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Hemden

NIE MEHR BÜGELN VON HEMDEN UND BLUSEN

Haben Sie mindestens sechs Hemden und Blusen pro Woche zu bügeln? Würden Sie am liebsten die Wäsche in die Reinigung bringen, weil Ihnen die Bügelarbeit zu viel wird? Dann sollten Sie unbedingt weiterlesen, denn
es gibt etwas Neues auf dem Markt, das Ihnen das Bügeln erleichtert.

Die Bügelhilfe ist seit November auf dem Markt und nennt sich „Dressman“. Das Gerät ist denen, die in einer Wäscherei benutzt werden, sehr ähnlich. Das Hemd oder die Bluse wird hierbei gleichzeitig getrocknet und gebügelt. Dressman ist eine Bügelpuppe aus Fallschirmseide mit Airbags und bewältigt Hemden von Größe 35 bis 50 und Blusen von Größe 38 bis 52.

Das schleuderfeuchte Hemd wird über die Bügelpuppe gezogen, eingespannt und glatt gezogen. Anschließend wird das passende Bügelprogramm (Kaltluft, Seide, Viskose, Baumwolle, Leinen oder Flanell) eingestellt und warme Luft strömt durch die Bügelpuppe, die sich dabei kräftig aufbläst. Kalte Luft fixiert die Arbeit am Ende. Baumwollhemden sind nach sieben bis acht Minuten fertig. Lediglich Krägen und Ärmel erfordern manchmal ein Nachbügeln.

Vorteile des Dressman:

• Sie ersparen sich Arbeitszeit, da sich das Aufhängen oder das Einräumen in den Wäschetrockner erübrigt.
• Im Gegensatz zur wöchentlichen Reinigung ist der Dressman auf lange Sicht wesentlich kostengünstiger und Sie können Arbeitszeit einholen, da Sie sich den Weg zur Reinigung sparen.
• Im Vergleich zum klassischen Bügeleisen belasten die geringen Temperaturen die Kleidung deutlich weniger und Glanzstellen sind ab sofort kein Thema mehr.

Nachteile des Dressman:

• Der Dressman erfordert zunächst eine recht hohe Investition, denn er kostet um die 1000 Euro. Allerdings sparen sie langfristig gesehen durch den Dressman, wenn Sie Ihre Wäsche sonst in die Reinigung gegeben haben.
• Das Gerät ist relativ laut.
• Der Dressman benötigt viel Platz und muss deshalb immer wieder auf und ab gebaut werden, was wiederum Zeit kostet.
• Das Gerät erhöht die Raumfeuchtigkeit, deshalb ist der beste Standort ein gut belüfteter Hauswirtschaftsraum.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


DIE ENTWICKLUNG DER KRAWATTE

Krawatten hatten nicht immer nur eine rein dekorative Funktion. Ihre Vorläufer, die Schals, schützten den Hals vor Kälte oder milderten bei kriegerischen Auseinandersetzungen den Druck der Rüstung. Bis dahin hatte man die Römer für die Erfinder der Krawatte gehalten. Sie hatten schalähnliche Tücher, so genannte „Focales“, getragen.

Während des Dreißigjährigen Krieges trugen kroatische Söldner ähnliche Halstücher und nahmen damit nachhaltig Einfluss auf die europäische Mode. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurden in Frankreich am Hofe des Sonnenkönigs so genannte „Cravates“ getragen, kostbare Halstücher aus Spitze. Ob allerdings die Kroaten Pate bei der Namensgebung der französischen „Cravates“ und der deutschen „Krawatten“ gestanden haben, lässt sich bis heute nicht eindeutig klären. Da die Spitzen importiert werden mussten, konnte ein einziges Halstuch ein ‚Vermögen’ kosten.

Ungeahnte Formen nahmen die Krawatten gegen 1790 an. Die modebewussten jungen Männer legten große gestärkte Musselintücher in mehrfachen Windungen um den Hals, bis das Kinn hoch gedrückt wurde und die Träger durch diese Halsbandage ein überhebliches Aussehen bekamen. Wer nicht genügend Routine besaß, musste den Versuch mit einem neuen Tuch wiederholen, da das erste meist zerdrückt und dadurch unbrauchbar geworden war.

Kein Wunder, dass in Paris sogar Privatstunden im Krawattenbinden angeboten wurden, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Um 1860 verschwand dann allmählich der Stehkragen, und mit dem anschließend aufkommenden Umlegekragen kam der vorn geknotete Langbinder in Mode.

Etwa zur selben Zeit entstand noch eine weitere neuartige Krawatte, die an die vorangegangene Serviettenmode erinnert. Eine relativ breite Halsbinde wurde ein- bis zweimal um den Hals geschlungen, die Enden wurden vor der Brust geknotet und mit einer Nadel festgehalten. War es um die Jahrhundertwende noch üblich, eine Vielzahl unterschiedlicher Krawattentypen zu tragen, wird heute hauptsächlich der Langbinder oder die Fliege angelegt. Besonders der Langbinder hat sich zu einem höchst vielseitigen Accessoire entwickelt, denn im Gegensatz zu früher kann man zwischen verschiedenen Stoffen, Farben, Formen und natürlich auch Knoten wählen.


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