TIFFANY & Co.
1837 kamen Charles Lewis Tiffany und sein Schulkamerad, John
Young, von New England nach New York City. Beide hatten sich
zum Ziel gesetzt, in New York Karriere zu machen. Unermüdlich
suchte Charles Tiffany nach einem Objekt, das die wohlhabenden
und verwöhnten New Yorker faszinieren könnte. Mit
dem Erwerb einiger französischer Kronjuwelen im Jahr 1887
gelang ihm dies, und mit dem Glanz der Juwelen verbreitete sich
sein Ruhm landesweit.
Louis Comfort Tiffany (1848-1933), sein Sohn, trat ebenfalls
in die Fußstapfen seines Vaters. Er war ein bemerkenswerter
Juwelier und Glasdesigner. Während seiner großartigen
Karriere, die 57 Jahre überdauerte, entwarf er Schmuckstücke,
gestaltete Fenster und schuf seine berühmten gläsernen
Lampenschirme. 1902 wurde er zum ersten Design Director von Tiffany & Co.
ernannt. Seine Inspirationen holte er sich aus der Natur und aus
der Kunst von anderen Kulturen. Seine Patente für opalisierendes
Glas und seine Aufträge, die er unter anderem von Mark Twain
und Cornelius Vanderbilt erhielt, vergrößerten sein internationales
Renommee. Viele seiner Arbeiten sind von führenden Museen der
Welt gekauft worden und Kunstsammler aus allen Ländern schmücken
sich mit seinen Werken.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
DIE GESCHICHTE DER HALSKETTE
Ketten und Colliers gehören zur wichtigsten Schmuckausstattung
für Frauen, aber auch das starke Geschlecht schmückt sich
gerne mit Halsketten. Egal, ob der Schmuck im Job oder in der Freizeit
getragen wird, im Vordergrund steht die Betonung des persönlichen
Stils.
Die goldene Kette galt schon im 17. Jahrhundert v. Chr. als
Ehrengabe. So überreichte der Pharao, als er Joseph von Ägypten
zu seinem obersten Verwalter ernannte, einen Siegelring und legte
ihm die goldene Kette um den Hals.
Die Verwendung von Schmuck geht auf die Anfänge der Menschheit
zurück. Schon in der Altsteinzeit wurden beispielsweise Zähne
und Sehnen vom Wolf zu Halsschmuck verarbeitet. In der vorchristlichen
Zeit wurde Schmuck auch, neben anderen Gegenständen, den Toten
mit ins Grab gelegt. Mit der Entdeckung der Metallverarbeitung in
der Bronzezeit über die Glasherstellung bis zur Entwicklung neuer
Stoffe im 20.Jahrhundert konnte sich die Bandbreite der verwendeten
Materialien bei der Schmuckanfertigung entsprechend erweitern. Mit
der Verwendung von kostbaren Materialien wurde der Schmuck zugleich
auch ein Wertgegenstand, der als Zahlungsmittel oder Tauschgegenstand
verwendet wurde.
Die maschinelle Fertigung von Schmuckketten entwickelte sich
auf der Grundlage der Erfahrungen, die in England, Frankreich und
den USA bei der Technisierung der Massenschmuckproduktion und bei
der Konstruktion von Kettenmaschinen für technische Zwecke gesammelt
wurden. Die technikgeschichtliche Entwicklung bis 1900 gliedert sich
in drei Phasen.
Von etwa 1750 - 1829, in der Anfangsphase, setzte sich die Massenproduktion
im Schmuck durch, zugleich entstanden die ersten Kettenmaschinen.
In Frankreich erfand 1750 Jacques de Vaucanson die nach ihm benannte
Haken- oder Bandkette aus U-förmigen Gliedern mit Glieder-Enden,
die zu Ösen umgebogen waren. In seinen letzten Lebensjahren fertigte
er eine Maschine zur Fertigung dieser Ketten und damit die ersten
Kettenmaschine überhaupt.
Die Zeit von etwa 1830-1869 war durch die Einführung maschineller
Kettenfertigung in der Schmuckindustrie bestimmt. In Frankreich nahm
die maschinelle Schmuckfertigung seit 1830 sprunghaft zu. In England
wurde 1857 die Schlangenkettenmaschine patentiert. Das Patent kaufte
noch im gleichen Jahr Mr. Goode aus Birmingham auf, der gleichfalls
1869 das Patent einer verbesserten Version dieser Maschine erwarb.
Die Maschine kostete in der Herstellung weniger als 50 Pfund, lieferte
perfektere Ketten als in Handarbeit und ersetzte 70 Arbeiter. Von
etwa 1870-1899 entstanden die meisten neuen Kettenmaschinen, zugleich
setzte sich die maschinelle Kettenfertigung auch außerhalb Englands,
in den USA und Deutschland, in zunehmendem Maße durch.
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