MÜTZEN UND HÜTE
Bereits seit ca. 5000 Jahren spielen Kopfbedeckungen eine
wichtige Rolle. Früher trugen allerdings nur Priester und
Könige Kopfbedeckungen. Im alten Rom war es ausschließlich
freien Bürgern gestattet, eine Kopfbedeckung zu tragen.
Ab dem 17. Jahrhundert wurden Hüte unter dem modischem
Aspekt auch für die breite Masse zunehmend wichtiger. Ab
dem 18. Jahrhundert wurde vor allem dem Damenhut eine enorme
Bedeutung zugeschrieben. Verheiratete Frauen trugen Hauben,
um nach außen zu signalisieren, dass sie vergeben waren.
Daher kommt auch der für heiratswillige Frauen heute oft
verwendete Satz „unter die Haube kommen“. Mit der
Erfindung einer Maschine, die Hutrohlinge herstellen konnte,
wurden immer mehr Hüte produziert und verkauft. Bis in
die heutige Zeit werden Hüte und Mützen von allen
Schichten getragen. Zu beachten ist hierbei, dass Hüte
stets eine Krempe haben und Kopfbedeckungen ohne Krempe als
Mützen bezeichnet werden. Im Folgenden werden Ihnen verschiedene
Hut- und Mützenarten vorgestellt.
Der Anlasshut
Ein Anlasshut soll ein Outfit nicht vervollkommnen, sondern
ist selbst das Hauptkleidungsstück. Die Kleidung wird dem Hut
angepasst und nicht umgekehrt. Die Palette der avantgardistischen
Kopfbedeckungen ist so vielfältig wie die Zahl der Designer.
Wie bei allen Kunstwerken tritt die Funktion in den Hintergrund.
So ist alles an Formen, Farben und Materialien erlaubt, was zum
persönlichen Stil und Geschmack der Trägerin passt und
ihr einen großen Auftritt garantiert. Das Reitturnier im englischen
Ascot hat sich zum Treffpunkt für Damen mit derart extravaganten
Hüten entwickelt. Doch nicht nur in England gibt es kreative
Modisten/innen, wie man die Hutdesigner in Fachkreisen nennt, die
durch ihre neuen, nicht gerade billigen, aber Aufsehen erregenden
Entwürfe der Branche neue Impulse verleihen.
Der klassische Damenhut
Der klassische Damenhut gilt als Vollendung für ein elegantes
Outfit. Hauptsächlich an Königshäusern spielen Hüte
eine große Rolle, wo sie zu festlichen Anlässen immer
getragen werden. Dabei haben die Größe oder das Design
des Hutes nur eine untergeordnete Bedeutung. Wichtig ist das Gesamtbild
des Outfits.
Der klassische Herrenhut
Der klassische Herrenhut wurde schon durch Humphrey Bogart
zum Symbol für Eleganz und Männlichkeit. In der heutigen
Zeit meist nur noch von Stars getragen, gehörte der Herrenhut
in den 50er Jahren zum festen Bestandteil des Herrenoutfits. Der
Inbegriff für den eleganten und klassischen Herrenhut ist ein
Hut im Stil des italienischen „Borsalino“. Allerdings
sind derartige Hüte ein kleines Vermögen wert.
Die Ballonmütze
Die Ballonmütze galt in den 20er Jahren als Kopfbedeckung der
Arbeiter. Bekannt wurde die Ballonmütze durch Robert Redfort,
der selbige im Film „Der Clou“ trug. In der heutigen
Zeit wird die Ballonmütze sowohl von Männern als auch
von Frauen als modisches Accessoire genutzt. Ob aus Cord, Filz oder
Leder, diese Kopfbedeckung liegt voll im Trend. Auch bei den Farben
kann der Träger wählen, was ihm gefällt.
Der Strohhut
Der bekannteste Herren-Strohhut ist der „Panama“. Er
ist so benannt, weil er traditionell in Panama verschifft wird.
Geflochten wird er in Ecuador aus den Fasern der Toquilla-Palme.
Die Herstellung eines solchen Strohhutes kann bis zu mehreren Wochen
dauern. Die preiswertere Variante stellen Hüte aus asiatischem
Seegras dar. Der Strohhut wird heutzutage hauptsächlich als
Sonnenschutz getragen und ist besonders wegen seiner Leichtigkeit
so beliebt.
Die Baseballmütze
Die Baseballmütze ist die modernste Kopfbedeckung von allen
bisher genannten. Quer durch alle Generationen und über alle
Kontinente hinweg gehört die Baseballkappe für viele zum
Freizeit-Outfit. Bei vielen Sportarten wie z.B. Autorennen oder
Golf, wo die Baseballkappe vor allem als Werbeträger genutzt
wird, ist sie kaum noch wegzudenken. In allen möglichen Farben
und Formen ist die „Basecap“ im Handel erhältlich
und wird sowohl von Frauen als auch von Männern aller Schichten
getragen.
Die Häkelmütze
Die Häkelmütze trat zum ersten Mal in den 20er Jahren
als modisches Accessoire der Charlestonmode auf. Seit 2002 feiert
die Häkelmütze ein Comeback und wird nicht nur von Frauen
gerne getragen. ‚Künstler’ wie DJ Ötzi oder
Ben machten die Mütze auch für Männer salonfähig.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
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