DIE GESCHICHTE DER JEANS
Echte Jeans wurden keineswegs von einem Designer unserer Zeit
erfunden. Ihre Geschichte geht viel weiter zurück bis ins 16.
Jahrhundert. Ihr klassischer Stoff, ein blau gefärbtes strapazierfähiges
Baumwollgewebe in Köperbindung, wurde bereits im Mittelalter
in der südfranzösischen Stadt Nimes hergestellt und in Europa
bekannt unter dem Namen \"Serge de Nimes\".
Eine Legende sagt zwar, dass die Schiffe von Christoph Kolumbus
mit Segeln aus Serge de Nimes bestückt waren und somit
Amerika schon sehr früh erreichten. Doch es dauerte noch
fast vier Jahrhunderte, bis aus diesem Köpergewebe die
ersten Blue Jeans gefertigt wurden. Bis dahin hatte die amerikanische
Umgangssprache aus \"Serge de Nimes\" bereits längst
ein kurzes \"Denim\" gemacht. Auch das Wort Jeans
verdanken wir der amerikanischen Umgangssprache. Ausgangspunkt
waren die praktischen Baumwollhosen aus der Gegend um Genua.
Aus diesen Genueser Hosen, den \"Genes\", machte
die Umgangssprache den Begriff \"Jeans\". Natürlich
darf der Name Levi Strauss nicht fehlen, wenn es um die Geschichte
der Jeans geht. Er fertigte um 1850 die erste Jeans an. Der
aus Franken stammende Auswanderer ließ sich in den Jahren
des Goldrausches in San Francisco nieder, wo er robuste Arbeitsbekleidung
für die Goldgräber entwarf. \"Genes\" aus \"Serge
de Nimes\", kurz Denim Jeans. Zur Jeans, wie wir sie heute
kennen, fehlten nur noch die Metallnieten.
Die Idee, die Taschen der Goldgräberhosen mit Metallnieten
zu verstärken, hatte der polnische Immigrant Jacob W.
Davis. Ihm war es wohl zu viel, immer wieder die ausgerissenen
Taschen seiner Kunden flicken zu müssen. Gemeinsam mit
Levi Strauss wurde die Nieten-ldee 1873 zum Patent angemeldet.
Das war die Geburtsstunde der Blue Jeans. Inzwischen hat sich
aus der einstigen Arbeiterhose ein Kleidungsstück entwickelt,
das überhaupt nicht mehr aus der Welt der Mode wegzudenken
ist. Mittlerweile existieren etliche von verschiedenen Formen
und Schnitten. Und auch das einstige Blau der Hose ist heute
nicht mehr zwingend, denn es gibt die Jeans in allen möglichen
Farben und Waschungen.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
TRICKS ZUM KASCHIEREN VON PROBLEMZONEN
Wer kennt das nicht - ein Blick in den Spiegel und schon entdeckt
man eine Stelle, die garantiert nicht so ist, wie man sie haben möchte.
Hier finden Sie einige Tipps, um kleine Schönheitsfehler mit
dem richtigen Outfit zu kaschieren.
Wenn Sie zu lange Beine haben, sollten Sie Hosen in der aktuellen
7/8-Form tragen, denn Sie unterteilen die Beinlänge.
Bei zu kurzen Beinen verlängern schmale, lange und dunkle
Röcke optisch die Beine. Passend dazu: Hohe Absätze.
Wenn Sie zu klein sind, sollten Sie gerade Hosen tragen. Lange,
schmal geschnittene Oberteile, mit einem Schal drapiert, verlängern
optisch. Sind Sie ein wenig zu dünn, sollten Sie dicke,
flauschige Pullover, Jacken oder Kleider tragen. Auch topaktuell:
Ponchos.
Wenn Sie dagegen groß und kräftig sind, wählen
Sie Jacken, die bis zum Po reichen, kombiniert mit langen
schmalen Röcken oder Hosen. Ideal: alles in der gleichen
Farbe. Bei zu breiten Schultern empfehlen sich Pullis mit
V-Ausschnitt. Sie lenken ab und teilen optisch. Mollige Hüften
kaschiert man am besten mit kragenlosen, langen Jacken mit
streckenden Längsnähten. Bei Reiterhosen ist das
Miederhöschen mit Bein ideal. Es modelliert, ohne einzuengen.
Zu wenig Oberweite - kein Problem mehr. Push-up-BHs vergrößern
optisch den Busen. Jetzt gibt es auch Push-up-Bikinis. Zu
viel Oberweite wird mit diagonalen Streifen und Karos oder
mit weiten Blusen samt Gürtel in der Taille kaschiert.
Der Minimizer-BH verkleinert den Busen optisch um eine Körbchen-Größe.
HOSEN FÜR FRAUEN
Schon in den fünfziger Jahren wurde die Jugend von der legeren
Kleidung der amerikanischen Besatzungssoldaten beeinflusst, und zusammen
mit der Emanzipation der Frau wurden Hosen zunehmend salonfähig.
Doch war die Hose nicht nur der Jugend vorbehalten, auch die Haute Couture
adaptierte sie für ihr Klientel. Besonders einflussreich war hier
der Pariser Couturier Andre Courrèges, der mit Damenhosen von
sich reden machte, als er die so genannten „Astronautenanzüge“ entwarf.
In kürzester Zeit war jene „Anti-Mode“ der Renner,
die überall verkauft wurde.
So berichteten Modezeitschriften Ende der sechziger Jahre über
die Pariser Winterkollektion, dass mit ihr die Hosenwelle angerollt
sei und Hosen von nun ab zur Ganztagsmode geworden seien. Man trüge
sie nicht nur daheim oder beim Sport, sondern auch zum Nachmittag und
am Abend. Die Hosen wurden fester Bestandteil der weiblichen Mode und
die Frauen waren nicht bereit, auf sie zu verzichten. Mitte der siebziger
Jahre war es dann selbstverständlich, dass Hosen sowohl zur Männer-
als auch zur Frauenmode gehörten. Mit den Hippies in den siebziger
Jahren war es dann vornehmlich die Jeans, die von Frauen getragen wurde.
Das Jeans-Blau dominierte bei Demonstrationen, in Auditorien, auf Open-Air-Festivals
- überall dort, wo Jugendliche das universelle Kleidungsstück
benutzten, um ihrer kollektiven Identität des „Nichtangepasst-Seins“ Ausdruck
zu verleihen.
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