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Damenhosen

HOSEN FÜR FRAUEN

Schon in den fünfziger Jahren wurde die Jugend von der legeren Kleidung der amerikanischen Besatzungssoldaten beeinflusst und zusammen mit dem „Befreiungsprozess“, der Emanzipation der Frau, wurden Hosen zunehmend salonfähig.

Doch die Hose war nicht nur der Jugend vorbehalten, auch die Haute Couture adaptierte sie für ihre Zwecke. Besonders einflussreich war hier der Pariser Couturier Andre Courrèges. Neben Chanel, die Hosen in ihrer Kollektion vorführte, war es Courrèges, der mit Damenhosen von sich reden machte, als er die so genannten „Astronautenanzüge“ entwarf. In kürzester Zeit war jene „Anti-Mode“ der Renner, der überall verkauft wurde.

So berichteten Modezeitschriften Ende der sechziger Jahre über die Pariser Winterkollektion, dass mit ihr die Hosenwelle angerollt sei und Hosen von nun ab zu einer Ganztagsmode geworden seien. Man trüge sie nicht nur daheim oder beim Sport, sondern auch zum Nachmittag und am Abend. Die Hosen wurden fester Bestandteil der weiblichen Mode und die Frauen waren nicht mehr bereit, auf sie zu verzichten.

Mitte der siebziger Jahre war es dann selbstverständlich, dass Hosen sowohl zur Männer- als auch zur Frauenmode gehörten. Mit den Hippies in den siebziger Jahren, war es vornehmlich die Jeans, die von Frauen getragen wurde. Das Jeans-Blau dominierte bei Demonstrationen, in Auditorien, auf Open-Air-Festivals - überall dort, wo Jugendliche das universelle Kleidungsstück benutzten, um ihrer kollektiven Identität des „Nichtangepasstseins“ Ausdruck zu verleihen.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


COCO CHANEL

Coco Chanel kam am 19.August 1883 als zweites Kind unter dem Namen Gabrielle Chanel zur Welt und wuchs unter recht ärmlichen Verhältnissen auf. Der Vater von Coco Chanel war ein Straßenhändler, ihre Mutter eine Bauerstochter.

Als 12jähriges Kind verlor Coco ihre Mutter und kam mit ihrer älteren Schwester in ein Waisenhaus. Später schlug sich Gabrielle Chanel in der Provinz als Näherin durch. Ein reicher Engländer verliebte sich in sie und gab ihr Geld für ein Hutgeschäft in Paris. Mit einem weiteren Kredit ihres damaligen Geliebten eröffnete sie im reichen Seebad Deauville eine Modeboutique.

Ab 1914 entwarf sie Kleider, und während des Kriegs kreierte sie aus einem Restposten Jersey eine neue Mode mit klaren Linien statt der üblichen Verzierungen. Unter anderem machte sie auch die Damenhose zum absoluten Trend. Bald beschäftigte sie schon über 300 Näherinnen und konnte ihre Schulden an ihren Freund zurückzahlen. Das war ihr sehr wichtig, denn sie wollte nicht wie ihre Mutter von jemandem abhängig sein. 1915-38 und auch wieder ab 1954 war sie Inhaberin eines Modehauses in Paris. Sie bevorzugte die elegante, sehr weibliche Linie: berühmt ist das von ihr kreierte kurze Kleid der Charlestonepoche, das so genannte „kleine Schwarze“ und ihr Chanel-Kostüm, das sich in all den Jahren kaum veränderte.

Im Frühjahr 1939 stellte sie noch einmal eine neue Kollektion vor, aber als Frankreich am 3. September dem Deutschen Reich den Krieg erklärte, entließ sie die Näherinnen, beendete ihre Tätigkeit als Modeschöpferin und führte lediglich die Boutique weiter – wozu sie aufgrund der Vereinbarungen mit den Gebrüdern Wertheimer verpflichtet war. Weltberühmt wurde Chanel No. 5, eines der von ihr entworfenen Parfums.

Während des 2. Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren legte sie eine schöpferische Pause ein, machte aber 1954 erneut mit ihrer Chanel-Kollektion von sich reden. Ihr reicher Geliebter heiratete allerdings eine standesgemäße Engländerin und Coco begann daraufhin ein Verhältnis mit Hugh Richard Arthur Grosvenor, dem Herzog von Westminster. Später hatte sie meist jüngere Liebhaber. Während des Zweiten Weltkriegs sah sie eine Möglichkeit, die jüdischen Unternehmer Paul und Pierre Wertheimer unter Druck zu setzen, um bessere Konditionen für die Vermarktung des von ihr kreierten Parfums „Chanel No. 5“ herauszuschlagen, aber dies gelang ihr nicht.

Das Comeback 1954 wurde von der Presse mit beißendem Spott begleitet. Trotzdem machte sie unbeirrt weiter - bis im Jahr darauf die Zeitschrift „Life“ die schlichte Eleganz ihrer Chanelkostüme lobte und sich von da an bis in die heutige Zeit Weltstars von ihr einkleiden ließen. Am 10. Januar 1971 starb Coco Chanel im Alter von 87 Jahren.


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