COCO CHANEL
Coco Chanel kam am 19.August 1883 als zweites Kind unter dem
Namen Gabrielle Chanel zur Welt und wuchs unter recht ärmlichen
Verhältnissen auf. Der Vater von Coco Chanel war ein Straßenhändler,
ihre Mutter eine Bauerstochter.
Als 12jähriges Kind verlor Coco ihre Mutter und kam mit ihrer älteren
Schwester in ein Waisenhaus. Später schlug sich Gabrielle Chanel
in der Provinz als Näherin durch. Ein reicher Engländer
verliebte sich in sie und gab ihr Geld für ein Hutgeschäft
in Paris. Mit einem weiteren Kredit ihres damaligen Geliebten eröffnete
sie im reichen Seebad Deauville eine Modeboutique.
Ab 1914 entwarf sie Kleider, und während des Kriegs kreierte
sie aus einem Restposten Jersey eine neue Mode mit klaren Linien statt
der üblichen Verzierungen. Unter anderem machte sie auch die
Damenhose zum absoluten Trend. Bald beschäftigte sie schon über
300 Näherinnen und konnte ihre Schulden an ihren Freund zurückzahlen.
Das war ihr sehr wichtig, denn sie wollte nicht wie ihre Mutter von
jemandem abhängig sein. 1915-38 und auch wieder ab 1954 war sie
Inhaberin eines Modehauses in Paris. Sie bevorzugte die elegante,
sehr weibliche Linie: berühmt ist das von ihr kreierte kurze
Kleid der Charlestonepoche, das so genannte „kleine Schwarze“ und
ihr Chanel-Kostüm, das sich in all den Jahren kaum veränderte.
Im Frühjahr 1939 stellte sie noch einmal eine neue Kollektion
vor, aber als Frankreich am 3. September dem Deutschen Reich den Krieg
erklärte, entließ sie die Näherinnen, beendete ihre
Tätigkeit als Modeschöpferin und führte lediglich die
Boutique weiter – wozu sie aufgrund der Vereinbarungen mit den
Gebrüdern Wertheimer verpflichtet war. Weltberühmt wurde
Chanel No.5, eines der von ihr entworfenen Parfums.
Während des 2. Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren legte
sie eine schöpferische Pause ein, machte aber 1954 erneut mit
ihrer Chanel-Kollektion von sich reden. Ihr reicher Geliebter heiratete
allerdings eine standesgemäße Engländerin und Coco
begann daraufhin ein Verhältnis mit Hugh Richard Arthur Grosvenor,
dem Herzog von Westminster. Später hatte sie meist jüngere
Liebhaber. Während des Zweiten Weltkriegs sah sie eine Möglichkeit,
die jüdischen Unternehmer Paul und Pierre Wertheimer unter Druck
zu setzen, um bessere Konditionen für die Vermarktung des von
ihr kreierten Parfums „Chanel No. 5“ herauszuschlagen,
aber dies gelang ihr nicht.
Das Comeback 1954 wurde von der Presse mit beißendem Spott begleitet.
Trotzdem machte sie unbeirrt weiter - bis im Jahr darauf die Zeitschrift „Life“ die
schlichte Eleganz ihrer Chanelkostüme lobte und sich von da an
bis in die heutige Zeit Weltstars von ihr einkleiden ließen.
Am 10. Januar 1971 starb Coco Chanel im Alter von 87 Jahren.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
CHANEL-LOOK WIEDER IM TREND
Neben den oben aufgeführten Trends für den Sommer 2004 ist
auch der Chanel-Look wieder ganz groß im Kommen. Nicht nur Stars
wie Nicole Kidman schwören auf den klassischen Stil im Kostüm.
Coco Chanel kreierte diesen Stil in den 50er Jahren und ließ früher
schon Stars wie Romy Schneider umwerfend schön aussehen. In dieser
Saison ist der Chanel-Look so aktuell wie noch nie.
Nicht nur Damen der Gesellschaft, die sich das Original leisten
können, sondern auch junge Mädchen sind begeistert
von den neuen Modellen, die Designer in verschiedenen Farben,
Schnitten und Preisklassen auf den Markt bringen. Alle möglichen
Modelabel machen diesen Trend mit, so dass man die klassische
Jacke mit dem knielangen Rock in allen Preislagen finden kann.
Der kurze Blazer wird auch gerne als Einzelstück gekauft
und mit Jeans oder anderen Röcken kombiniert. Jacken
mit ausgefransten Ärmeln oder Röcke mit Einsätzen
aus Chiffon hängen überall an den Kleiderständern.
Die Boutiquen und Kaufhäuser kommen mit den Bestellungen
kaum hinterher.
MODETRENDS SOMMER 2004
Die Farben in diesem Sommer sind ziemlich schrill und erinnern
extrem an den Look der Eighties. Mit dabei sind auch die schwarz-weißen
Kombinationen der poppigen 80er Jahre.
Die Hosen und Röcke sind kurz und knapp. Der Overall im
Mini-Look ist dabei ein absoluter Hit. Gestreifte oder geblümte
Tellerröcke wie in den Swinging Fifties sowie ultrakurze
Lederröcke in Wild- oder Glattleder sollten ebenfalls im
Kleiderschrank nicht fehlen. Bei den Hosen sind hautenge Röhrenhosen,
Capri- und Cargohosen die Favoriten.
Bei den Oberteilen geht es blumig und rüschig zu. Verspielt
und verträumt sehen die Tops aus, die man wunderbar zu
Jeans, Röcken und kurzen Hosen kombinieren kann. Jeans
sind in der aktuellen Mode in allen Formen vertreten. Aber auch
Tops, Blusen, Hemden und Röcke aus dem robusten Stoff sind
ein echter Hingucker.
Bei den Schuhen dominieren spitze Formen und dünne Absätze.
Pumps sind spitz, mit zierlichem Absatz und erinnern an den
Stil der 20er und 50er Jahre. Blazer sind nach wie vor ein Klassiker
und können mit allen Kleidungsstücken zu den entsprechenden
Anlässen kombiniert werden.
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