit oder Ihre
Sicherheit durch bestimmte Arbeitsvorgänge gefährdet sind,
sollten Sie sich unbedingt ausführlich darüber informieren,
wie sie sich am besten schützen können. Zwar ist es Aufgabe
des Arbeitgebers, den Arbeitnehmer genauestens aufzuklären und
die entsprechende Schutzkleidung bereit zu stellen, dennoch sollte
der Arbeitnehmer sich nochmals absichern, um keine Risiken einzugehen.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
STEUERERSPARNIS DURCH BERUFSKLEIDUNG
Aufwendungen für Arbeitskleidung gehören, wenn es sich
um typische Berufskleidung handelt, zu den Werbungskosten. Dagegen
handelt es sich bei Aufwendungen für bürgerliche Kleidung
um nicht absetzbare Kosten der privaten Lebensführung. Die
ausschließliche Nutzung bei der Berufsausübung ändert
nichts an diesem Grundsatz. Das Abzugsverbot gilt auch, wenn dem
Steuerpflichtigen wegen seines Berufs außergewöhnlich
hohe Aufwendungen für die Kleidung erwachsen.
Ausnahmsweise kann ein besonders hoher, beruflich veranlasster
Verschleiß von bürgerlicher Kleidung zum Werbungskosten-/Betriebsausgabenabzug
zugelassen werden. Dies ist jedoch nur dann zulässig, wenn
der erhöhte berufliche Verschleiß vom normalen Kleidungsverschleiß nach
objektiven Maßstäben zutreffend und in leicht nachprüfbarer
Weise abgrenzbar ist. Entsprechende Informationen erhalten Sie von
Ihrem Steuerberater.
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