VERWENDUNG VON GOLD
Gold wird schon seit jeher größtenteils zu Schmuck- und Luxusgegenständen
aller Art verarbeitet. Bereits alte Völkerstämme besaßen
große Mengen an Gold und formten daraus religiöse Symbole und
Schmuck für Priester und Könige. Dem Sarg des Tutanchamun zum
Beispiel waren 112 Kilogramm reines Gold beigelegt. Auch heute noch werden
60 Prozent der Goldvorkommen für Schmuck und Luxusartikel verwendet.
Weitere 30 Prozent des Goldvorkommens werden von Banken als Geldanlage in
Form von Goldbarren oder Münzen angeboten. Die restlichen 10 Prozent
finden Verwendung in der Glas- und Keramikindustrie, in der Dentaltechnik,
der Elektroindustrie, der Optik und der Raumfahrt.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
HAUPTFUNDORTE VON GOLD
- Südafrika
-
Südrhodesien
-
Russland
-
Kanada
-
USA
-
Mexiko
-
Philippinen
-
Australien
GOLDRAUSCH
Kein anderes Material hat seit Jahrtausenden die menschliche Phantasie
so sehr angeregt und Sehnsüchte bzw. Abenteuerlust geweckt wie
das Edelmetall Gold. Für die Ägypter war es eine Gabe der
Götter und für Herrscher symbolisierte es Macht. Gold gehört
zu den ältesten Metallen, die von Menschen verarbeitet werden.
Da das Metall schon gebrauchsfertig in der Natur vorkommt und einen
recht niedrigen Schmelzpegel besitzt, wird es seit Jahrtausenden in
vielen Kulturen verwendet. Wegen seines Glanzes und der schimmernden
gelben Farbe wurden vor allem rituelle und Macht verkörpernde Gegenstände
daraus gefertigt. Die Goldgewinnung begann vermutlich in der Kupferzeit.
Seit jeher war Gold in Europa, Asien und Afrika Objekt der Begierde
und Grund für viele Kriege und Eroberungszüge.
Gold war auch ein Grund, warum Kolumbus einst einen kürzeren Seeweg
nach Indien finden wollte. Im 16. Jh. landete der spanische Eroberer
Hernández Cortés in der Nähe des heutigen Vera Cruz
und unterwarf das Volk der Azteken. Der Aztekenkönig Montezuma
empfing die Spanier mit Goldgeschenken, doch ließ dies die Gier
der Spanier noch wachsen. Die Spanier ermordeten den König, metzelten
sein Volk nieder und nahmen das gesamte Gold mit nach Spanien.
Immer wieder lockten Goldfunde große Mengen an Abenteurern an.
Im 19. Jahrhundert kam es zum so genannten Goldrausch. Europäische
Auswanderer hofften, mit einem Goldfund das große Geld machen
zu können und verließen in Massen ihre Heimat. Im Jahr 1849
brach aufgrund einiger Funde in Kalifornien ein regelrechter Goldgräberboom
aus. Weitere Funde gab es 1897 am Klondike-River in Alaska und auch
in Australien und Südafrika kam es zum Goldrausch. Kaum einer der
Goldsuchenden wurde jedoch durch bergmännischen Goldabbau oder
Goldwäsche reich.
Das australische Goldfieber, das in der Mitte des vorigen Jahrhunderts
entfachte, ist noch immer nicht verebbt. Gerade in den letzten Jahren,
im Zeichen steigender Unzenpreise, erinnern sich die Nachfahren der
Pioniere, Freizeitabenteurer, Großstädter und Farmer gleichwohl
ihrer gemeinsamen goldenen Vergangenheit. Fast täglich berichten
die Zeitungen des fünften Kontinents von großen Funden in
Neusüdwales und rund um Kalgoorlie, rund 600 Kilometer nordöstlich
von Perth.
Aber auch Deutschland hat eine ganze Reihe von Goldvorkommen vorzuweisen:
Gold gibt es im Rhein, hauptsächlich zwischen Waldshut und unterhalb
von Mainz, im Schwarzwald, im Edergebiet im Hessischen Waldeck, im Moselgebiet
und Hunsrück, in der Eifel (Venn), im Fichtelgebirge, in der Oberpfalz,
im Bayerischen Wald, in den bayerischen Alpenflüssen, im Harz (Thüringer
Wald) und in Sachsen (Erzgebirge).
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