GEFAHR DURCH PIERCING
Aktuelle Studien haben ergeben, dass 95 Prozent der Allgemeinmediziner
bereits Patienten wegen Komplikationen durch Piercings behandelt
haben. Leichte Komplikationen wie lokale Infektionen oder Blutungen
stellen sich bei 10 bis 30 Prozent aller Gepiercten ein. Das
Risiko ist abhängig davon, an welcher Körperstelle
der Schmuck angebracht wird und aus welchem Material er besteht.
Aber auch das handwerkliche Können der Piercer sowie die
hygienischen Umstände im Studio spielen eine entscheidende
Rolle. Meistens rufen bakterielle Erreger die Infektionen hervor.
Auch beim „harmlosen“ Durchstechen der Ohrläppchen
können so lebensbedrohliche Blutvergiftungen entstehen.
Besonders abwehrgeschwächte Personen sind davon betroffen.
Mangelhafte Hygiene in Piercing-Studios birgt auch die weithin
unterschätzte Gefahr, sich mit Hepatitis oder HIV zu infizieren.
(Nachricht vom 30.04.2004)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
KEIN “TH” WEGEN ZUNGENPIERCING
Die Exfreundin von Bayern-Torwart Oliver Kahn, Verena Kerth, wird
jetzt Radio-Moderatorin. Die Blondine hat schon Erfahrung am Mikrofon,
allerdings hatte sie Probleme mit der Aussprache, denn sie konnte
kein „th“ aussprechen. Der Grund dafür war angeblich
das Loch in ihrer Zunge, das von einem ehemaligen Zungenpiercing
herrührte.
(Nachricht vom 07.05.2004)
NACH PIERCING IM WACHKOMA
Seit Mitte März 2003 liegt der 17-jährige Gmundner Michael
G. im Wachkoma. Um nach dem Stechen eines Zungenpiercings die Schmerzen
zu mildern, nahm er das normalerweise rezeptpflichtige Lokalanästhetikum „Xylocain“ ein.
Michael hatte sich das Mittel vorher bei Freunden besorgt. Der 17-Jährige
dürfte zu viel davon erwischt haben und fiel ins Wachkoma.
Sein 20-jähriger Mitbewohner fand den leblosen Freund zwar
sofort, versäumte es aber, einen Rettungswagen zu rufen und
zerrte Michael einfach nur in sein Bett.
Als der Junge blau anlief, holte der 20-jährige endlich die
Nachbarin, die einen Notarzt verständigte. Der Mitbewohner musste
sich gestern wegen unterlassener Hilfeleistung vor dem Landgericht
Wels verantworten, und bekam eine Freiheitsstrafe von drei Monaten.
Michael, der am 29. Juni 18 Jahre alt wird, liegt seit fast einem
Jahr auf der Wachkoma-Station der Gmundner Pflegeanstalt Cumberland
und wird mit einer Magensonde ernährt. Eine Änderung seines
Zustandes wird von ärztlicher Seite als sehr unwahrscheinlich
eingeschätzt. Das Urteil gegen den 20-Jährigen, in dessen
Wohnung das Drama begann, ist bereits rechtskräftig.
(Nachricht vom 07.05.2004)
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