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Herrenbekleidung

DER NEUE MANN IST „METROSEXUELL“

Neuerdings liest man immer häufiger von „Metrosexualität“ bei Männern. Was soll dieser neue Trend eigentlich aussagen?

David Beckham wird als Paradebeispiel für einen metrosexuellen Mann gesehen. Bezeichnend für ihn sind sein extrem ausgeprägtes Modebewusstsein und sein ungewöhnlicher Hang zu Körperpflege und Kosmetik. Er geht regelmäßig zur Maniküre, lässt sich seine Fingernägel auch mal lackieren, hat ständig eine neue Frisur und trägt die Unterwäsche seiner Frau. Durch diese eher femininen Züge erweckt er in der Öffentlichkeit oft den Anschein, homosexuell zu sein. Den Gegenbeweis liefert er allerdings mit seiner Ehe und den daraus hervorgehenden beiden Kindern.

Metrosexuelle Männer kleiden sich teilweise recht feminin, wechseln ständig ihre Frisur und rasieren sich meist am ganzen Körper. Sexualforscher betrachten dieses Phänomen als Ausdruck von Orientierungslosigkeit seitens der Männer. Die Rollenverteilung von Mann und Frau wird immer unklarer, denn durch die Emanzipation der Frau verschwimmen die Grenzen. Männer müssen sich neue Ventile suchen und nehmen dabei die typischen Verhaltensweisen Homosexueller an.

Stars in den USA können sich diesbezüglich noch nicht outen: So zieht Rapper Eminem in seinen Texten lautstark über „Tunten“ her und pflegt auch sonst das Image eines „Bad Boy“. Trotzdem liebt auch er Maniküre und hat heimlich mit Yoga angefangen. Öffentlich zugeben würde er seine weiche Seite nicht, denn dies könnte seinem Image schaden. Als ihn ein Magazin mit einem rosa T-Shirt ablichten wollte, beschwerte sich Eminem - mit Erfolg. In den Staaten schätzt man jedoch, dass ungefähr 30 bis 35 Prozent der Männer im Alter von 25 bis 45 Jahren metrosexuelle Tendenzen haben. Für die Kosmetik-, Mode- und Accessoirebranche ist dies ein gefundenes Fressen. Alleine der Markt für Haarprodukte für Männer hat in den USA bereits einen Umfang von acht Milliarden Dollar erreicht - Tendenz steigend.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


ENTWICKLUNG DER HERRENMODE NACH DEM 2.WELTKRIEG

Ab Mitte der 60er Jahre machte die Herrenmode einen enormen Wandel durch. Die nach dem 2. Weltkrieg geborene Generation hatte ihre eigenen Vorstellungen von Mode und wollte ihr Leben anders als die Eltern- und Großelterngeneration gestalten. Forderungen nach Aufklärung und Gerechtigkeit machten sich in der Mode bemerkbar. Sicherlich beeinflussten auch die verschiedenen neuen Trends der Damenmode die Herrenmode, aber auch die Kleidung der damaligen Stars und Idole, allen voran die Beatles, wirkte sich auf die Kleidungsgewohnheiten aus.

Trotzdem blieb die bisherige konservative Kleidung - Anzug, Hemd und Krawatte - weiterhin bestehen, denn vor allem in der Berufswelt war legere Kleidung nicht gestattet. Der Anzug wurde zunehmend figurbetonter. Die Hosen wurden enger und gingen nur bis kurz über die Knöchel. Die Jacken wurden in neuen taillierten Schnitten vorgestellt. Das klassische Freizeithemd war ein Polohemd aus Trikotstoff in den verschiedensten Farben.

Auch die Krawatte wurde in der Modebranche mehr und mehr zum Objekt der Begierde. Verschiedenste Farben und Muster sowie Motive aus der Natur und abstrakte Farbkombinationen wurden auf das kleine Stück Stoff gedruckt oder gestickt. Die sportliche Lebensweise der 60er Jahre verlangte nach bequemer Kleidung, so wurde der Pullover zum beliebten Kleidungsstück. Ende der 60er Jahre war der ärmellose Pullunder voll im Trend. Auch T-Shirts wurden langsam salonf ähig.

Die Hose ohne passendes Sakko wurde entweder zu Pullover oder Jacke getragen. Besonders gefragt waren Streifen-, Karo-, Hahnentritt-, Fischgrät- oder Jacquardmuster. Sie saß knapp auf den Hüften und die Hosenbeine waren mehr oder weniger stark ausgestellt. In den 70er Jahren setzte sich dann die Jeans stark durch. Sie stand für die antibürgerliche Weltanschauung der jungen Generation und wurde von den Eltern vollkommen abgelehnt. Auch T-Shirts wurden zum ersten Mal in den späten 60ern getragen.

Die Mode der 70er Jahre war bunt und mit Blumenmustern übersät. Die Flower-Power-Bewegung zeichnete sich in der Mode, bei Möbeln und der Musik stark ab. In den Achtzigern waren Punk- und Popper-Look angesagt. Schrille Farben, Nietengürtel, gestreifte Hosen und Sportkleidung beherrschten die Straßen.


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