RICHTIGE PFLEGE VON OPALEN
Der Opal hat mit einer Härte von 5.5 - 6.5 keine hohe Widerstandskraft
gegen äußere Einflüsse. Er ist von der Struktur
her eher brüchig. Es ist deshalb empfehlenswert, den Opal nicht
allen Strapazen der Alltagsarbeit auszusetzen und ihm eine besondere
Pflege zukommen zu lassen.
Da jeder Opal einen kleinen Anteil an Wasser besitzt, kann
er unter extremen Bedingungen austrocknen. Dadurch entstehen Risse
im Stein und das Farbenspiel verblasst. Es empfiehlt sich deshalb,
den Stein bei Nichtgebrauch in feuchte Watte zu wickeln, um das
Altern des Steines zu verzögern oder zu verhindern.
Durch den Wassergehalt sollten die Opale auch keiner Hitze
und keiner länger einwirkenden Wärme über 70 Grad
ausgesetzt werden, denn dies kann ebenfalls zu Rissen und Sprüngen
führen. Am wohlsten fühlt sich der Stein bei etwas Umgebungsfeuchtigkeit
und normaler Umgebungstemperatur. Je nach Struktur des Steins kann
sich der Opal bei Feuchtigkeitszufuhr regelrecht aufladen und an
Aussehen gewinnen.
Lösungsmittel, Säuren und Laugen sollten von einem Opal
ferngehalten werden, denn sie greifen die Oberfläche, und bei
Rissen auch das innere des Opals an. Fette und Öle tun einem
Opal in den meisten Fällen nichts, denn diese verfestigte Erscheinungsform
der Kieselsäure ist chemisch recht unempfindlich. Trotzdem
empfiehlt es sich, ihn ab und zu mit klarem und lauwarmem Wasser
abzubürsten, um ein Ermatten vorzubeugen.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
DER OPAL – GEHEIMNISVOLLER EDELSTEIN
Der Opal ist ein Mineral der Quarzgruppe, das in der Umgebung
von Thermalquellen, in Erstarrungsgesteinen und in Sedimentgesteinen
gebildet wird. Er bildet keine Kristalle, sondern längliche
Massen. Der Opal stammt aus Indien, wo auch der Ursprung seines
Namens zu finden ist. Upala bedeutet auf Altindisch „kostbarer
Stein“. Ein altes indisches Märchen beschreibt, wie
der schillernde Edelstein entstanden sein soll:
Als die Götter Brahma, Wishnu und Shiva eifersüchtig aufeinander
waren, weil sie alle in die gleiche wunderschöne Frau verliebt
waren, erregte dies den Zorn des Ewigen. Um dem Streit ein Ende
zu bereiten, verwandelte er die Schöne in eine Nebelwolke.
Die Götter schenkten der Angebeteten Ihre Farbe, damit sie
sie weiterhin erkennen konnten. Brahma gab ihr sein leuchtendes
Blau, Wishnu den Glanz des Goldes und Shiva sein flammendes Rot.
Doch der Wind bemächtigte sich dem Nebel und wirbelte alle
Farben durcheinander. Der Ewige erbarmte sich der armseligen Kreatur
und verwandelte sie in einen Stein. Der Stein ist seitdem ein Symbol
für unstillbare Liebe und Hoffnung.
Beim Opal gibt es verschiedene Arten. Man unterscheidet zwischen
Edelopal, Boulder-Opal und Feueropal. Der eigentliche Opal ist der
Edelopal. Er zeigt auch das wunderschöne Farbenspiel, hervorgerufen
durch die Reflexion des Lichtes. Edelopale werden als Opalsteine
verwendet, dabei werden Opallagen, die sehr dünn sind, mit
anderen Steinen als Stütze unterlegt oder von einer durchsichtigen
Bergkristallschicht als Schutz überdeckt. Oftmals ließen
sich dünnschichtige Opale mit sehr schönem Farbspiel ohne
diese Verfahren nicht verwenden. Feueropale weisen nur sehr selten
so ein prächtiges Farbenspiel auf. Sie werden auf Grund ihrer
feuerroten Farbe geschätzt und für Opalzwecke facettiert.
Heute werden Opale hauptsächlich im Süden Australiens
gefördert. In der „Cooper Pedy Mine“ liegen Opale
in Sandstein und tonigen Gesteinen als Knollen, Klümpchen oder
Schichten. Hier wurden am Anfang des Opalrausches 1915 die begehrten
Steine per Hand zu Tage befördert, was natürlich mit großen
Anstrengungen verbunden war. Heute sind die Opalschürfer mit
moderner Technik ausgerüstet, was nicht unbedingt von Vorteil
ist, da dünne Lagen des kostbaren Steines zerstört werden
können. In einem großen Umkreis um die Stadt findet man
die Opalfelder. Weitere Fundorte für Opale sind Brasilien,
Japan, Mexiko und die USA.
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