DER NORWEGERPULLI
Der bekannteste Pullover ist wohl der Norwegerpulli. Strickkleidung
hat eine lange Tradition in Norwegen, da man schon im 9. Jahrhundert
begann, die gleiche Technik zur Verarbeitung von Wolle zu praktizieren,
die man heute noch anwendet. Auch damals wurde bereits die Wolle
der norwegischen Schafe benutzt, weil sie Isolierung und Schutz
vor den langen und kalten Wintern boten. Die norwegische Wolle
ist besonders gut geeignet für die Herstellung dieser hochqualitativen
Strickwaren, da die Wollfasern lang und gedreht sind und dem Garn
dadurch Haltbarkeit, Dichte und Wärme geben können.
Die Wolle erlaubt zudem, dass Feuchtigkeit das Gewebe passieren
kann. Der hohe Luftanteil der Wolle gewährleistet eine sehr
gute Isolation gegen Hitze und Kälte. So garantiert sie dem
Nutzer an warmen und kalten Tagen besten Tragekomfort. Heute wird
die Wolle nicht nur aus praktischen Gründen verwendet, sondern
auch, weil die schönsten Muster und exklusivsten Garne mit
ihnen kreiert werden können. Wenn Sie in solch einen handgestrickten,
wollenen Norwegerpullover schlüpfen, können Sie die
Weichheit der Wolle und den luxuriösen Touch spüren.
So überrascht es nicht, dass die Bekanntheit der traditionellen
Norweger Strickpullover ständig weiter zunimmt.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
ENTWICKLUNG DER HERRENMODE NACH DEM 2.WELTKRIEG
Ab Mitte der 60er Jahre machte die Herrenmode einen enormen
Wandel durch. Die nach dem 2. Weltkrieg geborene Generation
hatte ihre eigenen Vorstellungen von Mode und wollte ihr Leben
anders als die Eltern- und Großelterngeneration gestalten.
Forderungen nach Aufklärung und Gerechtigkeit machten sich
auch in der Mode bemerkbar. Sicherlich beeinflussten die verschiedenen
neuen Trends der Damenmode die Herrenmode, aber auch die Kleidung
der damaligen Stars und Idole, allen voran die Beatles, wirkte
sich auf die Kleidungsgewohnheiten aus.
Trotzdem blieb die bisherige konservative Kleidung - Anzug,
Hemd und Krawatte - weiterhin bestehen, denn vor allem in der Berufswelt
war legere Kleidung nicht gestattet. Der Anzug wurde zunehmend figurbetonter.
Die Hosen wurden enger und gingen nur bis kurz über die Knöchel.
Die Jacken wurden in neuen, taillierten Schnitten vorgestellt. Das
klassische Freizeithemd war ein Polohemd aus Trikotstoff in den
verschiedensten Farben.
Auch die Krawatte wurde in der Modebranche mehr und mehr zum
Objekt der Begierde. Verschiedenste Farben und Muster sowie Motive
aus der Natur und abstrakte Farbkombinationen wurden auf das kleine
Stück Stoff gedruckt oder gestickt. Die sportliche Lebensweise
der 60er Jahre verlangte nach bequemer Kleidung, so wurde der Pullover
zum beliebten Kleidungsstück. Ende der 60er Jahre war der ärmellose
Pullover voll im Trend. Auch T-Shirts wurden langsam salonfähig.
Die Hose ohne passendes Sakko wurde entweder zu Pullover oder
Jacke getragen. Besonders gefragt waren Streifen-, Karo-, Hahnentritt-,
Fischgrät- oder Jacquardmuster. Sie saß knapp auf den
Hüften und die Hosenbeine waren ausgestellt. In den 70er Jahren
setzte sich die Jeans ganzheitlich durch. Sie stand für die
antibürgerliche Weltanschauung der jungen Generation und wurde
von den Eltern vollkommen abgelehnt. Auch T-Shirts wurden zum ersten
Mal in den späten 60ern getragen.
Die Mode der 70er Jahre war bunt und mit Blumenmustern übersät.
Die Flower-Power-Bewegung zeichnete sich in der Mode, bei Möbeln
und der Musik stark ab. In den 80ern waren Punk- und Popper-Look
angesagt. Schrille Farben, Nietengürtel, gestreifte Hosen und
Sportkleidung beherrschten die Straßen.
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