DESSOUS UND NACHTWÄSCHE FÜR MOLLIGE
Viele Frauen denken, man müsste Model-Maße besitzen, um
schöne und reizvolle Dessous anziehen zu können. Die meisten
Frauen über 35 haben barocke Rundungen bekommen und sind weit
von Modelmaßen entfernt. Gerade Mütter haben oft Figur-Probleme.
Kann Frau es trotzdem wagen, dünne Stoffe, Figur und viel Haut
zu zeigen?
Ja, denn mit dem richtigen „Untendrunter“ kommt
luftig-leichte Sommerkleidung erst optimal zur Geltung. Es
gibt bereits viele Unterwäsche-Designer und -Hersteller,
die gerade für Frauen mit ein paar Pfunden mehr auf den
Hüften vorteilhafte und kleidsame Dessous sowie Nachtwäsche
kreiert haben.
Diese Dessous sind aus festeren Stoffen gearbeitet, stützen
den Körper und lassen sogar Fettpölsterchen verschwinden.
Körper und Kurven werden in Form gebracht und verleihen
den Frauen neue Selbstsicherheit, so dass der Modesommer zum
Vergnügen wird. Sportiv-funktionale Dessous sind ideal
für Freizeit- und Sportaktivitäten und können
obendrein echte Hingucker sein.
Dass solche Dessous optimal sitzen und superbequem sind,
liegt übrigens nicht nur daran, dass sich ihr Design
an den Funktions-, Stütz- und Komfortbedürfnissen
großer Größen orientiert: Viele qualitativ
hochwertige Modelle werden, bevor sie in Serie gehen, im Alltag
Probe getragen.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
ENTWICKLUNG VON UNTERWÄSCHE UND DESSOUS
Unterwäsche war nicht immer selbstverständlich. Erst zum Beginn
des 19. Jahrhunderts, und auch dann nur sehr vereinzelt, begann man
in den höheren Gesellschaftsschichten, Unterwäsche zu tragen.
Die einfachere Bevölkerung trug bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts
keine Unterwäsche. Frauenunterhosen bestanden bis ca. 1900 aus
zwei Röhren, waren im Schritt offen und wurden nur in der Taille
mit Hilfe von Bändern festgehalten. Erst die Reformbewegungen des
beginnenden 20. Jahrhunderts bewirkten, dass die Unterhosen im Schritt
zusammengenäht wurden.
Als die Damenoberbekleidung nach dem 1. Weltkrieg enger und kürzer
wurde, bekam auch die Damenunterwäsche weniger lang und dafür
eng anliegende Schnitte. Um 1930 wurden Schlupfhosen kreiert, die Vorläufer
unserer heutigen Slips. Sie waren damals allerdings viel länger
und weiter als die heutigen Modelle. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte
sich Unterwäsche dann vom totgeschwiegenen notwendigen Übel
zum industriellen Massenartikel.
Das Umformen von Filz und Stoff zu Hüten legte um 1970 den Grundstein
zur thermischen Verformung von Textilien und damit auch zur Herstellung
von Büstenhalterschalen. Gleichzeitig veränderte sich auch
die Werbung für Unterwäsche enorm. War die Werbung zunächst
sehr konservativ und zurückhaltend, wurde sie im Laufe der Jahre
sehr körperbewusst und spielte mit den weiblichen Reizen.
Die Materialien, die Farben und die Verarbeitung haben sich in
den letzten Jahrzehnten extrem verändert und weiterentwickelt.
Die populärsten Formen sind heute der Tanga, Frenchcut, Page oder
Panty. Die unterschiedlichen Materialien haben ihre Vor- und Nachteile.
Baumwolle ist strapazierfähig und hautfreundlich (da aus natürlichen
Materialien), pflegeleicht und preisgünstig, aber auch relativ
schwer und langsam zu trocknen. Kunstfaser wie Polyester oder Nylon
dagegen trocknen relativ schnell, wirken wärmeisolierend und leiten
Feuchtigkeit schnell ab, sind aber meist relativ teuer, nur bei niedriger
Temperatur waschbar und nehmen Körpergerüche schneller auf.
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